Freizeit 2016 - 1

Besuch im Timmendorfer Vogelpark - 6.02.2015

Mein erster Ausflug in diesem Jahr!  Bislang hatte ich entweder die Zeit oder die Kraft nicht gefunden –  aber so soll es nicht weiter gehen. In diesem Jahr habe ich einige Pläne und hoffe sehr, dass es mir gelingt sie umzusetzen.

Ich  starte kurz nach 8:00 Uhr – der Wetterbericht hat trockenes Wetter angesagt. Musik an  und kräftig mitgesungen – es hört ja niemand!

Ich komme super gut durch – um Lübeck gibt es zwei Baustellen  …. wahrscheinlich werden sie wieder für sehr lange Staus an den warmen Sommertagen sorgen – heute aber sind sie frei und ich bin in 90 Minuten in Timmendorf!

Bevor ich an den Strand gehe, fahre ich in den Vogelpark  - das erste was ich sehe ….. ist ein Storch!

Er sitzt auf seinem Horst oder doch zumindest das was es wohl mal werden soll.

Bevor man den kleinen Fußweg zum Eingang des Vogelparks antritt befindet man sich direkt in einem Naturschutzgebiet. Diese Fläche ist von den Regengüssen der letzten Zeit komplett zu einem See heran gewachsen. Unzählige Enten schwimmen darauf und über dem ganzen thront mein Freund: der Storch!

Es ist der Erste, den ich in diesem Jahr sehe – vielleicht ist er ja gar nicht weggezogen – war der Winter bisher so mild. Das weiß ich nicht … aber die Tatsache, dass er es sich hier gut gehen lässt, macht mir Freude!

 

Auch ein Greifvogel ist unterwegs – ich gebe mir Mühe, aber er ist zu weit entfernt! Im Vogelpark selbst, fliegt er mir fast vor die Füße. Ich bin aufgeregt – er ist es auch … kaum einen Blick geworfen ist er auch schon wieder fort!

Allmählich gehe ich meinen Weg Richtung Eingang – tatsächlich die Tür ist offen. Ich suche die Kasse – plötzlich geht irgendwo eine Tür auf – ein Mann steht vor mir und fragt mich, ob ich die Kasse suche?   …. JA !...

Er geht voran – drinnen sitzt ein weiterer Mann – die Tonlage ihrer ersten Worte sagt mir „Sie sind schwul“ – sofort fühle ich mich gut aufgehoben – ich kaufe eine  Eintrittskarte und bin die einzige Besucherin im Augenblick!

Einer der beiden Männer hat einen mittelgroßen Hund – er begrüßt mich und sein Herrchen erklärt sofort, dass er sein Sonnenschein sei!

Der Lütte wuselt um mich herum und verlässt mit mir das Haus!

 

Später beobachte ich, dass er wider vor der Tür steht und mit einem kurzen Bellen um Einlass bittet – ich schaue mir das Szenario an und ja, die Tür geht auf und Herr Puschel geht ins Haus zurück!

Diese beiden Pfauen haben mich lange beschäftigt – sie sind so dicht an mich heran gekommen, dass ich sie mit meinem Objektiv nicht mehr fotografieren konnte. Fast hatte ich Sorge, dass sie auf mir herum turnen wollten – in der Überlegung, ob ich vielleicht für irgendetwas brauchbar sein könnte. Nun, das wurde mir unheimlich  und ich bin aufgestanden. So wird wohl nie ein guter Tierfotograf aus mir – wenn mich in den entscheidenden Momenten die Angst überkommt!


Nach dem Besuch im Vogelpark bin ich ans Brodtener Ufer gefahren. Der kleine Parkplatz ist recht voll - verwundert mich etwas .... so schön ist das Wetter ja nun auch nicht! Das Brodtener Ufer ist eine Steilküste, an deren Hängen im Frühjahr die Uferschwalben brüten. Im Winter soll es den Meeresenten gute Futtermöglichkeiten bieten. Bin ich also gespannt - aber außer einer großen Menge Blässhühner gibt es nicht wirklich was zu sehen. Einen Haubentaucher und einen Zwergsäger - naja, dafür ist die Landschaft ganz schön!


Zum Abschluss des Tages muss ich selbstverständlich noch nach Timmendorf rein. Erst gehe ich mal ganz gemütlich auf "meine" Toilette bei Famila - kaufe ein paar Lebensmittel ein. Im Sommer bekommt man ganz hervorragende Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und was das Herz sonst noch so begehrt. Das gibt es nun heute noch nicht - kaufe ich also was anderes. Seit Neustem stehe ich auf Kokosmilch - sehr lecker. Ich gehe durch den ort, schaue mir ein wenig die Geschäfte an und lande am Strand. Auch hier ist wirklich jede Menge Volk unterwegs - es sieht alles sehr harmonisch aus. Da hätte ich nun doch ganz gerne mal jemanden an meiner Seite gehabt. 


