Freizeit 2019 - 1

22. Januar 2019 - heute nun will ich endlich und wirklich den Nachwuchs bei  Hagenbeck persönlich anschauen. Eigentlich machte mein Herz einen Freudensprung, als ich zu Weihnachten von dem kleinen Nachwuchs in Hagenbeck hörte - konnte ich doch zur Zeit sehr flexibel und unabhängig auf solche Ereignisse reagieren, dachte ich jedenfalls...

die Realität sah leider so aus, dass ich nur unter Schmerzen bis zur Toilette kam und ich jeden morgen, das Projekt "Zoobesuch" auf den nächsten Tag verschieben musste ...

Heute nun hatte ich alles gut vorbereitet und obwohl ich zunächst daran zweifelte bis nach Hagenbeck zu kommen, wollte ich es einfach nicht weiter unversucht lassen. Ich hatte mein Gartenklappstühlchen - welches mich früher unzählige Male mit nach Walsrode begleitete, bereits im Auto  und den Gedanken, dass ich es ganz langsam, mit meinen Krücken bis zum Eingang schaffen würde, ganz fest im Kopf!

Und so kam ich an und sah den Kleinen sofort. So einen kleinen Elefanten habe ich noch nie gesehen - ich saß auf meinem Klappstühlchen viele Stunden und Santosh und Raj (ehemals Brausepaul geb.: im Mai 2018) faszinierten mich Stunde um Stunde ...  

Irgendwie ist es bei den Elefanten auch nicht so viel anders, als bei den Menschen.  Santosh ist total müde und eigentlich fertig mit dem Tag heute. Wo immer er ein bisschen Heu findet, legt er sich hin - aber schon nach kurzer Zeit, plagt ihn der Gedanke irgendetwas zu versäumen - irgendein Körperteil  zuckt immer! Als ich schließlich gegen 15:30 Uhr das Elefantenhaus verlasse, liegen sowohl Santosh als auch Raj völlig regungslos im Heu - da geht für heute gar nichts mehr!

23.02.2019

Nachdem ich mich über viele Wochen kaum bewegen konnte, genieße ich  heute meinen Ausflug mit Joice  so sehr. 

28.02.2019 - 60ig Jahre und kein bisschen weise ... in St. Peter - Ording

Lani mit Sorgenfalten ... Mutti ist kurz einen anderen Weg gegangen 


Im Tierpark Hagenbeck fühle ich mich derzeit richtig wohl ... ich lerne andere Menschen kennen, wir unterhalten uns  - alles ist sehr entspannt.

Regelmäßig fahre ich nun dort hin - meine Jahreskarte macht die Dinge so viel leichter!

9.03.2019 

Heute will ich noch ein paar Bilder von Santosh und Raj beim Baden machen. Ich stehe früh auf und komme pünktlich los. So früh am morgen ist auch die Parkplatzsuche kein Problem.

Bei den Elis angekommen, fühle ich mich schlapp und mega müde. Ich nehme mir vor, nicht so lange zu bleiben.

Santosh und Raj sind echt putzig - man kann ihnen ewig zuschauen. Sie toben durch die Halle. Santosh "besiegt" Raj - Raj ist so ein toller Bruder! Er lässt alles mit sich machen ...

Ins Wasser springen die Beiden dann heute leider doch nicht mehr. Sie gehen gegen 11:00 Uhr bereits auf die Außenanlage - eine Stunde ca. früher als sonst. Und es ist ihnen deutlich anzumerken, dass sie die letzte Stunde eigentlich nur mit Warten auf diesen Moment zugebracht haben. Wäre ich wie sonst, erst gegen 11:00 Uhr eingetroffen, hätte ich sie in der Halle gar nicht mehr angetroffen. Darauf muss ich mich in Zukunft einstellen. Sehr wahrscheinlich bedeutet dass, dass die Badesaison in der Halle weitestgehend beendet ist.

Wegen meiner Schulter Op wird ein nächster Besuch frühestens im April möglich sein.  Es kommt natürlich auf das Wetter an. Sollte es noch kalte und frostige Tage im April geben, werden die Elis sicherlich noch länger in der Halle sein. Wenn es aber nur regnen sollte, dann geht es raus auf die Außenanlage. Hier hat Santosh seinen größten Spaß. 

