Tagebuch 2022 - 1

Ich hatte schon irgendwo geschrieben, dass ich eigentlich nicht ohne Yenti  in das Jahr 2022 gehen wollte. Ich konnte es aber nicht verhindern... 

Hatte ich doch versucht den Jahreswechsel zu umgehen, in dem ich einfach ins Bett gegangen bin! Schön wohlig warm - Oskar und Minki bei mir ...

Kurz war ich  gegen Mitternacht wach geworden, als ein paar Knaller hoch gegangen sind. Sie haben uns nicht weiter beschäftigt ...

 

Vieles ist mir durch den Kopf gegangen:

Lange habe ich überlegt, ob ich diese Homepage weiter führen möchte - letztlich habe ich es aber nicht über das Herz gebracht, meine Erinnerungen zu löschen ...

 

Also starte ich jetzt mit einer neuen Seite in das Jahr 2022!

 

Post aus "Hof Butenland"   -   "Freiheit ist Kuhl"

Heute kommt mein Kalender aus "Hof Butenland" an!

Ich freue mich sehr - mit dem Kauf dieses Kalenders eine kleine Spende  in die Heimat dieser liebenswerten Tiere  zu schicken.

Kühe sind ja im allgemeinen wenig niedlich und deshalb scheint es auch nicht so schlimm zu sein, wenn wir sie zugrunde richten.

Hof Butenland informiert , ohne zu werten und versteht die Not der Bauern - aber ihr Herz tickt nun mal für die andere Seite!  Auch wenn der Tierschutz noch lange nicht da angekommen ist, wo er sein sollte - bin ich so froh, dass es Menschen gibt, die die Zeit, die Kraft und die wahnsinnige Energie haben, diesem ganzen Elend  in kleinen Schritten entgegen zu wirken.

 

Das erste Blatt im Januar zeigt Rosa Mariechen, die "Hof - Diva mit Hollywood Flair"! Vielleicht kann ich dieses tolle Bild in den nächsten Tagen mal hochladen!

Ganz besonders schick finde ich, dass Frederik  in ihr seine große Liebe gefunden hat - ganz sicherlich gibt es auch dazu ein Kalenderblatt - ich habe aber noch nicht weiter geblättert, um mir die Freude am Monatswechsel zu erhalten!

 


Oskar mit schwerer Bisswunde ...

Oskar kommt am Samstag morgen völlig desolat rein - er frisst noch kurz und geht dann hoch in die Heia.  Es ist für ihn nicht ungewöhnlich, das er  den Tag verpennt - als er aber zu späterer Stunde nicht auftaucht, ahne ich Böses. Oskar ist ein sehr sensibler Kater und wenn er Schmerzen hat, dann leidet er so, wie es halt richtige "Männer" tun!

Ich kraule ihm den Kopf, er schaut mich mit triefendem Auge an und ich frage mich, wo ich an ihm die Stelle finden könnte, die ihm Schmerzen bereitet. Kaum das ich mich auf die Suche mache, faucht er mich an: Halt dich fern!

Ich respektiere das und ziehe mich zurück.

                                                                                                                                      Grundsätzlich hilft uns das aber nicht weiter!

 

Irgendwann habe ich meinen Puschel ausgetrickst und sein schmerzendes Geheimnis gefunden.  Ich bin erschrocken - eine sehr große und tiefe Wunde! Sie eitert heftig und wo Oskar liegt, bleiben große Flecken zurück!

Er tut mir  leid - viele Male, hat er mich gerufen, wenn er in der Auseinandersetzung mit Pico meine Hilfe benötigte. Diesmal hatte ich ihn nicht gehört.

Meine Arbeitswoche war anstrengend und ich muss gelegentlich meinen Kopf frei bekommen - dass heißt: Ich gehe an meinen Rechner und beschäftige mich mit meinen Bildern und der Bildbearbeitung - hochkonzentriert und taub ...

...  für die Bedürfnisse meiner Mitmenschen oder meiner Tiere...

 

Wir fahren nun jeden zweiten Tag  zur Tierärztin - da mein "Herr Frickel " sich dort aufführt, als wäre er das Oberhaupt der afrikanischen Savanne - entschließen wir uns dazu, ihn machen zu lassen. Er bekommt zur Unterstützung ein Antibiotikum und ein Schmerzmittel und ich bin doch recht zuversichtlich, dass Frickel weiß was er tut.

 

Aber es wäre gelogen, zu behaupten, dass ich in der Nacht geruhsam schlafe - meine Augen sind geschlossen, aber meine Ohren sind weit aufgerissen! Ich habe wieder Angst um Oskar - hatten wir uns doch beide so gut miteinander abgesprochen, dass ich Oskar  - wenigstens gelegentlich - sich selbst überlassen konnte und auf seine Kräfte vertraut habe.

Wenn Minki nachts aufsteht und irgendwo gegen läuft, sitze ich im Bett: Ich versuche sofort heraus zu finden, ob das Geräusch von draußen oder von drinnen kommt!

Eine anstrengend Zeit, über die man nicht weiter nachdenken muss. Sie wird vorbei gehen  ...

Klingel Schuhe angekommen

Führerschein umgetauscht

Post vom Finanzamt

"Post vom Finanzamt, ist der Schrecken eines jeden Menschen",  hatte ich im Laufe meines Lebens von verschiedenen Menschen gelernt. Bislang war mir  allerdings persönlich  ihre Bekanntschaft erspart geblieben. Sicherlich habe ich jährlich meinen Steuerausgleich gemacht - bekam dann auch irgendwann später so eine  maschinell  erstellte  Erklärung von einem anonymen Sachbearbeiter des Finanzamtes zurück.

