Goldregenpfeifer im Herbst auf Eiderstedt

Diesen Trupp Vögel habe ich auf einem Spaziergang mit Tina, Moby und Osiris entdeckt. Wir hatten einen Ausflug nach Husum gemacht und waren etwas enttäuscht, weil sich das letztlich doch als etwas langweilig erwies. So sind wir nach kurzer Zeit wieder ins Auto und suchten nach einer passenden Stelle für einen netten Spaziergang.

Hier schienen wir etwas gefunden zu haben - es war eigentlich nichts weiter ausser Land zu sehen ... in der Ferne ein paar Schafe, wie es sich für Eiderstedt gehört. Moby hat sich später, während ich mich mit den Goldregenpfeifer beschäftigte, mit ihnen ein wenig die Zeit vertrieben. Er war ohnehin schon etwas angespannt, da es so wenig Baumbestand gab und er nicht so recht die Möglichkeit fand, seinem Freiheitsdrang nach zu gehen. Als sich ihm dann die Schafe boten, fand er, dass das besser ist als nichts. So hatte dann jeder seinen Spaß!

Alpenstrandläufer im Herbst in der Nähe von Cuxhaven

19.10.2012

Ich habe Urlaub und mache einen Tagesausflug nach Cuxhaven. Die Stadt Cuxhaven ist viel größer, als ich mir das vorgestellt hatte und so suche ich mal wieder mein Ziel -  die Küste. Letztlich steuere ich eine Tankstelle an, um mir einen Übersichtsplan zu kaufen. Damit habe ich dann auch eine Chance. Ich gehe hier am Strand spazieren -  in der Ferne kann ich Scharnhorn erkennen.

Am Ende des Strandes bemerke ich den Trupp Alpenstrandläufer, der über eine lange Zeit meine Aufmerksamkeit erregt. Die Vögel sammeln sich und starten in regelmäßigen Abständen in Richtung schützendes Ufer. Es ist mittlerweile auflaufendes Wasser und die Sandbänke, auf denen sie sich gesonnt haben, fluten sich mit Wasser.

Kampfläufer
Kampfläufer

Zu meiner großen Freude turnt dieser Kampfläufer recht dicht vor meiner Kamera herum. Die Männchen tragen im Prachtkleid eine wunderschöne Halskrause, um den Mädchen zu gefallen. Entweder ist dieser Kampfläufer eine Kampfläuferin oder es ist ein Kampfläufer Männchen im Schlichtkleid - das weiß ich gerade nicht!

Wenn es den "Verrückten" gelingt, die Elbvertiefung durch zu bekommen, werden solche Momente der Vergangenheit angehören.

Ein Haubentaucherkind

mit Mutti

Austernfischer am Eidersperrwerk

Rotschenkel am Leuchtturm von Westerhever ...

 

Der Rotschenkel im Flug ...

Der Kiebitz ist selten geworden ...

Heute habe ich diese Bilder vom 27. April 2014 wieder entdeckt. Auf den ersten Blick dachte ich, dass es ein Grünschenkel ist. Mit den Limikolen ist das so eine Sache. Die Größe des Vogels ist natürlich wichtig, aber wenn man gewissermaßen kein "Gegenüber" hat, dann lässt sich die Größe im Nachgang auch nur noch schwer bemessen. Als weiteres Indiz bei der Vogelbestimmung gilt die Farbe der Beine und der Schnabel.  Die Farbe der Beine ist oft - je nach Lichteinfall - kaum zu erkennen. Bleibt der Schnabel!  Der Grünschenkel hat einen langen, an der Schnabelspitze leicht nach oben gewölbten Schnabel. Sowohl die Beine als auch der Schnabel sind leicht grünlich. Naja, Lichteinfall hin -oder her: der Schnabel ist nicht gebogen. Weder an der Spitze noch sonst wo. Im nächsten Durchgang tippe ich auf einen Bruchwasserläufer. Hier kommen unterschiedliche Gefiederfärbungen zustande, je nach Jahreszeit und Alter des Vogels. Also, möglicherweise ein Bruchwasserläufer im Jugendkleid. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass es sich hierbei um einen weiblichen Kampfläufer im Schlichtkleid handelt. Ist ja auch erst April! Der Kampfläufer hat einen leicht abwärts gebogenen Schnabel. den kann ich nicht sehen. Nun, das Kind kann man drehen, wie man will. Schwierig. Ich entscheide mich jetzt für den Bruchwasserläufer, aufgrund des ausgeprägten Überaugenstreifs. Den hat der Kampfläufer zwar auch, aber vielleicht nicht so auffallend und für irgendwas muss ich mich ja schließlich entscheiden.

Auf diesem Bild ist ein kleiner Trupp Limikolen angekommen. Wieder bin ich beim Grünschenkel. Wenn man die Bilder vergrößert, kann man gut die grünlichen Beine erkennen und auch der Schnabel hat diese leichte Abwärtswölbung. Sicher bin ich nicht, aber mir fällt auch nichts Besseres ein. Und deshalb sind das Grünschenkel ...

Diese beiden doch eher seltenen Limikolen tauchten plötzlich am Ufer auf. Sie waren entsetzlich weit entfernt und ich war 2014 ja noch mit meiner 200 ter Brennweite unterwegs. Ich musste das Bild also mega vergrößern, damit ich es hier verwenden kann. Sicherlich gibt es gute Fotografen, die sehr viel dichter heran kommen - aber ich bin schon ganz schön zufrieden! Ja, und was sind es denn nun für Schätze? Es sind Uferschnepfen. Seine Kollegen, die Pfuhlschnepfen sind noch seltener anzutreffen - brüten dann auch in der nordeuropäischen Tundra. Nur zum Vogelzug kann man sie mit mega Glück im Wattenmeer entdecken. Die Uferschnepfe hingegen ist in Norddeutschland zumindest während der Brutzeit zu Hause. Komisch eigentlich, dass sie so selten zu sehen ist. Ich habe sie noch einmal viele Jahre später im Beltringhader Koog gesehen. Das war es dann aber auch!

Das Bestimmen der Limikolen hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Man lernt, sehr genau zu beobachten und auf die Details zu achten! 

Über die folgenden Bilder habe ich mich sehr gefreut. Es sind keine Limikolen und gehören hier eigentlich nicht hin - aber wer will das schon so genau nehmen. Und schließlich kommen sie ungefähr aus diesen Wiesen rund um die Wedeler Marsch.

Die Hasen sind mir in 2014 begegnet. Ein paar Techniken konnte ich damals noch nicht. Aber ich will auch nicht verschweigen, dass alle Technik nichts hilft, wenn irgendwas sehr schnell geht und man die falsche Einstellung noch in der Kamera hat. Ich will trotzdem auf das Bild nicht verzichten, weil ich finde, dass ein Hase oder gar zwei Hasen heute genau so selten anzutreffen sind, wie die Uferschnepfe. Das mag regional unterschiedlich sein, aber ich sehe nur noch sehr selten mal einen Hasen. Neulich in der Winsener Marsch hoppelte einer herum, aber er war irre schnell weg, als er mich bemerkte.