Unterwegs mit Andrea


Unterwegs mit Andrea ... im Katinger Watt!

Eine Oase der Ruhe ... Stille um uns ... Vögel, wann immer das Auge sie sehen will ...

sie sind da ... manchmal unscheinbar

 ... es gilt, die Hast und Unruhe  hinter sich zu lassen

"einfach" da zu sein und den Augenblick zu genießen ...

 

 

                                                                                                                     WENN ICH DOCH NUR NICHT STÄNDIG AUF'S KLO MÜSSTE ....

Herr Graureiher und Frau Seeschwalbe  ... mir so vertraut geworden

Ich musste mal wieder an meinen Einstellungen herum wurschteln, als der Graureiher abflog .... Andrea war da konzentrierter

Frau Seeschwalbe war auf Futtersuche und Andrea und ich hatten noch einmal richtig Spaß mit ihr ... 

Man mag sich fragen, warum ich so ein "Kuhbild" hier hoch lade. Nun, es wirkt auf mich in erster Linie harmonisch. Harmonie ist im Laufe meines Lebens immer bedeutsamer geworden ...

Selten haben Kühe die Möglichkeit ein so wunderschönes Plätzchen für sich in Anspruch zu nehmen ... ich könnte in ihrem Anblick "ertrinken". Auch sie werden sehr wahrscheinlich einer Kosten / Nutzen Rechnung folgen müssen ... aber sie haben wenigstens gelebt...


Da wartet voller Sehnsucht das Bluthänflingmädchen auf seinen Traumprinzen ...

 

 

 

 

 

Jetzt habe ich Andrea nicht gefragt, ob ich ihr Bild auf meine Seite kopieren darf. Aber ich glaube, dass sie nichts dagegen hat ...

Sie ist eine so gute Fotografin ... 

 

 

allerdings stellt sich mir hier die Frage ... ob das nicht beides Mädchen sind!!!

Im Beltringharder Koog

30. März 2018

... und wieder einmal mit Andrea im Katinger Watt. Das erste Mal für mich in diesem Jahr


Die Säbelschnäbler sind da - sie machen eine Menge Wind. Aber schließlich wollen wir im Mai die jungen Kücken sehen - also wird es Zeit! In diesem Frühjahr ist aufgrund des komischen Wetters alles leicht verzögert. Andrea sagt, hoffentlich kommen die Kücken nicht eine Woche später, dann sind wir auf Helgoland! Ich hoffe das natürlich auch, aber ich bin ganz sicher, es wird ein tolles Jahr für die Fotografie ...

7.04.2018 

dieses Mal sind Andrea und ich in der Carl Zeiss Vogelstation verabredet. Es ist das erste richtig tolle Frühlingswochenende mit 20 Grad und viel Sonne. Dennoch habe ich meine gefütterte Jeans angezogen und habe Schal, Mütze und Handschuhe dabei. Die Hütten sind bestimmt kalt durch den langen Winter ... Andrea ist da mutiger -  Jacke und Schal zu Hause gelassen. Zunächst ist es tatsächlich recht frisch, aber mit voran schreitender Tageszeit wird es immer wärmer. Es ist einfach nur schön! Auch sind die ersten Singvögel zu sehen. Zwei Schwalben sind schon da, eine Rohrammer, der Wiesenpieper sowieso, die Feldlerche, die Wiesenstelze und die Bachstelze natürlich auch.  Ein paar Bilder gelingen mir - das Bild von der Wiesenstelze nicht - ich war zu sehr erstaunt, als sie da plötzlich vor mir im Gras hüpfte.

Limikolen sind kaum da - jedenfalls sehe ich keine. Allerdings erfreuen mich die beiden Austernfischer und auch der Flussregenpfeifer, der ja allerdings nicht wirklich zu den Limikolen gehört. Ich werde ihn dennoch hier mit auf diese Seite setzen, weil ich finde, dass er hier den besten Platz hat.

Die beiden Austernfischer turnen schon einen ganzen Moment zusammen durch das Gras.  Ich finde, sie sehen regelrecht verliebt ineinander aus. Andrea sagt neben mir, dass sie denn nun mal loslegen sollten zu  kopulieren. Ich denke, wenn Andrea das sagt, werden die Chancen ganz gut stehen, dieses Ereignis tatsächlich beobachten zu können. Also halte ich die Linse drauf und tatsächlich ca. 1 Minute später geht es los. Mir kommt gar nicht in den Sinn Andrea darauf aufmerksam zu machen - schließlich hatte sie es ja doch angekündigt. Zum Schluss aber war es so, dass Andrea sich gerade mit etwas ganz anderem beschäftigte und von der Kopulation der Austernfischer nicht ein Bild gemacht hatte. Sie war richtig  traurig darüber.  Das nächste Mal werden ihr die Bilder gelingen ...

                                                                                                                                                                                                          Abflug für heute ....

Der Flussregenpfeifer ...