Nun aber werde ich aufgefordert, meine Einkommenserklärung abzugeben - mir wird mit bis zu 25.000 Euro Geldbuße gedroht. So einen Zettel hatte ich noch nie bekommen - Donnerlüttchen!

Sofort mache ich meine Steuererklärung und fahre sie direkt nach Soltau zum Hausbriefkasten des Finanzamtes.

 

Warum muss in unserem Land eigentlich ständig mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden!

                                                                                                                                                                Hauptsache , sie haben schon einmal gedroht! 

 

In einer etwas ruhigen Stunde rufe ich beim Finanzamt an und frage für den Grund ihrer Aufforderung - schließlich, nachdem ich zu etlichen Sachbearbeitern durchgestellt worden war, wussten die Damen und Herren im Finanzamt auch nicht ,warum! 

 

Vogelfutterstelle

Minki

Hier ist so viel Platz für alles mögliche - aber irgendwie finde ich doch, dass Minki zu kurz kommt. Ich wollte einmal sagen, dass es uns gut geht!

Minkis Schilddrüsenwerte  müssen nun sehr regelmäßig kontrolliert werden - sie schießen in die Überfunktion  ohne  Halt... Dadurch  hat Minki sehr abgenommen und ist scheinbar nur noch Haut und Knochen - aber das sagt nichts aus! Sie frisst nicht mehr die Mengen von früher, aber sie ist sehr angetan von jedem Leckerli zwischendurch. 

Ich kann mich hundertprozentig darauf verlassen, dass mich Minki morgens wie ein Wecker kompromisslos solange "anguckt" , bis ich aufstehe und ihr das Frühstück serviere...

Das Frühstück besteht im Wesentlichen darin, ihr "versteckt" alle notwendigen Medikamente unter zu jubeln, ohne das sie es merkt.

Minki hat auch noch ihren Schabernack im Kopf: Wenn sie der Ansicht ist, dass es Zeit für ein Leckerli ist, "springt" sie geruhsam auf  ihren Futtertisch ( den mir Götz auf eine gute Höhe gekürzt hat). Da sitzt sie und wartet, dass ein Leckerli in ihre Schnute fliegt!  Das kleine Köpfchen bewegt sich in der Höhe, in der sie mich vermutet.  

Ich schaue mir das Ganze an und da ich nicht dement bin, weiß ich, dass Minki gerade erst vor ein paar Minuten eine Kleinigkeit bekommen hat.

Minki scheint aber zu glauben, dass ich doch zumindest an einer Form von Vergesslichkeit leide ...

Nach einer Weile verlässt sie ihren "Hochsitz" und verlangt auf die Terrasse gehen zu dürfen.  Sie "weiß", dass ich mich mega freue, wenn sie sich an unsere  Zeiten auf der Terrasse erinnert ...

Schwub  ... stehe ich auf und öffne ihr die Tür!  Minki denkt gar nicht daran, auf die Terrasse zu gehen. Schnell läuft sie zu ihrem Futtertisch zurück  - jetzt muss ich sie doch wohl sehen - das Köpfchen bewegt sich in die Richtung, in der sie mich vermutet!

 

Nun gut, jetzt wo ich schon mal aufgestanden bin und hier bei Minki stehe, gebe ich ihr natürlich ein paar Leckerlis.

 

Und so leben wir zusammen und manchmal nervt Minki  mich und manchmal nerve ich Minki ...


Zwei Grünspechte zu Besuch

Mault Tina irgendwie über unsere Futterstelle herum - bei ihrem Vater sei eine sehr viel größere Vielfalt an Vögeln zu beobachten!  Ja, ich weiß - was sie meint: Kernbeißer, Dompfaff, Kleiber, Mittelspecht etc. Ich habe keine Ahnung, wo sie abgeblieben sind. Vor noch gar nicht so langer Zeit, hatte ich diese schönen Vögel auch unzählig an meiner Futterstelle.  Heute dominiert der Feldsperling und scheint, unter sich alles platt zu machen.

Aber das soll sich nicht abwertend anhören - wir haben im Sommer so viel Freude mit ihnen und ihren Kindern gehabt!

Trotzdem will ich natürlich mit dem Papa mithalten und ich denke der Grünspecht eignet sich dafür  hervorragend...

 

Bin ich am Zähneputzen und schaue derweil aus dem Badezimmerfenster auf die Wiese. Nachdem sich mein Auge eingestellt hat, sehe ich Blätter fliegen, ohne dass es dafür augenscheinlich einen Grund gibt. Den Moment kenne ich - da sitzt der Grünspecht und sucht nach seinen Ameisen - wirft das vertrocknete Laub durch die Gegend. ..

Mein Auge sucht nach ihm und ich entdecke ihn in ca. 4 Meter Entfernung ...

Sofort rufe ich Tina an - "der Anruf kann nicht durchgestellt werden ..."

Tina ruft zurück - der Grünspecht ist fort!!!!

Ein wenig später entdecke ich ihn wieder am gegenüberliegenden Baum - sofort rufe ich Tina an - "der Anruf kann nicht entgegen genommen werden" - Tina ruft zurück - diesmal ist der Grünspecht noch da!

Ich dirigiere sie zu einem der unteren Fenster - sie kann aber wegen des Fliegengitters kaum etwas sehen ...

Der Grünspecht fliegt weg ...

Irgendwie hat die ganze Szene was von Loriot ...

Mir fällt ein, dass sie den am Baum klebenden Grünspecht vielleicht aus ihrem Schlafzimmerfenster oben sehen kann. Nein, falsch ...das Fenster ist beschlagen!