Köthener Bruch - Singschwäne


18.03.2016 - die "Ovation of  the Seas" in Hamburg!

Da kommt dieses Dicke Fette Teil doch tatsächlich zu so beschissener Zeit nach Hamburg rein und verlässt zu noch beschissenerer Zeiten den Hafen auch wieder – das ich nicht dabei seien kann!

Ich ärgere mich ganz schön – aber egal, der Körper spielte eben nicht mit – das muss ich tragen – es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Schließlich wird man ja nicht jünger!

Auf alle Fälle bin ich am Samstag im Hafen. Wie immer fahre ich über die Köhlbrandbrücke – würde so gerne von hier oben mal ein paar Bilder machen. Aber Fußgängern ist die Brücke verboten – schade!

In Steinwerder angekommen, sehe ich die Aida liegen – schaue ich mir natürlich auch noch an. Während ich mal wieder meine Brille suche, sie ist mir irgendwo in den Sand gefallen, sehe ich weiter hinten eine Nilgans. Ich halte den Fotoapparat drauf -  sehen tue ich ja nichts! Kurz bevor ich die Suche nach meiner Brille aufgeben will, finde ich sie … oh, ich bin so froh – die Ovation hätte ich ja vielleicht noch ohne Brille gesehen, aber nicht die Einstellungen auf meiner Kamera!

Zufrieden fahre ich zum alten Elbtunnel und bekomme doch tatsächlich den ersten Parkplatz vor den Türen!

 

Das kann ja nur gut werden!

Da hinten liegt die Aida - aber wo liegt meine Brille  auf dem Acker!


Die Aida Mar in Steinwerder und wer genau hinschaut sieht auch schon von Weitem die Ovation im Dock von Blom und Voss!


Sonntag, 20. März 2016 Workshop mit und von Annett Mirsberger 

Annett Mirsberger – eine Frau mit Charakter !

Ich freue mich, auf meinen zweiten Workshop bei ihr – meine Nervosität im Vorfeld gehört dazu:

Workshop für „Fortgeschrittene“ --- hoffentlich lehne ich mich nicht zu weit aus dem  Fenster!

Letztlich ist die Truppe einfach nur toll und Annett weiß alles gut zu dirigieren.

 Ja, es scheint  mir …. als wären wir die Philharmoniker und Annett unser Dirigent!

 

Der Tag hat Spaß gemacht!


Heute nun - Anfang April -  starte ich mit einem neuen Objektiv in den Fotosommer 2016. Ein Objektiv mit 600mm Brennweite und entsprechend schwer. Ja, ich werde noch ein bisschen üben, aber aus freier Hand wird das wohl nichts. Das bedeutet, dass das Objektiv stets auf ein Stativ gestellt werden muss und „Schnappschüsse“ damit nicht machbar sind.

 

Obwohl ich ein ganz gutes Stativ habe, werde ich mich noch einmal damit beschäftigen. Fliegende Vögel z. B. in der Flugschau sind mit meinem jetzigen Stativ nicht gut zu machen – das ist letztlich nicht beweglich genug. Ich bin gespannt, wohin es geht.


23. April 2016 - Bremerhaven

Heute nun bin ich endlich nach Bremerhaven gekommen, um mir das kleine Eisbärbaby anzusehen. Der Weg dorthin war etwas beschwerlich, weil ich rechts von links nicht unterscheiden konnte und ständig irgendwo war, wo ich nicht hätte sein sollen!

Wenn ich zu diesem Zeitpunkt schon geahnt hätte, wie sich meine Rückfahrt  gestaltet, dann hätte ich mir vielleicht gewünscht, gar nicht los gefahren zu sein.

Endlich angekommen, startete ich den Tag im „Zoo am Meer“. Er ist wirklich sehr klein und in einer Stunde hat man alles reichlich gesehen. Aber er ist sehr schön aufgemacht – gewissermaßen in Stein gemeißelt.

Auf dem Parkplatz bekomme ich den letzten Platz und das obwohl ich heute um 6.00 Uhr aufgestanden bin. Ja, so ist das, wenn man sich denn erst noch ein wenig die Gegend anschauen muss.

Meinen Bollerwagen kann ich hier leider nicht brauchen – alles ist zu eng und immer wieder Treppen.  So verstaue ich also alles irgendwie und marschiere los. Auch mein neues 600ter! Nur das Stativ lasse ich im Auto, in der Hoffnung es beim Fotografieren irgendwo abstützen zu können. Nee – geht nirgendwo. Zunächst versuche ich es aus der Hand, aber das ist doch zu wackelig – zumal ein kräftiger böiger Wind weht. Also wieder zurück zum Auto und auch noch das Stativ geholt.