... war den ganzen Tag damit beschäftigt seiner Auserkorenen hinterher zu laufen und ihr zu gefallen! Ich wusste bis heute noch nicht, wie schick sich das Männchen dabei ins Zeug wirft. Streckenweise wirkt er wie ein Flauschball - auf dem einen Bild hat es allerdings den Anschein, dass er sich seine "Flauscherei" gut überlegen muss. Es sieht so aus, als würden ihm danach die "Flauschfedern" ausfallen. Aber sie wachsen offenbar rasant nach. Bei der nächsten "Flauschattacke"  kann das Männchen schon wieder alles geben. Kurz vor Feierabend kommt er dann doch noch ans Ziel. Bei diesem besonderen Ereignis möchte er jedoch nicht gestört werden. Er verzieht sich mit seinem Weibchen auf die nächst gelegene Kiesinsel und ist damit ein ganzes Stück von meiner konzentrierten Kamera entfernt.

Flussregenpfeifer in der Balz

Endlich hat sich das lange Warten gelohnt!

Ich hatte die beiden Puschel im Kiesbett gar nicht mehr gesehen - Andrea machte mich auf sie aufmerksam. Da sie sich aber wirklich kaum vom Hintergrund abgehoben haben und natürlich auch viel zu weit entfernt waren, waren diese Bilder schwierig.

Ich war zwischen genervt und aufgeregt ... hatten wir doch beinahe den gesamten Tag die Beiden im Auge und nun finde ich sie nicht! Ein paar Bilder habe ich schließlich noch von ihnen machen können und ich war sehr erleichtert.

Bei den nächsten Bildern rennen die Beiden  ja vielleicht nicht so weit weg!


14.04.2018 - gestern schien die Welt unter zu gehen -  es hat furchtbar geregnet! Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass das Wetter heute nun so viel besser sein sollte - aber der Wetterbericht hatte versprochen, das es zumindest trocken sein würde. Stellte ich mir also den Wecker voller Vorfreude. Letzten Samstag war ich ja mit Andrea in der Wedeler Marsch - es war absolutes Frühlingswetter und die Vögel gaben alles, um uns zu gefallen. Und sie haben uns gefallen ...

An diesem Samstag starte ich super pünktlich von zu Hause und komme dennoch mit über einer Stunde Verspätung an ...

Auf der A7 geht zwischen Moorburg und Waltershof nichts mehr. Zunächst nehme ich das hin - man kann es ja ohnehin nicht ändern.

Aber der glückliche Umstand, dass ich nunmehr seit fast einer Woche täglich 3-4 Liter Wasser trinke, lässt mich doch zunehmend unruhiger werden.

Erst kommen die Schweißausbrüche und wie nun weiter ..........................................

Nach einer Stunde bin ich durch - ich rase durch den Elbtunnel - Bahrenfeld runter und auf die nächste Tanke ...

das Klo ist verstopft und die Tür lässt sich nicht schließen - ist mir alles egal

zufrieden fahre ich weiter Richtung Wedel 

es ist kalt, nass  und windig

Ich sitze in der Hütte mit einem jungen Mann. Er versucht sich - bei diesem schlechten Wetter - mit der Fotografie fliegender Schwalben. Was bedeutet dass? Entweder ist der junge Mann plemplem oder  es ist sonst nichts weiter los, so dass er doch wenigstens mit ein paar Bilder nach Hause kommen möchte. Zweiteres ist der Fall! Mir fieren langsam die Finder taub und ich könnte den Auslöser eigentlich gar nicht mehr betätigen.

Nach 3 Stunden gehe ich durch recht heftigen Regen zurück zu Paul . Dennoch bin ich sehr zufrieden mit mir. Wäre ich nicht los gefahren, würde ich mich den ganzen Tag fragen, was ich versäumt habe. Nun .. ich hätte nicht gewusst ..., dass die Schwalben angekommen sind und die Bilder vom Rot - und Grünschenkel gäbe es auch nicht

28.04.2018     und wieder führt mich mein Weg nach Wedel

Ich komme gut durch und als ich zur Carl Zeiss Vogelstation abbiege, radelt vor mir eine Nabu Mitarbeiterin. Ich ahnte schon, das wir das gleiche Ziel haben. Sie allerdings mit dem Schlüssel in der Tasche, den ich so gerne hätte. Ich hatte bereits Paul auf dem Parkplatz verabschiedet und war schon ein ganzes Stück den Deich entlang gelaufen, als sie mich überholte. Schade eigentlich - fast hatte es mir Spaß gemacht, mich zu bemühen  vor ihr am Tor zu sein.                    Na gut, das hatte nun nicht geklappt!

Am Tor angekommen, war tatsächlich noch geschlossen. Die nette Radlerin hatte also nach sich die Tür wieder mit der Fahrradkette geschlossen. Das fand ich wirklich sehr kleinlich!

Um genau 10:00 Uhr kam dann eine andere Frau und öffnete. Ich hatte schon wieder die Tränen in den Augen, weil das getrunkene Wasser langsam gen Ausgang drückte. Aber ich wollte um keinen Preis, "meinen" Platz in der Hütte an irgendeinen anderen Hansel abgeben. Ging ich also zielstrebig in die Eisvogelhütte und bezog Stellung ...