Während ich kurz davor bin aufzugeben,  kommt ein zweiter Grünspecht angeflogen - ich könnte vor Freude schier durchknallen  - so schön!!!


Ich habe so entsetzliche Rückenschmerzen ... 


"Die kleine Mistmade" ...   macht mal wieder was sie will ...

                                                                                               Tina ruft mich aufgelöst an:  "Mobys Stein hat eine kahle Stelle! "                                                    


"Einen Tod muss ich sterben ..."


21.01.2022

Ich habe mir heute den schönsten Laptop für meine zukünftigen Reisen gekauft:   "Dell - eigentlich bin ich nicht so Hersteller fixiert - aber Dell, ist schon gut!"

Ich hatte mich einige Wochen damit beschäftigt - der HP Spectre * 360  ... 15 Zoll war auch in die engere Wahl  gekommen. Aber er kommt an Dell einfach nicht ran ...

Nun bin ich ja kein Profi und ich verdiene auch mein Geld nicht mit der Fotografie...

Die Tatsache hat mich lange beschäftigt und mich gefragt, ob das wirklich sein muss?

Profi - hin oder her ! 

 

Habe ich doch mir in den Letzten Jahren nichts gegönnt

                                                                                                                                           Mir schwirrt der Kopf ...

 

Ich freue mich riesig!


Eichhörnchen 

Schon im letzten Jahr hatte ich für die Eichhörnchen ein kleines Häuschen gekauft und es schön mit allerlei leckeren Nüsschen befüllt.

Als erstes interessierten sich die neugierigen Blaumeisen für das neue Häuschen - sie prüften es ganz genau und kamen dann aber doch zu dem Entschluss, dass das nichts für sie ist.

Damit hatten sie recht - ich wartete auf die Eichhörnchen - aber außer unzähligen Ohrenkneifern , geschah nichts. Ich habe irgendwann, das völlig durchnässte Häuschen wieder herein geholt und beschlossen, die Situation neu zu überdenken!

Monate später beschließe ich, einen neuen Versuch zu starten ...

Stehe ich, wie so oft am Badezimmerfenster und putze mir die Zähne. Jeder, der mich persönlich kennt, weiß das dieses Prozedere bei mir länger braucht als das Duschen - damit will ich sagen: Ich stand dort eine ganze Weile!

Plötzlich kam ein Eichhörnchen angerannt und inspizierte das Häuschen - mein Herz machte einen kleinen Freudensprung!

Es dauerte wirklich nicht lange, bis das Eichhörnchen die Klappe öffnete und sich kopfüber alle schönen Nüsslein anschaute. Es fraß  kleine "Kerne" direkt vor Ort und holte sich dann eine Walnuss heraus. Diese drehte sie einige Male in ihrer Schnute, bis sie die Nuss gewissermaßen im Griff hatte. Dann sprang sie in großer Eile davon ...

Wenig später kam ein anders Eichhörnchen an das Häuschen - versuchte ebenfalls heraus zu finden, ob es hier was zu holen gibt! Nach kurzer Zeit sprang es weiter - es hatte den Mechanismus nicht verstanden und eigentlich sich auch keine Mühe gegeben.

Aber naja, ich wollte nicht, dass es ohne "Beute" weiter rennt - schließlich soll es ja wieder kommen! 

Ich deponierte im Futterhäuschen ein paar Walnüsse und tatsächlich kam es zurück und machte sich darüber her.

 

Solche Augenblicke lösen in mir eine tiefe Zufriedenheit aus ...

Wildkatze auf dem Hof - 24.01.2022

Stehe ich neulich mit Wiebke auf dem Hof und schnacke so über das Eine oder Andere. Da erzählt Wiebke mir, dass wir  Besuch von einer Wildkatze haben. Sie ist sehr scheu und lässt sich wohl auch nicht jeden Tag blicken. Sie stromert zwischen den parkenden Autos herum, am späten Nachmittag , wenn es dunkel ist.

Ich habe sie noch nicht gesehen. Denke mir, dass es ja auch eine verwilderte  Katze sein könnte - Wiebke aber glaubt das nicht, das Fell war eindeutig Wildkatze.

Nun, die einzigen Wildkatzen die ich kenne, sitzen oben im Park - die würde ich auf unserem Hof niemals als Wildkatzen identifizieren - mit andern Worten: Ich habe keine Ahnung!

Aber mir fällt natürlich sofort Oskars Bisswunde ein. Sie war so tief und irgendwie aufgerissen! Leider ist ja mein Frickel etliche Male mit Pico aneinander geraten - niemals hat Pico eine solche Wunde hinter lassen ...

Der Kampf mit einer Wildkatze würde da schon ins Bild passen ...

Julia


De Hun'nenhof ...


Die letzten Wochen ...

Eigentlich freue ich mich riesig -  noch ca. 8 aktive Wochen bis zu meinem Status als Rentnerin! 

Eigentlich glaube ich, das ich vieles richtig gemacht habe ... und eigentlich bin ich noch nicht fertig mit Glauben, da krabbelt die Angst in mein Hirn ...

Ich muss mich mehr disziplinieren ... - morgens zu einer regelmäßigen Zeit aufstehen... - mich auf den Tag freuen...-

Ich muss meinen Tag aktiv gestalten ... - ist doch jeder Tag wertvoll ... - und so viele Tage bleiben mir ja nicht mehr!

 

Aber, ich bin irgendwie wie meine Mutter und der waren sämtliche  Werte und Normen  egal ...

 

Ich denke zurück - wie alles einmal anfing!

                                                                                         Niemals hatte ich mir vorstellen können, dass ich einmal Rentnerin sein würde!

 

Naja, damals  war ich flott auf den Beinen - heute fühle ich mich oft etwas unbeholfen. Es tut gut, wenn die strapazierten Knochen und Gelenke wertgeschätzt werden ...

