Bei mir zu Hause

Die ersten Schritte

Sonnenuntergang über Bispingen - Ende Oktober

Auf der Koppel

Auf dem Hof

To Hus - Tütel ohne Ende

Bei den Nachbarn

7. August 2016

Ich stelle Paula auf dem  völlig überfüllten Parkplatz in Döhle ab. Ach du herrje, ich hatte die Ferienzeit und wohl auch den Beginn der Heideblüte vergessen – vermutlich wäre ich sonst zu Hause geblieben. Aber nun  laufe ich ja schon viele Jahre diese Wege ab und kenne ein paar Fleckchen, die Andere nicht kennen. Also biege ich schon nach wenigen Metern vom Hauptweg ab und  bin scheinbar alleine auf dieser Welt!

Die Sonne ist heute noch einmal richtig schön warm und ich bin zufrieden mit mir!

Ich komme vorbei am Reiterhof – die dort stehenden Pferde haben mich schon immer fasziniert.  Ich glaube, es sind Turnierpferde – sie sind groß, stolz und voller Kraft. Insgesamt ein wahnsinnig  großes, aber auch wunderbares Stück Land. Manchmal bin ich ein wenig neidisch. Nicht das ich denke, den dort lebenden Menschen ginge es besser als mir … wer weiß das schon? Aber ich hätte auch so gerne ein Stück Land … für Tiere, die ich mir anschaffen würde. Ich pflanzte in der Mitte einen gigantischen Baum, der mir im Sommer und der vor allem meinen Tieren Schatten spenden würde. Ich würde überall Vogelhäuschen und Futterstellen aufstellen –  und ganz sicherlich die schönsten Tschieper bei mir haben. Oskar und Kira müssten lernen, dass das mein Spielzeug ist – denn ich will keineswegs auf sie verzichten. Ich will auch Hunde haben und alle sollten sich miteinander verstehen. Vielleicht hätte ich auch noch einen kleinen Teich und ganz viel Schmetterlingsflieder und Blumen für die Bienen. Ja, das wäre mein Traum.

Ich gehe weiter und suche nach der Goldammer, die immer an einer ganz bestimmten Stelle saß. Sie ist nicht da und überhaupt sehe ich auf meinem gesamten Weg keine Goldammer. Das stimmt mich traurig. Sie waren immer da – auch zur Mittagszeit und eigentlich auch bei jedem Wetter. Ich las vor Kurzem, dass auch die Goldammer mittlerweile auf der Roten Liste steht. Schrecklich!

Im Dickicht höre ich plötzlich den Zaunkönig. Die Jungen albern vor meinem Auge herum – sie sind so schnell – meine Kamera kann sich nicht einstellen. Ein Stück entfernt landete der Mittelspecht an einem Baum – ob das wohl der Puschel ist, der sich manchmal an meiner Winterfutterstelle blicken lässt?

Wie so oft verlasse ich meinen  Weg und schlage mich etwas durch die Vegetation – ist natürlich verboten – interessiert mich aber nicht so sehr. Plötzlich habe ich die beiden Kraniche in Sichtweite. Sie trompeten lautstark –ob sie mich wohl bemerkt haben? Ich bin sofort zu Boden gegangen, weil ich nicht sicher war – kurz darauf sind sie dann aber doch geflüchtet. Ich freue mich, sie gesehen und gehört zu haben und zu wissen, dass sie noch in der Heide sind!

 

Mein Spaziergang zieht sich über 3 Stunden hinweg – am Ende komme ich doch in das Tourizentrum und beschleunige meinen Schritt um zügig zurück zum Parkplatz zu kommen.


Heute starte ich mit Gela in die Lüneburger Heide – Ziel ist die Milchbar in Wilsede. Dort haben es mir die Rosmarinkartoffeln mit Quark angetan. Das einzige vegetarische Gericht, was hier zu bekommen ist. Für eine Milchbar, finde ich das schon beeindruckend!