Ich bin so froh, dass ich mich trotz meines zunehmendem Unwohlsein noch ein wenig auf der Außenanlage aufhalten konnte.

Santosh war - wie ein kleines Kind - übermütig und die Tierpfleger hatten echt Mühe ihn etwas zu begrenzen. Es war zum Brüllen komisch. Wie schade, dass ich nicht mehr hinkomme. Vielleicht nimmt mich ja mein Nachbar mal einen Tag mit nach Hamburg rein. Er startet zwar schon um 6:00 Uhr. Aber ich denke, dass ich froh sein werde, mal was anderes zu sehen.

Als ich gegen 13:00 Uhr nach Hause komme, "explodiert" mein Körper. Der Blutdruck ist so niedrig, dass ich mich noch auf dem Flur hinlegen muss. Später komme ich bis in mein Bett und schlafe bis zum nächsten morgen durch.

Heute geht es mir wieder besser, obgleich der Blutdruck noch immer sehr niedrig ist - nach der Malesche von gestern, gehe ich heute kein Risiko ein und bleibe zu Hause.

Zwischenzeitlich wird es mir bange - was ist los mit mir?

Heute nun kann ich wieder etwas positiver denken. Der Rücken ist weitestgehend in Ordnung - die Beine gewissermaßen in Behandlung. Nun kommt noch die Schulter - möglicherweise auch noch die Zweite. Man wird sehen. Dann - Mitte Mai - eine weitere unschöne Kontrolle. Danach sollte es vorbei sein. 

Über die gesamte Zeit wird mich die Reha begleiten und ich bin echt gewillt, meinen Körper in Ordnung zu bekommen. Ich könnte hier eine neue Seite eröffnen "Tagebuch einer Krankengeschichte" oder so - aber das will ich nicht. Trotzdem werde ich immer mal wieder ein paar Einträge machen und meinen Fortschritt dokumentieren!

Hagenbeck mit Andrea ...


Endlich schaffe ich es beim dritten Anlauf Andrea zu begleiten. Ich freue mich so sehr! Und dann folgt die bittere Erkenntnis: Bereits der zweite Tag "bricht mir das Genick"!

Ich kann mich streckenweise kaum noch auf den Beinen halten: Mein Körper spielt verrückt!

Wir starten Dienstag früh. Ich bin unruhig wegen der ganzen Baustellen auf dem Weg nach Cuxhaven. Es wird wohl besser sein, die Autobahn komplett zu meiden. Über den Falke Routenplaner suche ich mir eine Strecke über Land aus. Sie führt durch Haverbeck, Welle, Tostedt und vorbei an Sittensen. Bis hier kenne ich mich gut aus - war ich doch schon so oft im Moor Kraniche gucken!

Aber auch die weitere Strecke über Land ist gar nicht schlecht und sicherlich weniger nervig, als die Fahrerei, von einer Baustelle zur Nächsten - nur zum Schluss habe ich einen LKW vor der Nase, den ich nur schlecht überholt bekomme.  Da ich aber solche "Gefahren" eingeplant habe und bereits um 5:30 Uhr von zu Hause gestartet bin, ist das Hinterhergezuckel zumindest zeitlich in Ordnung.

Eigentlich macht es mir Spaß in den Tag hinein zu fahren - zu sehen, wie sich der Alltag im Straßenverkehr entwickelt ...

 

Meine Begleitung kommt aus Schleswig-Holstein und nutzt für ihre Anfahrt die Fähre Wischhafen.  Der Schreck fährt ihr in die Glieder, als sie dort ankommt und feststellt, dass es sehr voll dort ist: hoffentlich kommt sie überhaupt mit der nächsten Fähre mit.

Letztlich klappt alles ganz wunderbar. Wir hatten uns bei Mc Dreck verabredet, um dort noch einen Kaffee zu trinken und vielleicht ja auch, um emotional vor lauter Vorfreude etwas runter zu kommen. Unsere erste Begrüßung erfolgt auf der Toilette - wo auch sonst ...

Es hat den Eindruck, dass da doch etwas kaputt gegangen ist ...