Es tut gut, wenn sich ganz ab und zu eine helfende Hand entgegen streckt ...

 

Lange habe ich mir Gedanken über meine Beerdigung gemacht!

Unsere Mutter hat gemeint, dass wir sie gerne irgendwo im Wald verscharren könnten - als es dann soweit war, hatten wir die Kosten an der Backe! Und wir hatten Glück, das sie in dem bestehenden - einstmals von Omimi bezahlten -  Familiengrab,  ihre ewige Ruhe finden konnte. Ich glaube , sie liegt auf der Asche von ihrem Vater - gerne würde ich sie heute fragen wollen, wie es ihr geht damit. Aber ich bin ganz sicher, dass sie sich sauwohl  fühlt...

Ich erinnre mich gut daran, dass Mutti zur Beerdigung ihres Vaters zu spät kam - ich glaube, dass sie damit all den Blicken ausweichen wollte, auf die sie einfach kein Bock gehabt hat!

 

 Sie setzte sich  in die Bank direkt hinter mir und reichte mir ein zerknittertes Bild von ihrem Vater - ich war damals einfach noch nicht so weit, sie zu verstehen. Das Bild sprang mir förmlich ins Gesicht - konnte ich doch den Tod von meinem Großvater mega schlecht verkraften ... 

 

Ich gab ihr das Bild zurück und schnauzte sie an: An meine Worte erinnre ich mich nicht mehr, aber ich bin sicher, das ich mich heute darin nicht mehr wieder finden würde.

 

Zur Beerdigung unserer großen Mutter  kam sie einige Zeit zu spät in die Kapelle gestürzt und murmelte leise und doch ausreichend hörbar.: "Verrecke , du Aas!"    ...  ich habe mich geschämt für sie ....

 

Was würde ich heute geben, über all diese Dinge mit ihr zu sprechen ...

 

... und was mich niemals losgelassen hat, war unsere Verabredung in Schnackenburg, die ich kurz zuvor abgesagt habe , weil ich so mega Angst vor irgendwelchen Auseinandersetzungen mit ihr hatte ...

 

                                                                                                                                                                   Nun bin ich abgeschweift ...

 

Mein größter Wunsch war  es, für meine Beerdigung alleine aufzukommen!  Im Kontakt mit Tina immer im Gespräch - also, ich wollte nicht im Wald verscharrt werden, aber ich brauche kein Glanz in meiner letzten Stunde...

 

Ich habe ein paar Euro gespart und hoffe sehr, dass sie für meine Beerdigung reichen -  nun, es ist mir eigentlich egal, wo ich liege - ich habe keine Angehörigen, die sich zu meinem Jahrestag an meinem Grab versammeln würden...

 

Eigentlich würde ich gerne bei meiner Mutter liegen, aber ich glaube, dass das nicht geht!

 

Also, ich habe Geld investiert, um mich irgendwann mit Anstand unter die Erde zu bringen. Gerne in meinem Dorf ....

Auch finde ich den Friedwald sehr schön ...

 

Liebe Tina, ich wünsche mir sehr, dass ich dir nicht so sehr auf der Tasche liege und dass , das angelegte Geld reicht um mich unter die Erde zu bringen!

 


 

 

"Rosa - Mariechen" verabschiedet den Januar 2022

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                       Lara begleitet uns durch den Februar 2021  ...

3.02.2022

Die Elster macht mir Spaß ...

4.02.2022

Heute habe ich Darko als Profilbild auf meinem Handy gelöscht. Ich habe mühsam lernen müssen, dass man kaputte Socken  einfach in den Müll wirft - stopfen ist viel zu aufwendig ...

5.02.2022 

Unsere Mutter ist noch immer, auf den Tag genau nicht mehr da - ein entsetzlicher Tag - ein Tag, den ich nicht mehr in meinem Leben vergessen werde!

Ich erinnere mich, dass sie mich bei unserem letzten Treffen vor meinen Katzen gewarnt hatte.  Sie könnten mich beißen - ich solle mich vorsehen - ggf. sei ihr Biss sogar tödlich...

Gestorben ist nun unsere Mutter 

                                                                                                           und ganz sicherlich nicht an einem Katzenbiss ...

"Pavel Kaplun" hilft mir über die Zeit ...  

Mein neues Notebook fasziniert mich ...

16.02.2022 /17.02.2022   -  Sturmtief   "Ylenis"  wütend

Eigentlich wollte Oskar ein Held sein - als ihm aber der Müllcontainer entgegen geflogen kam, war es sich nicht mehr sicher, ob er heute seinen Job auf dem Hof antreten sollte ...

18.02.2022 / 19.02.2022 Sturmtief  "Zeynep" 

Agenda 2010

In seiner ersten Regierungserklärung formulierte Schröder 1990 seine Leitmotive: " Modernisierung der Wirtschaft, ökologische Vernunft, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt"                                   (Formulierung aus dem Internet gezogen)

Die Agenda 2010 ist ein Konzept zur Reform des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarktes, das von 2003 bis 2005 von der aus SPD und Bündnis 90/Grünen  gebildeten Bundesregierung weitgehend umgesetzt wurde ...    

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        (Formulierung aus dem Internet gezogen)

                      Ich könnte jeden Tag kotzen ...

Schauen wir, in welchen Abgrund uns die derzeitige Regierung in 2022  stürzen wird ...

Ich bin erschrocken, zu hören, dass meine monatlich gezahlte Rente am Ende eines jeden Monats erfolgt  ---  das bedeutet, ich muss alle Kosten für den Monat April , ohne jegliche Einkünfte finanzieren ....