So nun bin ich gut ausgerüstet und bereit meinen Platz vor Lilly zu behaupten! Das gelingt mir auch und das große Objektiv hilft – sie halten Abstand, das ist gut!

Später laufe ich noch durch den Hafen bis zum „Container Ausblick“ – es gefällt mir super gut. Leider habe ich das Weitwinkel zu Hause vergessen, muss es also so gehen. Ich  fotografiere aber auch ein bisschen mit dem Handy – bin gespannt. Als sich auch noch zu meiner großen Freude zwei Austernfischer fast unmittelbar vor mir nieder lassen, ist meine Welt in Ordnung. Ich bin total vertieft, als ich angesprochen werde: Ob ich von hier komme. Nee! Ach, wie schade – wir hätte gerne gewusst, was all diese Schiffe hier so machen. Nein … leider, da kann ich nicht helfen. Ach, es ist aber auch so ein schönes Wetter heute…... Wenn die Herrschaften jetzt nicht gleich weiter gehen, wird es für sie gleich anfangen zu regnen: Mir fliegen womöglich die Austernfischer davon!

 

Als ich gegen 18:00 Uhr wieder am Auto ankomme, bin ich ernsthaft durch. Aber es war ein schöner Tag!

Start


Vollbepackt wie ein Esel - aber eben ohne Stativ komme ich bei Lilly an. Sie läuft gerade etwas hin und her und ich beeile mich meine Kamera heraus zusholen. Fange mit der 200 Brennweite an - das ist mir zunächst sicherer. Leider wie so oft, gibt es einen Schutzzaun - der direkt auf meiner Augenhöhe endet. Wie blöd, dass ich nicht ein bisschen größer bin. Ich versuche mich zu strecken, schaue mich nach einem Stein um, auf den ich mich stellen könnte - nichts!

Hier nun habe ich Ausschnittsvergrößerungen, indem ich den Zaun praktisch ausgeschnitten habe.  Die Bilder sind scharf genug, sodass es der Qualität nicht allzu sehr schadet.

Nach dem Rundgang wird es sich bei Mutti gemütlich gemacht - ich bin noch immer mit meinem 200ter unterwegs und ggf. mit Bildausschnitt!

Nachdem Lilly und Mutti  Valeska sich zur Ruhe gelegt haben, wechsele ich das Objektiv. Das ist nicht ganz leicht zwischen der Menschenmenge - fast gerate ich ein wenig in Stress - man weiß nie ... Menschen in Zoos sind unberechenbar ... vor allem ihre Kinder!

Hier nun habe ich das 600ter - kein Ausschnitt - versuche es aus der Hand zu halten. Das wird nichts ... Bild ist unscharf und nach dem fünften Bild wird es nicht besser. Objektiv wird immer schwerer. 

Ich gehe zum Auto zurück und hole das Stativ!


Gerade ale ich zurück komme - ich denke, sie haben auf mich gewartet und mir vor allem damit noch ein gutes Plätzchen gesichert - hatt Lilly Hunger. Nun habe ich ja zwar das Stativ dabei, aber keine Zeit mehr für irgendein Wechsel der Objektive ... also weiter gehts mit dem 200er

Erschöpfung - Lilly ist satt!

Hier nun noch ein paar Bilder mit dem 600ter Objektiv.

und tschüss .... nun verlasse ich den Zoo - Lilly war toll, der Rest eher etwas nervig. Wieder soviele schreiende Kinder - Mütter ,die sich mit ihren fetten Kinderwagen durch die engen Felsenwege drängeln - eine will nach rechts ... die Andere will nach links .... nichts geht mehr und ich stehe "geduldig" hinter ihnen  und warte darauf, dass sie eine Lösung finden, wie sie aneinander vorbei kommen!

Sehr nervig. 

Also ich habe Lilly gesehen - dass hat mich gefreut - aber jetzt wird es Zeit, dass ich mich meinem Ruhebedürfnis zu wende und ganz schnell gehe.

..... mein Weg führt mich in den Hafen - dort ist es total still - kaum ein Mensch ist unterwegs - auch hier gibt es tolle Bilder zu machen. 

Da ich meinen Weitwinkel vergessen hatte, habe ich es mit dem Handy versucht ....