Auch am Fähranleger klappt alles wunderbar. Die "Helgoland" ist ein tolles Schiff!   Die Überfahrt hätte schlimmer kommen können. Die Besatzung fing zwar an die Kotztüten zu verteilen und man sollte nicht unnötig hin und her laufen - aber uns ging es gut. 

Auf Helgoland angekommen müssen wir vom Südhafen mit unserem Gepäck zum Hotel auf das Oberland. Ich ahne schon, dass ich im Fahrstuhl  wieder meinen mega schweren Rucksack abnehmen muss. Das ist für mich zur Zeit eine absolute körperliche Herausforderung. Erst komme ich mit den Armen nicht raus und dann bringe ich mich beim Aufsetzen halb um. Die Rucksackschlaufen verheddern sich irgendwie am Mantel , scheinen wie festgenäht zu sein - nichts bewegt sich! Der pure Schweiß steht mir auf der Stirn. Ohne Hilfe würde ich wahrscheinlich noch immer dort stehen und versuchen mit meinem Rucksack klar zu kommen. 

Endlich kommen wir im Hotel an. Wir haben wieder das Zimmer vom Vorjahr - es ist ein bisschen, wie nach Hause kommen! Echt schön - ich freue mich auf die vor uns liegenden Tage und auf das mega tolle Frühstück.  Schnell die Sachen irgendwie im Zimmer verteilen und rauf auf den Lummenfelsen: Und ja, da sind sie!

Es sind noch sicherlich nicht alle Basstölpel wieder vor Ort. Aber mehr, als ich mir um diese Zeit vorgestellt habe. Ihr Gekreische ist wunderbar. Leider ist es auf dem Felsen unheimlich windig und es ist richtig kalt. In recht kurzer Zeit bin ich durch alle meine Klamotten durch nur noch kalt. Es ist schwierig ein vernünftiges Bild zu machen - auch weil der Wind so sehr am Körper zieht, dass ich kaum meine Kamera still halten kann. Das macht dann nun doch nicht so einen großes Spaß und wir gehen zurück in den Ort. Immerhin haben wir für heute einen Anfang!

Erstaunlich, das trotz der Wetterverhältnisse doch noch ein paar Bilder verwertbar sind. 

Die Basstölpel sind in ihrem Sozialverhalten so ausdrucksstark, dass man zu jedem Bild einen kleinen Text schreiben könnte.

 

Ihr Repertoire an Verhaltensweisen ist groß ... aber man muss auch aufpassen, dass man es nicht allzu sehr unter dem menschlichen Blickwinkel definiert. Aber gerade hierin liegt ja der eigentliche Spaß. Natürlich weiß jeder, dass für die Verhaltensweisen unserer Tiere eher die Evolution "verantwortlich" ist, als ein guter oder schlechter Charakter.  Dennoch macht es mega Spaß, aus ihren "Gesichtern" menschliche Gedanken, Verhaltensweisen abzuleiten.

Sie sind irgendwie sehr zänkisch und kontrollierend dominant - einen Hauch ins narzisstische scheinen sie auch zu haben. Mit den "Brautgeschenken" nehmen sie es nicht so genau. Da wird schon mal vom Nebenbau ein wenig Seetank abgezogen und für das eigene - hart gesuchte und umkämpfte Gold - der Auserwählten gebracht. Bei allem was sie  tun, wirken sie letztlich aber so liebenswert, immer am Ganzen orientiert. Basstölpel leben in riesigen Brutkolonien und da ist es wie mit den Geschwistern.  Wie schade, dass die Basstölpel schon zu Beginn der Brutsaison wieder ihr Nest mit diesen dämlichen Seilen und Netzen bauen.  Am liebsten würde ich einfach über die Absperrung klettern und es weg nehmen. Aber dies wäre ein hoffnungsloses und auch tödliches Unterfangen. Ich wünsche mir sehr, dass es bald diesen Mist in unseren Meeren nicht mehr gibt!

Am zweiten Tag startet der Tag mit einem mega tollen Frühstück. Ich hatte mich seit Monaten darauf gefreut . Es gab Lachs und Matjes, Rührei, Spiegelei und Eiersalat, leckeren Käse, Morzarella mit Tomate  und köstliches Brot - mein Traum war endlich wieder in Erfüllung gegangen!