 

                                                                                     Warum hat dieses Arschloch von Schröder (SPD) eigentlich niemand aufgehängt ...


Zuschüsse an Familien mit niedrigen Einkommen, wegen der hohen Energiekosten ....


Matsche, wohin das Auge reicht ...


 20.02.22 /21.02,22    Nach "Ylenis"  und "Zeynep"  folgt "Antonia" - so allmählich ist das Chaos auf dem Hof  perfekt ..

Die Mülltonnen sind angebunden - alle Stühle oder sonstigen Gegenstände von der Terrasse in die Scheune  zurück getragen ... 


Frickel  ist heute wieder ein Opfer geworden - er blutet an der Nase - seine Augen stehen auf "Halbmast" - er hat Schmerzen ...


KRIEG IN EUROPA

Meine Mutter war 4 Jahre alt, als  Hitler in Polen einmarschierte und den zweiten  Weltkrieg auslöste.  Zu dieser Zeit war von mir noch lange nichts zu sehen ...

Niemand möge deshalb denken, dass ich nichts von diesem Krieg mitbekommen habe ...

Meine Mutter war hoch traumatisiert, durch die erlebten Schrecken und hatte an einigen Tagen nicht die Kraft, mich vor ihren "Bildern" zu schützen!

Ich war selbst noch klein, als ich mit ihrer Traumatisierung  konfrontiert wurde ...

Meine Mutter  hatte bis zu ihrem Tod, die Gräueltaten der "Roten Armee" in sich abgespeichert und verfluchte den Russen - sie ließ keinen Tag aus, um "Die Kommunisten" zu bespucken!

Ich schäme mich für meine Mutter, weil sie auch zu denjenigen gehörte, die Hitler bejubelten - aber ich kann ein wenig Frieden mit mir schließen, wenn ich mir klar mache, in welcher Zeit  sie gezwungen war , die Ereignisse für sich zu bewerten und einzuordnen!

Putin ist mit roher Gewalt und enormer Entschlossenheit in die Ukraine einmarschiert ... 

Mir geht die Frage, was Mutti dazu gesagt hätte , gar nicht aus dem Kopf ....

Vermutlich wäre sie vor lauter Angst völlig durchgeknallt - wie gut, dass sie diese  Situation nicht ein zweites Mal hat erleben zu müssen ...

Ich weiß heute nicht mehr genau, wann  meine eigene Traumatisierung  mit diesen Themen begonnen hat ...

Ich erinnre mich, das Günther  mit seinen Ohren den ganzen Tag an unserem Radio hing und versuchte die aktuelle Situation für sich in Erfahrung zu bringen ... 

                                                                                      "Checkpoint Charlie" - 1961

                                                                                           "Kubakrise " - 1962

                                                                                                     "Der Schah- Besuch" - 1967

 

Für unsere Mutter war klar, das sie nicht noch einmal einen Krieg miterleben  würde - sie holte mich zu sich und  erklärte mir, dass sie sich  mit uns  auf eine große Wiese im Schlosspark setzen würde und darauf vertraute , von der ersten Fliegerbombe getroffen zu werden ...

 

                                                                                     Mir ist oft sehr kalt ....

Wir verabschieden den Februar 2022  mit Lara ...


Anfang März 2022

Die Benzinpreise steigen in noch nie dagewesenen Sphären ....

Ich versuche irgendwie damit klar zu kommen. Bis noch vor Kurzem galt es, die etwas günstigeren Tage  - Mittwoch oder Donnerstag Abend - zum Tanken zu nutzen. Meist war der Preis für einen Liter Benzin dann halbwegs erträglich ...

Jetzt ist das egal ...

Jeden Tag steigen die Preise unaufhörlich - der Liter  Diesel kostete heute 2, 17 Euro - ich muss aufpassen, dass ich nicht den Überblick verliere ...

Ich krieche mittlerweile über die Autobahn in Richtung Spurwechsel oder in Richtung Heimat  - bin verwundert, wie die Anderen  noch immer mit der gewohnten Aggressivität mich überholen - offenbar, gibt es doch sehr viel mehr Menschen, die sich diese Preise am Arsch vorbei gehen lassen!

Liebe Yenti ,

zum Ende des Monats März wird nun automatisch mein Profilbild in FB gelöscht, wenn ich es nicht weiter aktiviere. Ich will dir sagen, das du nicht denken sollst, dass du nun mit der Zeit doch langsam aus meinem Kopf verschwindest. Nein, ich werde dich immer in meinen Erinnerungen und auch in meinem Herzen behalten. Wir hatten doch den einen oder Anderen sehr schönen Augenblick miteinander verbracht! Ich erinnere mich, an unseren letzten Sommer - damals wusste ich nicht, dass es unser letzter gemeinsamer Sommer werden würde...

Wir waren an den See zum Baden gefahren - Lani liebt das Wasser ...

Nun Yenti, du hast deine Angst vor dem Wasser nie überwinden können und ich hoffte an diesem Tag, dich doch ein Stück mit mir mitnehmen zu können ...

Ich hatte kein Handtuch dabei und war auch nicht auf  Baden eingestellt ...

Aber als du wieder anfingst, deiner Aufregung lautstark Platz zu machen, zog ich einfach meine Klamotten aus und bin mit dir zusammen ins Wasser  gegangen ...

... der Boden war mega morastisch und voller Steine und ich hatte Mühe , das Gleichgewicht zu behalten...

 .... deshalb konnte ich mich nicht so bewegen, wie ich es gewollt hätte ...

Einen kurzen Augenblick hattest du den Mut mir zu folgen und ich dachte, wir hätten es geschafft - aber dann bist du doch ausgewichen ... 