Erst sehr viel später ging ich zu besagtem Ort.

Heute ist mir aufgefallen, wie viele Vögel ich schon kenne. Immer wieder kamen Leute rein und fragten mich, was denn das für ein Vogel sei! Ich konnte es ihnen sofort erzählen ...

... das erfüllte mich schon ein wenig mit Stolz. Immer wieder muss ich in solchen Situationen an meinen Freund Ingo denken. Damals saßen wir gemeinsam beim Mittagessen im Rosencafe  (Weltvogelpark Walsrode) - ich aß, wie immer die Kartoffelsuppe! Ich hatte ein Foto von irgendeinem Vogel auf dem Dach gemacht und es Ingo gezeigt, damit er mir sagt, welchen Namen dieser Vogel trägt! Ingo schaute mich etwas verunsichert an. Heute denke ich, dass er sich nicht sicher war, ob meine Frage ernst gemeint war. Sehr zögerlich erklärte er mir, dass das wohl ein Star sei. Wenn ich heute daran zurück denke, muss ich in mich hinein schmunzeln - ich konnte wirklich vor 10 Jahren keinen Storchen von einer Blaumeise unterscheiden.

... und heute nun kenne ich so viele von ihnen!

Später kam ein Mitarbeiter der Vogelstation hinein . Er hatte einige Interessierte hinter sich - war wohl irgendeine Führung! Erst war ich genervt, weil es so laut in der Hütte wurde. Dann aber kam ich mit den Leuten ins Gespräch  und ich war ganz überrascht darüber, dass ich ihre Fragen beantworten konnte.  Wenn es mir gut geht und ich mich konzentrieren kann, scheine ich tatsächlich was gelernt zu haben!

Ich habe bei meinem Besuch heute in der Carl Zeiss Vogelstation ein paar Bilder machen können, die ich irgendwie auf meinen Seiten verteilen werde.

Dunkle Wasserläufer  im Stress mit den Säbelschnäblern. Die Schnatterenten wissen gar nicht wie ihnen geschieht ...

... und wieder mit Andrea gemeinsam in der Wedeler Marsch ... am 5. Mai 2018

Heute verkacke ich so ziemlich jedes Bild auf dem ein bisschen Bewegung statt findet - schade!

Dieses hier ist mir geglückt und ich freue mich darüber sehr!

Insgesamt merke ich schon recht bald, das meine Konzentration nicht zu halten ist. Ich versuche es, aber es klappt nicht ...

dennoch war dieser Tag wieder so schön und ich will mich über den schönen Tag freuen und nicht über die misslungenen Fotos ärgern ...

Alles kann sich der Flussregenpfeifer vom Temminckstrandläufer nicht gefallen lassen ... schließlich hat er seine Eier zu verteidigen und da kennt er keine Gnade ...

Bei der Kanadagans hat der Flussregenpfeifer keine Chance ... er kann sich nur selbst retten. In diesem Fall, hat aber die Gans das Gelege nicht gesehen ... puh, Glück gehabt!

Helgoland ist zumindest in 2018 ein absolutes Paradies für Austernfischerfreunde ...

Ich kann meine Freude über dieses Bild kaum in Worte fassen.

Helgoländer Düne: Ich bin zum ersten mal in meinem Leben hier und ich habe das außerordentliche Glück, das Andrea mir die Schönheiten der Insel zeigt. Wir haben eine wunderbare Zeit - nutzen die Tage in ihre vollen Länge! Um 7:30 sitzen wir fertig am Frühstückstisch und schlagen uns den Bauch mit den leckersten  Köstlichkeiten voll. Einfach so ... wir nehmen einfach nur einen Teller in die Hand!

Gegen 8:15 beginnt dann  die Sorge, aus allen Nähten zu platzen. Wir starten dann jetzt mal besser in den Tag! Unser Ziel ist heute die Helgoländer Düne. Lange beschäftigen wir uns mit den Seehunden ... ich bin echt begeistert!

Zum Nachmittag stellt sich dann aber doch der Hunger ein.

Wir schlemmen im Strandparadies und lassen es uns mega - gut gehen!

Im Anschluss stromern wir noch über die Düne - laufen einen kleinen Weg entlang und dann sehe ich sie kurz aus dem Augenwinkel - Austernfischer mit einem Küken!

Leider gelingen mir die Bilder nicht ... zu sehr bin ich fasziniert!

Eine ganze Weile später habe ich für mich klar, das ich diese Gelegenheit nicht an mir vorbei ziehen lassen kann. Ich robbe auf den Knien zur besagten Stelle zurück  ...

und traue meinen Augen nicht! Zunächst stelle ich das Atmen ein ... ich will sie  nicht vertreiben.

Ich verhalte mich sehr ruhig und sie werden immer zutraulicher ... ihr kleiner Puschel läuft vor meinen Augen hin  und her und ich könnte schier am Rad drehen.