Mit der ersten Fähre fahren wir dann auf die Düne rüber. Ich freue mich riesig - endlich bin ich wieder da!

Schon nach wenigen Minuten wissen wir, dass wir heute Robben satt zu sehen bekommen. Die Düne ist voll  und ich bin sprachlos. Langsam kribbelt es mir im Kopf  vor Aufregung!

Leider ist das Wetter scheiße. Es ist kalt, windig und regnet leise vor sich hin.  Ich habe meinen Rucksack  mit und mein Berlebach Stativ . Die Mütze habe ich leider  zu Hause vergessen.  Am Fähranleger gibt es genug Geschäfte, die Mützen, Schals und Handschuhe verkaufen. Aber angesichts meiner finanziellen Situation verzichte ich auf eine neue Mütze. Ich habe ja an meinem  Mantel eine Kapuze, die mich wärmen kann.

Da ja nun die Robben und Seehunde in großer Zahl an der Wasserkante liegen - müssen die Menschen weiter oben im Sand laufen. Das ist natürlich anstrengend, aber egal ...

Meine "Bergsteigerschuhe" sind  kaum auszuhalten. Sie sind nicht für den Strandlauf  gemacht. Wusste ich doch aber Zuhause nicht, welche Schuhe ich anziehen hätte sollen. Die Gummistiefel schienen mir unpassend und außerdem wollte ich nicht riskieren, dass der Frühstücksservice im Hotel mir einen Arzt holt, wenn ich mit den Dingern an den Frühstückstisch komme. Ich kann nur ein paar Schuhe mitnehmen! Schließlich hatte ich mich für die "Bergsteigerschuhe" entschieden und mir damit keinen Gefallen getan!

Die Lauferei im tiefen Sand mit den Bergsteigerschuhen, der Fotoausrüstung auf dem Rücken und der winterlichen Garderobe war schon allein eine Herausforderung für mich. Dazu kam leider das recht klägliche Wetter. Die Windböen schossen mir in den Rücken und ich hatte schon etwas Mühe, auf den Beinen zu bleiben

Nun sollte das Ganze ja aber nicht nur ein Überlebenstraining werden! Wir waren hier her gekommen, um tolle Bilder zu machen. Von Seiten der Robben waren die Wetterbedingungen für ein gutes Gelingen durchaus gegeben.  Sie spielten miteinander und vermutlich hatten sie Bock schon jetzt für ihren Nachwuchs, um die Jahreswende zu sorgen. So wunderbare Motive hatten wir vor Augen. 

Ich versuchte mein Berlebach Stativ in den Sand zu stellen, um Kamera und  Objektiv Halt zu geben. Ich kann noch immer mein Objektiv nicht Freihand halten.  Aber der Sandboden war uneben und mein Stativ stand ständig schief ... mit Armkraft versuchte ich dem Problem entgegen zu steuern.

Manche Bilder sind richtig toll geworden ...  bei manchen Bildern habe ich keine Kraft mehr, Stativ und Objektiv zu halten!

Dennoch sind mir ganz gute Bilder gelungen. Es war ein genialer Fototag - mit unglaublich schönen Motiven und einer unglaublichen Kraftanstrengung.  Ich bin glücklich - bis zu dem Moment, bis wir realisieren, dass wir kurz davor sind, die letzte Dünenfähre zu verpassen.

 Ich versuche alle meine Kräfte zu mobilisieren und trotz der Bergsteigerschuhe und der schweren Fotoausrüstung mich zu beeilen. Der Trupp Menschen in Richtung Fähranleger entfernt sich immer mehr von mir. Mein Kopf sagt, dass ich schneller laufen muss ... mein Körper ist kurz vor dem abkacken! Eine junge, englisch sprechende Japanerin, lässt sich zurück fallen, bis sie auf meiner Höhe ist. Sie erzählt mir irgendwas - leider verstehe ich sie nicht. Mir sitzt die Panik zu sehr im Genick.

Schließlich erreichen wir mit der letzten Fähre Helgoland und natürlich nehmen wir die Treppen zum Oberland! Fahrstuhl ist für Weicheier ...


Helgoland's  Next Top Model 

So sieht ein glückliches Robbenpaar aus - wir dürfen uns auf den Nachwuchs im Dezember freuen ...