                                                                          Jo, so war das!

 

Und dann bist du  gestorben und ich will dir sagen, dass ich dich niemals vergessen werde, auch wenn ich mein Profilbild in FB nicht aktiviere ... es wird wieder meine Bachstelze erscheinen ...

Heute lebt Lani mit Sina zusammen und ich glaube, dass du den größten Spaß dort oben hast, die Beiden auf dem Hof und bei ihren gemeinsamen Spaziergängen  erleben zu dürfen ...

 

Ja, Yenti  - du fehlst, aber das Leben hier auf Erden muss weiter gehen und du möchtest auch sicherlich deine Reise in die Unendlichkeit  antreten - LOSLASSEN!

 

 

In einer Zeit, in der ein nächster Weltkrieg nicht mehr unmöglich erscheint, brauche ich alle meine Kraft für die Gegenwart ...

 

Ich liebe dich und bedanke mich für die schöne Zeit mit dir ...


10.03.2022  ---  Heute bin ich noch einmal in den Hamburger Hafen gefahren

Mein schickes Notebook hat einen ebenso schicken Bildschirm bekommen ...


Es setzt mir ungeheuerlich zu, erkennen zu müssen, dass Menschen sich im Laufe eines Lebens auseinander dividieren können ...

 

Nein - so einfach sind die Dinge nicht!

Ich habe schon lange verstanden, dass unsere Gemeinsamkeit vor mehr als  30ig Jahren nur möglich gewesen ist, weil ich mich untergeordnet habe - nicht, weil ich das für besonders geschickt hielt, sondern eher weil mein Selbstbewusstsein nicht ausgereicht hatte, mich zu Wort zu melden. 

Offen gestanden, wusste ich auch überhaupt nicht, was ich wollte - ich hatte gar keine Worte!

Und so wortlos folgte ich dir - ab und zu spürte ich Unbehagen in mir aufkommen ...

Ich erinnere unschöne Szenen ...

Ich brauchte  unglaublich viel Schlaf  - irgendwie war ich immer eine Schlafmütze! 

 Ich würde mich freuen, endlich einmal wieder mit dieser inneren Ruhe  schlafen  zu können...

Vorbei ....

Heute nun, folge ich Dir nicht mehr bedingungslos - ich spüre deine Worte: Kränkungen, ohne Ende!

Immer wieder, der Versuch von beiden Seiten, sich anzunähern ...

Ich befürchte, wie sind nun wirklich am Ende angekommen - müssen akzeptieren, das wir nicht die selbe Sprache sprechen ...

Ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen ...


Freitag, den 18.03.2022

Heute ist der Bescheid im Kasten, der mein zukünftiges Leben gestalten wird ....

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, aber diese Summe nun offiziell zu sehen, haut mich doch um ...

Hätte ich eine Wohnung in Hamburg zu bezahlen, würde ich ein Sozialhilfefall werden ...

Ein ganzes Leben, oft über die Kraft hinaus, geackert und zum Schluss bleibt nichts übrig ....

Ich bin echt angepisst ...

Meine Erinnerung geht zurück zu Omimi:  Sie war damals  - als  sie ihren Bescheid bekommen hatte - komplett in Tränen ausgebrochen und ich glaube, ich habe sie, das erste Mal richtig verzweifelt weinen gesehen.  Ich habe diesen Augenblick  niemals vergessen!

Ach Omi, nun bin ich dran - halte diesen Bescheid in meinen Händen und könnte in Tränen ausbrechen ...  zwischen deinen und meinen Tränen liegen so unendlich viele Jahre ...

Ich wünschte, dass du da wärst und dir meine Sorgen anhören und  mich in den Arm nehmen könntest ...

Alles wird gut werden und irgendwie geht es immer weiter ...

22.03.2022 

Mein Frickel  ist richtig schwer verletzt ...

Er hat durch eine unentdeckte Bisswunde eine mega Entzündung im Körper - Eiter ohne Ende - unfassbar!

... und ich bin erkältet, wie schon lange nicht mehr  ...

Ich weiß nicht, ob ich in  meinem Leben Fehler gemacht habe - irgendwie befinde ich mich in einer Schockstarre - alle zukünftigen Pläne vernichtet ...

 

Ich denke manchmal darüber nach,  dieses Land zu verlassen  - aber das ist auch völlig egal - egal wo, es wird nicht mehr Wertschätzung geben  - ich werde alt ...

 

Aber ich bin mir treu und mich macht nichts wirklich platt ...

25.03.2022

Heute ist "Herr Frickel" das erste Mal in unserem gemeinsamen Leben nicht auf dem Hof! Ich könnte eigentlich schlafen wie ein Murmeltier - er ist an einem Ort, an dem ihm ganz sicherlich nichts passiert und sollte ihm doch etwas passieren, dann kann ich ihm ganz sicherlich nicht helfen!

Oskar verbringt die Nacht in der Tierklinik ...

Minki hat sich komplett zurück gezogen - fast bin ich erschrocken! Normalerweise fängt sie z.B. lautstark und mit Nachdruck an, ihr "Abendbrot" einzufordern. Wir haben inzwischen eine ausgefeilschte Strategie miteinander erarbeitet ...

Heute ist absolute Stille ...

Alle Tierbesitzer werden wissen, wovon ich spreche -  die kleinen und großen Rituale, die dem Tierbesitzer so sehr ans Herz gewachsen sind - unsere Lieblinge gewöhnen sich schnell daran und machen uns immer wieder die Freude, dabei zu sein ...

Ohne "Herrn Frickel" scheint sich für Minki der Aufwand nicht zu lohnen!