.... und wieder zurück 

27. April 2016 -Die MSC Splendida zu Besuch in Hamburg

Heute habe ich einen freien Tag – ich will nichts Schweres machen. Möchte einfach ein bisschen Ruhe und viel schlafen. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht mehr richtig wach werde. Ja, immer für ein paar Stunden und dann merke ich, dass der Körper schwer wird. Vielleicht ist das mein Lebenslauf. Schon als ich in die Schule kam, musste ich am Nachmittag in den Kindergarten gehen und mich dort erst mal ein wenig auf die Pritsche hauen. Offenbar hat sich da bis heute nichts geändert – nur dass es keinen Kindergarten mit Pritsche mehr  gibt … für mich jedenfalls!

Aber heute ist das Wetter scheiße – es ist kalt und es regnet unaufhörlich. So habe ich mir vorgenommen, heute meinen persönlichen Kindergarten mit Pritsche wieder aufleben zu lassen.

Bevor ich mich wieder hinlege, will ich aber doch noch das Programm zum Hafengeburtstag studieren – hatte ich doch gerade gelesen, dass der Storchenhof davon ausgeht, dass Albert  Anfang Mai nun endlich in Loburg eintreffen könnte.

Ich überlege, was ich während der Zeit des Hafengeburtstags ausfallen lassen könnte, um vielleicht ein weiteres Mal nach Loburg fahren zu können. Ich würde so gerne dabei sein, wenn Albert sicher und wohlbehalten auf seinem Host landet.  Na mal sehen, wie ich das mache?

Heute nun jedenfalls studiere ich die Schiffe, die in den Hafen kommen und stelle fest, dass ich die Ankunft der Splendida  nicht mitbekommen habe. Noch liegt sie in Steinwerder – soll ich rüber fahren? Ich bin unsicher! Köhlbrandbrücke  teilweise gesperrt, Regen, Kälte - naja und meine Kindergartenpritsche!!!!

Das letzte Mal, als ich die Splendida sehen wollte, goss es auch in Strömen. Sie fuhr gemeinsam mit der Queen Mary … Seite an Seite … aus dem Hafen. Es war gigantisch und wird unvergessen bleiben…. nur leider mega nass, sodass die Bilder kaum etwas geworden sind – ich musste ja auch ein bisschen meine Kamera schützen. Außerdem hatten die Leute alle wieder ihre Schirme aufgespannt und nahmen mir damit die Sicht.

Ich erinnere mich noch genau, bepackt mit Stativ und Rucksack … nass bis auf die Knochen … ging ich von Altona zum Alten Elbtunnel zurück. Ich wusste gar nicht mehr, ob ich noch irgendetwas in mir spürte. Da klingelte das Telefon … es war ein Mitarbeiter aus dem Irrenhaus – der Nachtdienst hatte sich um 20:00 Uhr krank gemeldet – was soll nun geschehen. Ich hatte alle Mühe sachlich, fachlich zu bleiben.

Heute nun also liegt die Splendida wieder im Hafen … und wieder ist das Wetter Grotten schlecht!

Dennoch: Das halte ich nicht aus … ich mache mich also fertig und vertröste meine Kindergartenpritsche auf später.

Während der Fahrt nach Hamburg kann man stellenweise die Hand vor Augen nicht sehen und ich bin noch immer nicht ganz sicher, ob mein Entschluss gut ist. Aber andererseits weiß ich, dass ich mich den ganzen Tag ärgere, wenn ich es jetzt nicht versuche. Also will ich es versuchen.

Ich bin dick angezogen, mit Strumpfhose und gefütterter Jeans – mehreren Pullovern – einer Wollmütze etc.  - nur die Handschuhe habe ich vergessen – das wird mir nach einigen nassen Stunden am Hafen schmerzhaft bewusst.

Zunächst fahre ich nach Steinwerder – ich habe mir eine andere Fahrstrecke über Veddel heraus gesucht … da liegt sie nun also!

Wie immer parke ich am alten Elbtunnel und laufe auf die andere Seite rüber – es macht mir Spaß!

Die Splendida soll um 19:00 Uhr Hamburg verlassen – um 20:30 laufe ich völlig durchgefroren zum Elbtunnel zurück und bin doch etwas traurig. Ich hatte so einen tollen überdachten Platz diesmal und stand angesichts des schlechten Wetters dort völlig allein – das wäre es gewesen. Aber leider legte der Pott nicht ab und meine  Sorge noch auf die andere Seite der Elbe zu müssen, ließ mich dann doch zügigen Schrittes den Schauplatz verlassen. Schade!

Auf dem Rückweg bin ich noch kurz über Steinwerder gefahren und siehe da, da lag die Splendida noch immer  - hell beleuchtet … aber ohne Fahrt.

Zuhause angekommen, springe ich an den Rechner und schaue nach wo sich die Splendida befindet -  es ist 22:25 Uhr und sie hatte vor 5 Minuten abgelegt.

 

Da war ich dann doch froh, dass ich nicht länger gewartet hatte.