Wir laufen über den Totengrund – ich erinnere mich hier immer wieder an meine Unterhaltung mit Omi. Wir hatten uns auf der gegenüberliegenden Seite des Totengrunds eine Bank gesucht und dort eine Pause gemacht. Omi erzählte mir von ihrem Vater und wie sie Weihnachten als Kind erlebt hatte.  Leider habe ich im Laufe der Jahre so viel davon vergessen, aber ich erinnere mich an ihre Stimmung … sie war so voller Freude während sie erzählte. Als Weihnachtsbaum hätte es einen Besenstil gegeben … mit Löcher im Stil … durch die dann voller Liebe die Tannenzweige gezogen worden sind – bis es fast wie ein Baum aussah. Sie hatte mir auch etwas zu den Geschenken erzählt … leider erinnere ich das nicht mehr.  Heute laufen Gela und ich durch den Totengrund und erinnern uns an Oma – die am 20.10.2009 gestorben war.

Es geht uns gut – in Wilsede angekommen, gibt es keine Rosmarinkartoffeln mehr. Eigentlich bin ich genervt – aber was soll ich tun. Esse ich halt nichts – trinke einen Milchkaffee und finde das auch ganz schön und vor allem lecker!

 

War ein schöner Tag!

Endlich ein Hauch von Frühling - 11.03.2017

22.06.2017             Chaos auf dem Hof ...

Ich komme aus Soltau - nur mal eben etwas im 02 Laden fragen.  Der Typ quatscht doch tatsächlich eine Stunde auf einen alten Mann ein ... verkauft ihm, ich weiß nicht was alles für einen Scheiß, damit er mit seinen Enkeln telefonieren kann - bis er dann kurz vor Vertragsabschluss bemerkt, dass der alte Mann überhaupt kein Internet hat ...

Wieder so ein Augenblick, indem sich meine Gedärme drehen und wenden und ich nur mit Mühe  meine Beherrschung behalte ...

Abendhimmel nach dem Chaos ...

Am Abend schleiche ich um den Hof herum  ... der Himmel  ist wohl wahnsinnig geworden - heute Abend!

1.05.2019 ...

                                              Endlich wird es warm ...

Im Juli 2019 ...

Das Jahr 2019 ist geprägt von körperlichen Beschwerden. Ich denke, dass der Auslöser dafür, irgendwie in den starken  Medikamenten - während meines Bandscheibenvorfalls - zu finden ist.  Das einzig Gute an z.B. Tilidin war, das ich beständig die Welt in Bläschen hatte - die Schmerzen waren nicht so sehr viel weniger.  Aber ich liebte dieses Tilidin bald ...

Es machte die Dinge soviel einfacher  ...

 

Es folgten schwierige Monate und ich konnte das Frühjahr  kaum sehen.  Immer wieder kam die Zeit, in der ich nur noch im Bett liegen konnte. Der Körper schien immer schwächer zu werden und  die Psyche immer dünnheutiger.

Vielleicht ist es ein Gruß vom lieben Gott an mich, mir dieses Jahr bei uns auf dem Hof ein Sonnenblumenfeld  zu schenken. Es ist wunderschön und  ich gehe jeden Abend meine Runde und sauge dieses Bild in mir auf. Manchmal begleiten mich Minki und Oskar und ich bin echt kurz vor Glücklich sein!

Wir haben in diesem  Sommer 2019 auch einen Hasen auf dem Hof. Als ich ihn das erste Mal sah, war er noch recht klein - völlig unbedarft saß er auf dem Hof und schien da einfach nur sitzen zu wollen.  Ich versuchte ein paar Bilder - aber ich war zu aufgeregt, um in der Entfernung mein Bild scharf zu bekommen. Er hoppelte auf der Panzerplatte herum , lief vor und zurück  und ich hoffte so sehr, das er es gut bei uns auf dem Hof haben würde. Nun, im Wald würde er dem Förster in seiner Gutmütigkeit bald vor die Flinte laufen - hier auf dem Hof, würde er zumindest nicht erschossen werden.

Dann sah ich ihn für zwei / drei Wochen nicht mehr - ich dachte, er hat es wahrscheinlich doch nicht geschafft! Aber heute nun schaue ich aus dem Fenster und sehe ihn am Baum sitzen. Ich freue mich riesig ...

Aber nicht nur der junge Hase hoppelt auf dem Hof herum ...  30.07.2019

... die Rotschwänze, die Blaumeisen, der Fitis und auch die Feldsperlinge sind auf dem Hof mit ihren Jungen unterwegs - vielleicht gibt es doch noch ein wenig Harmonie ...

Der kleine Diestelfalter  an Tinas Schmetterlingsbusch ...