Minki kann ja nun seit ca. 2 Jahren nur noch über den Geruch Kontakt zu Oskar aufnehmen - ich kann gar nicht glauben, das ihre Verbindung so stark sein kann, dass sie keine Lust mehr hat, mit mir ihre "Späßchen" zu machen ...

... und natürlich denke ich unaufhörlich an "Herrn Frickel" ...

Die Geschichte begann vor einer Woche, als er sich  humpelnd endlich  meldete. Wiebke fand ihn jammernd unter einem Busch und trug ihn nach Hause. 

Es bleibt abzuwarten, ob die Anämie und die bösen negativen Nierenwerte eine Konsequenz auf die Entzündung im Körper sind oder ob die bösen Werte, unabhängig von den Entzündungswerten zu sehen sind ...

Lange mit mir gerungen, ob ich  noch irgendwie einen Tag bei den Eisbären im Rostocker Zoo mit mir vereinbaren kann - Oskar ist so krank ... wie könnte ich mich da amüsieren gehen? Ich habe mir einen Tag abgezwackt - Wiebke war einverstanden!

Ich hätte für Oskar nichts tun können, außer ihn anstarren und mich davon überzeugen, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht....  

Und ja, als ich am nächsten Tag zu späterer Stunde nach Hause komme, gefällt mir der "Herr Frickel" gar nicht! Gegen 20:00 Uhr fahren wir wieder zum Tierarzt - er bekommt eine Spritze gegen seine Übelkeit - mehr lässt sich zur Zeit nicht wirklich machen. 

Am nächsten Morgen ist Herr Frickel guter Dinge - wir müssen sogar am Abend miteinander streiten: Oskar ist der Meinung, dass er in der Nacht seinen Job auf dem Hof langsam wieder aufnehmen muss und ich bin andere Meinung...

Gegen 2:30 Uhr kommt der Frickel runter und legt sich zu mir ins Bett - wie schön!

Bis ca. 4:30 Uhr sind wir dann in Betrieb: Oskar kotzt im 20 Minuten Takt was das Zeug hält ...

Ich putze hinter ihm her und versuche ihn zu trösten ...

Eine Stunde später "erblickt" Minki das Licht der Welt - Oskar und ich waren gerade wieder eingeschlafen!

Ich bin so müde _ Minki kann sich  gehackt legen - wir stehen heute ein klein wenig später auf!

30.03.2022 - Ein letztes Gehalt - die Corona Zulage noch eben mal mit abgefischt ... für Oskar - der Monat endet in einem                                          finanziellen Chaos!

Wir verabschieden den Monat März mit Dani ...

Habe ich heute für eine  Stange Porree über 25 Euro bezahlt, weil der Kassierer dachte, dies sei weißer Spargel  ....

" Wie schön dass du bei mir geblieben bist"

 13.04.2022 

Komme ich heute aus meinem Spätdienst ca. 20:45 Uhr  nach Hause, setze links den Blinker, um auf den Hof zu fahren und halte kurz inne!  Wo bin ich gerade rüber gefahren?

Ich lege den Rückwärtsgang ein  -  unser   "Hof - Eichhörnchen"  liegt tot auf der Straße!

Mir schießt die Hitze in den Körper - da liegt das kleine Eichhörnchen, mit seiner niedlichen weißen Nasenspitze in seinem Blut ...

Ich  mache das Warnblicklicht am Auto an und  suche nach irgendeinem Tuch , mit dem ich es erstmal von der Straße nehmen kann ...

Aber , ich bin aufgeregt und dem hinter mir fahrendem Autofahrer dankbar, dass er die Situation erkannt hat- er fährt im Schritttempo an mir vorbei!

Leider finde ich in meiner Aufregung kein Tuch - ich ziehe meine Jacke aus und wickel das tote Eichhörnchen darin ein!

Es trägt sich nicht schön ...

Es ist kalt und hart wie ein Gegenstand und hat überhaupt keine Verbindung zum Leben ...

 

... noch heute morgen, kam es an die Futterstelle und schlug sich die Wampe voll ...

 

Mein Spaten war irgendwann kaputt gegangen - nun gut, muss halt die Schippe herhalten!

Ich  versuche an mehreren Stellen ein Loch zu buddeln - es wird darüber  dunkel! Kaum, das ich  die erste Sandschicht abgetragen habe, befindet sich nur noch Schotter in der Erde ...

Mein kleines Eichhörnchen ist ja nun nicht so groß - dennoch scheint es mir nicht zu gelingen ein kleines Grab zu schaufeln ...

Ich muss  meine Kraft richtig bündeln ...

Und dann kommt der Augenblick, an dem ich mich vom Eichhörnchen verabschiede ...

Ich bin mega traurig und hoffe so sehr, dass unser Eichhörnchen keine unversorgten Babys hinterlässt ... 

 

Heute nun, baue ich - wie jeden morgen mit Herzblut meine Futterstelle auf - die Nüsslein für's Eichhörnchen sind nicht mehr notwendig - aber ich kann nicht anders - ich lege, wie jedem Tag zwei Walnüsse ins Vogelhäuschen und wünsche mir so sehr, dass sie am Abend nicht mehr da sind!

Aber Blödsinn - ich habe ja doch das Eichhörnchen beerdigt und natürlich liegen die Walnüsse völlig unberührt im Vogelhäuschen ...


Wir verlieren Esra ...


22.04.2022

Die Vorbereitungen für  meinen Besuch auf Helgoland laufen auf Hochtouren. Zugegeben, die letzten Tage waren emotional derart schwierig, dass sich zunächst so gar keine Freude einstellen wollte.