Dritter Tag ....

Die Strapazen des letzten Tages zollen gewissermaßen am nächsten Tag  ihren Tribut. Bereits zum Frühstück ist mir kurz vor Übel - der Bauch ist steinhart  und ich scheine innerlich demnächst zu explodieren. Ich spüre kaum noch einen Knochen, der Körper ist unglaublich schwer. Mit Mühe schleppe ich mich  auf den Lummenfelsen - wollte ich doch heute morgen mit meiner Freundin gemeinsam vor dem Frühstück nach den Basstölpeln sehen. Wir stehen gegen 6:00 Uhr auf und machen uns fertig -  ich hätte meinem Gefühl folgen  und besser im Bett bleiben sollen ...

                                                                                                                                                               der ganze Tag irgendwie kaputt

 

...ich hatte gedacht, dass ich mit meinen Kräften weiter bin!

Am nächsten Tag fahren wir nach Hause ... ich bin beim Tee zum Frühstück angekommen - aber es geht mir etwas besser! Wir fahren heute noch mal auf die Düne, ich freue mich auf die Robben. Auf keinen Fall mache ich jetzt schlapp ...

letzte Bilder  - so schön ...

6. April 2019 - Hertha 

7. April 2019 - Bei meiner Schwester

9. April 2019

Habe ich zu früher Stunde um 8:15 Uhr einen Arzttermin in Hamburg. Es ist kein Problem hoch zu kommen. Die Mäuse sind sich nicht ganz sicher, ob nun mein übliches morgendliches Gerenne anfängt oder ob ich tatsächlich den Tag einleute!  Aber sie sind da! Nach meinem Termin plane ich zu Santosh zu fahren - meine Sehnsucht ist groß! 

Aber wieder spüre ich die Übelkeit. Ich will mich nicht davon lenken lassen und setze meinen Weg fort.  Mein Körper wird schwer ... hoffentlich bleibt mein Kreislauf diesmal stabil. Ich habe ein wenig Angst! Aber wenn ich auf der Straße zusammen breche, kommt ganz schnell Hilfe.  Zuhause ist dem nicht so!

Ich verkacke fast alle Bilder - kann auch den Camcorder nicht halten. Aber ich bleibe stehen - einige Male rase ich zum Klo und bin fürchterlich genervt, dass ein Mann dort sitzt, um ein par Cent für die Klobenutzung zu kassieren.

Als ich das Gefühl habe einigermaßen stabil zu sein, trete ich den Heimweg an. Das ist sehr anstrengend ... ich komme an und kann mich nur noch hin legen ... morgen wird es sicherlich wieder besser sein! 

16. April 2019

Immer wenn ich einen Arzttermin in Hamburg haben (und das ist häufig) versuche ich diese Begegnung mit dem Besuch des Tierparks zu verbinden. So auch heute. Die Entwicklung meines Wohlbefindens habe ich nicht unter Kontrolle. Ich versuche heute einfach dort zu sein. Mein Körper ist irgendwie schwach - ich nehme mir vor, mich bei den Elis auf die Bank zu setzen und ihnen einfach nur zuzuschauen. Zu meinem Entsetzen ist der Tierpark rappelvoll - werde ich wohl hier heute nicht so lange bleiben.

20.April 2019  -   Mit Darko und Andrea durch die Lüneburger Heide

22.April 2019   -   Timmendorf

24. April 2019  -   Wedeler Marsch

1. Mai 2019 - mit Andrea in der Carl Zeiss Vogelstation

Wiesenschafstelze

7.05.2019 - Winsener Marsch

Die Winsener Marsch ist seit vielen Jahren eines meiner Lieblingsorte, unweit meiner Heimat. Hierhin kann ich immer mal einen Abstecher machen, ohne den halben Tank leer zu fahren. Dennoch ist mir das Gebiet in den letzten zwei Jahren aus dem Gedächtnis entschwunden. Ich weiß gar nicht genau warum. Wahrscheinlich hat meine Zeit, nebst Arbeit,  die Besuche dort nicht mehr zugelassen. Neulich saß ich vor meinen Bildern und da viel mir auch der Ordner mit den Bildern aus der Winsener Marsch wieder in die Hände. Fest nahm ich mir vor, dort hinzufahren und zu sehen, was mit der Zeit daraus geworden ist.

Natürlich vergesse ich auch nie den Nabu Mitarbeiter, der mir lang und breit erklärt, das Klara an die Leine muss. Das Klara alt war und nur noch kurze Zeit zu leben hatte, spielte für ihn keine Rolle. Der Hund gehört angeleint, auch dann, wenn er in den nächsten 5 Minuten stirbt. So ist das nun mal. Ich kann solche Einstellungen nicht leiden, habe ihm aber den Gefallen getan, weil ich es damals schon leid war, ständig mit Menschen zu diskutieren, die ohnehin das Recht für sich gepachtet zu haben scheinen.

Heute komme ich hier her und es ist absolute Stille. Einzig ein mega Vogelgezwitscher  herrscht in der Luft. Es ist so schön anzuhören. Und ja, der Vogelbestand hat hier enorm zugenommen - es ist zum Fotografieren alles sehr weit weg, aber es ist eine unglaubliche Idylle

Ich sehe meine Austernfischer, die Säbelschnäbler, Kormorane, alle Gänsearten zum Teil mit Kücken. Sicherlich an die 40ig Schwäne. In Ferne ruft der Kuckuck - ich höre ihn in diesem Jahr das erste Mal. Einige Kiebitze, etliche Graureiher auf  Futtersuche. Den Grünschenkel, den Bruchwasserläufer, einen Regenpfeifer. Diverse Entenpaare, das Schwarzkehlchen, den kleinen Fitis, natürlich meine Bachstelze und ihre Schwester die Wiesenschafstelze. Einen richtig schönen großen Hasen, der leider trotz meiner Vorsicht vor mir weg läuft - muss man sich das Bild dazu halt denken. In der Luft, die verschiedensten Greifvögel - darin bin ich allerdings nicht so fit. Ich erkenne nur den Milan und die Falken.

Als ich schon fast wieder am Auto bin, sehe ich auch noch Herrn Adebar und ein Stückchen weiter, gibt sich der Jagdfasan alle Mühe, mir zu gefallen.

Bestimmt habe ich einige Vögel vergessen aufzuzählen und ganz bestimmt, habe ich in dem riesigen Gebiet nur ein Bruchteil der Vögel gesehen.

Ich bin ganz sicher, dass ich nun wieder doch etwas häufiger in dieses Gebiet fahren werde.

8.05.2019  -   Bei Hagenbeck

nach dem Arzttermin schnell noch bei den Elis vorbei gesehen - Santosh und Raj machen so viel Spaß ...

Hafengeburtstag 2019

Hafengeburtstag 2019 kann man kurz und knapp halten.  Endlose Parkplatzsuche und viel zu viele Menschen. Nur wirres Hin- und her Gerenne , Fressbuden und Saufereien. Das hat überhaupt nichts mehr mit Hafengeburtstag zu tun. Es ist einfach nur eine Veranstaltung am Hafen. Das ist alles - macht aber einen großen Unterschied.  Schon im letzten Jahr waren nur wenige Schiffe gekommen - in diesem Jahr, war gar nichts mehr los. Wie immer natürlich die AIDA Flotte - die hat aber in Hamburg ihren Heimathafen. Ist also nicht das absolute Highlight. "Mein Schiff" ist für einen Tag da, noch nicht mal das Neue! Die Alexander von Humboldt ist schon die letzten 10 Jahre da gewesen. Dies Schiff  dürfte mittlerweile jeder schon mal gesehen haben.   Noch niemals war am Samstag der Terminal in Altona nicht belegt. In der Hafen City lag die "Deutschland ". Nein, das geht für mich so nicht! Ich könnte die Aufzählung hier endlos weiter führen . Hier haben nur noch diejenigen "Spaß", die zum Saufen kommen.   Als es mir vor lauter Menschen und Baustellen  nicht gelingt, einigermaßen vernünftig bis zur Hafencity zu kommen, drehe ich um und fahre nach Hause .

Ja, das dürfte mein letzter Besuch hier zu diesem Ereignis gewesen sein.    Ist halt nicht mehr mein Ding!                

Wedeler Marsch - 12. August 2019

Früh übt sich, was mal eine große Kanadagans werden will