Im "Spurwechsel" haben wir uns von einer jungen Frau verabschieden müssen - "Macht haben" und "Macht ausüben" sind nicht das Gleiche ... Unschöne Situationen durch die gesamte Arbeitswoche  ...

"Herr Frickel" ist unterschiedlich drauf - es gibt Stunden, da finde ich, dass es ihm richtig gut zu gehen scheint! Kaum ist der Gedanke zu Ende gedacht, wirkt er so kraftlos ....

Ich schiebe alles beiseite - habe heute noch irgendein Flohmittel für die Sommermonate  vom Tierarzt besorgt! Das mache ich jedes Jahr zum Frühling ...

 

... traue ich mich  aber letztlich nicht, ihm zu geben, weil ich Angst habe seine Nieren weiter zu belasten ...

 

Vielleicht  kann ich die Dinge nicht mehr beeinflussen - mache ich mir Sorgen, um so ein kleines Flohmittelchen  - es könnte seine Nieren unnütz  belasten. Ich habe keine Ahnung - natürlich versucht man, nach so vielen Jahren gemeinsamer Alltagsgestaltung für sein Tier das Beste zu erreichen! 

Ich kann mit seinem Futter vielleicht noch eine  Zeit gegen steuern ...

 

Grundsätzlich ist er inzwischen viel drinnen - natürlich liebt er die offene Terassentür - kann er doch damit schalten und walten, wie er es möchte!

Nachts geht er  gegen 4:00 Uhr raus - meist wird er nur wach, weil ich zur Toilette muss - das nervt mich!

Heute Nacht musste ich ihn zweimal retten gehen - ich konnte nicht sehen, mit wem er im Clinch war ... 

 

Nun, mir fällt es schwer in den Urlaub zu fahren und sie hier  - trotz bester Versorgung - zurück zu lassen. Ich werde sie vermissen ...

... und so ist jeder Urlaub ein kleiner "Angang"

03.05.2022                        mit "Herrn Frickel" zum Tierarzt   …   

... nun ....   

"Herrn Frickels" Werte haben sich nicht verbessert  - die Anämie ist unverändert - die Nierenwerte  minimal verbessert! Es ist davon auszugehen, dass mindestens 70% seiner Nieren nicht mehr funktionstüchtig sind. Für einen Kater, der sich als "Warmduscher" definiert und nun strikt sein Nierenfutter zu sich nimmt, könnte das noch ein wenig Lebensdauer beinhalten ...

Herr Frickel aber, hat einen Job zu machen und der "Lüggeshof "ist ja nun auch nicht gerade klein - da steht immer auch ein wenig Stress ins Haus!

Hinzu kommt, dass sich Herr Frickel zwischendurch natürlich auch einen kleinen Bonbon gönnt ...

... er weiß nicht, wie sehr er sich damit schadet ...

Ich habe entschieden, dass wir nicht versuchen gegen zu steuern ...

"Herr Frickel" soll so lange es geht, seinen Job machen, seine Pausen genießen und sich zwischendurch Bonbons gönnen, wie er das für richtig hält! 

Immer mal wieder blitzt es in meinem Kopf auf:    "Ich will ihn aber nicht gehen lassen!"

Es kostet mich ein wenig Kraft bei meiner Entscheidung zu bleiben und "Herrn Frickel" die medizinischen  Untersuchungen zu ersparen ...

aber vielleicht will ja auch Oskar nicht gehen und steuert mit seiner Kraft dagegen ...

04.05.2022                      mit Minki - Pinky zum Tierarzt  ...

06.05.2022                   "Unser Igel  hat die Farbe gewechselt  - er ist jetzt Schwarz/weiß"

04.06.2022                  Oskar baut weiter ab ...

In den letzten Wochen habe ich sehr viel Zeit damit zugebracht für Oskar Futter zu besorgen, dass sowohl auf seine Nieren Rücksicht nimmt, als auch seinen Geschmack ein wenig trifft.

Ergebnislos - seine Erkrankung steht ihm mittlerweile "im Gesicht" geschrieben ...

Es ist auch mega Scheiße, dass er sich  statt dessen draußen irgendein Futter sucht - manches davon frisst er nicht mehr, manches davon finde ich in irgendeiner Ecke der Wohnung wieder!

Ich bin mit meinen Gefühlen hin und her gerissen. Ich möchte noch so viel Zeit mit ihm verbringen - ich möchte diese Zeit  aber auch mit ihm genießen ...

In den ersten Wochen seiner Erkrankung brauchte es Akzeptanz  und den Glauben, das Richtige zu tun...

Akzeptanz, das er so ist, wie er ist!

Akzeptanz, das er so lange bei mir bleibt, wie er kann!

Akzeptanz, die "bösen" Tage mit ihm zu verbringen, ohne doof oder traurig zu werden!

Glaube, das er mich nicht verarscht ...

Glaube, das ich meine Kraft für ihn bestmöglich einsetze - alles für ihn zu tun, was sinnvoll ist!

Wissen , das ich bei ihm bin ...

 

Am Freitag habe ich in Absprache mit meiner Tierärztin besprochen, das Oskar ein wenig Cortison gegen seine Übelkeit nehmen kann ...

Wir waren uns einig, dass wir uns eher 3 Monate Zufriedenheit und  harmonisches Abschiednehmen  gönnen, als 6 Monate ununterbrochener Stress... 

Das Cortison belastet seine Nieren natürlich, all die Scheißmedikamente gegen Flöhe und Zecken im Sommer ebenfalls...

 

Ich weiß, dass es etwas Mut braucht, einem Tier seine Lebensqualität zu lassen und sich selbst mit seinen Wünschen und Hoffnungen zurückzunehmen!

 

9.06.202                "Brausepaul" ist gestorben - ich bin unendlich traurig!