Freizeit 2017 - 4

So ist das im Leben: 
Wenn sich eine Tür schließt, 
öffnet sich eine Andere.

Die Tragik liegt darin, dass wir
nach der geschlossenen Tür blicken, 
nicht nach der Offenen.

                                                                                                           Andre Gide

                                                                                                                                                                             

 

 

 

30. Oktober 2017

 

Hallo Frau Biermann,

vielen Dank für ihre Nachfrage.

Leider Bewahrheiten sich ihre Befürchtungen. Wir haben vor zwei Wochen plötzlich und für uns unerwartet die kleine Bindu verloren. Tagsüber hat sie noch übermütig auf der Anlage gespielt und Abends bei Einsperren war sie stocklahm und konnte sich nicht mehr vom Fleck bewegen. Was war passiert!?

Wir wissen es nicht. Gründliche tierärztliche Untersuchungen brachten schnell eine Diagnose: mehrere Knochenbrüche ohne Fremdverschulden. Warum: " Glasknochen"!

Schweren Herzens haben wir Bindu vom Tierarzt einschläfern lassen. Eine Chance auf Heilung der Brüche bestand nicht. Um eine Ursache für diese schreckliche Diagnose zu bekommen wurde Bindu's Körper an die Pathologie übergeben, aber leider dauern die Untersuchungen noch an.

Kurz nach Bindu's tot fängt auch noch ihre Schwester Barscha an zu lahmen. Wir sind natürlich jetzt vorgeprägt und wollen bei ihr nichts riskieren. Deshalb hat vom Tierarzt eine strikte Stallruhe verschrieben bekommen, bis wir wissen woran Bindu gelitten hat und ob das Ganze auch Barscha betreffen könnte.

Bitte drückt uns die Daumen, dass es bei Barscha jetzt nur ein Fehlarlam ist und Bindu durch eine Laune der Natur unter Glasknochen litt

 

Mit freundlichen Grüßen  ....   Leiterin Tierpflege

 

Nach dieser Information konnte ich nicht mehr  in den Tierpark gehen - ich war einfach zu traurig und der Tierpark schien mir ohne das Leben bei den Schneeleoparden völlig verwaist. 

 

Da ich - wie bereits an andere Stelle schon einmal vermerkt - in 2024 die Lücken in Bild und Text aus 2017  schließe, entstehen immer mal wieder Zeitbrüche.

Außerdem muss ich aus Platzgründen die restlichen Bilder vom Tierpark  heute in Freizeit - 4 setzen. Damals wollte ich die schöne Zeit mit den jungen Schneeleoparden nicht weiter hier auf meiner Freizeitseite dokumentieren. Ich habe alles mittendrin abgebrochen und bin im Nachgang froh, dass ich nicht das ganze Kapitel aus meiner Homepage gelöscht habe.

 

Heute nun, schmerzt mich die Tragödie um die Schneeleopardenkinder  nicht mehr so und ich möchte, dieses schöne Kapitel zu Ende führen, weil es einfach auch eine wunderschöne Zeit gewesen ist. Leider ist aber nun die Seite "Freizeit - 3" voll, sodass ich mich entschieden  habe hier auf  "Freizeit - 4" weiterzumachen.

 

Allerdings lebten die Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht mehr - bzw. Barscha  war hinter Gittern - ein grauenvoller Anblick.  Um es ihr etwas leichter zu machen war Mama Aziza auch oft bei ihr - nur ab und an war sie auf der Anlage noch zu sehen.

Viel später lümmelten sie zu dritt auf der Anlage - Barsha hatte also überlebt!

Mir wurde erzählt, dass sie bald in einen anderen Zoo wechseln würde. Leider weiß ich nicht, wohin ihr Weg gegangen ist. 

 

Bindu und Barsha spielen in der Nähe von Mama Aziza ...

 

Der Beginn einer längeren Geschichte - alles fängt scheinbar ganz harmlos an

 

Noch während Nikita versucht einem der kleinen Grauwölfe Respekt beizubringen, kommt ein zweiter Mini dazu

 

Allmählich tut mir Nitika schon ein wenig leid - nun kommt auch noch das vierte Kind hinzu und Kolja hat es sich doch anders überlegt und kommt zurück

 

Der letzte hat es noch immer nicht begriffen. Nitika verlässt den Platz, aber der Lütte  rennt ihr hinterher.  Diese Bilder sind mir nicht gelungen, deshalb lade ich sie nicht hoch ...

 

 

 Freitag, 29.09.2017                     Urlaub in Meck Pom ...

 

- Familientreffen -

 

Ein wunderschönes Haus - irre viel Platz, sowohl drinnen als auch draußen. Ein paradiesischer Garten ganz für uns allein!

Wie es aber mit so Familienausfügen manchmal so ist, weiß man leider erst hinterher,  dass die Erwartungen zu hoch waren und wir besser daran getan hätten, diesen gemeinsamen Urlaub nicht anzutreten...

Bilder und Text dazu, wie immer auf  "Enkido und Dakotha"  ...

 

 

Montag     2.10.2017, morgens um 6:00 Uhr mit Andrea in Richtung Feldberg

... ich bin so aufgeregt und freue mich einfach riesig auf diese Stunden bei Fred Bollmann und seinen Seeadlern. Wochen vorher beginne ich mit meiner Armmassage, damit ich möglichst gut den Fotoapparat mit dem 500 Objektiv halten kann. Ich gehe alle Daten durch, wie ich am Besten die Einstellungen vornehmen sollte. Aber ich weiß ja nur zu gut aus meinen Erfahrungen, dass ich beim ersten Mal oft so aufgeregt bin, dass ich die Dinge letztlich nicht im Griff habe. Will ich also nicht traurig sein, wenn es nicht nach meinen Wünschen klappt. Ich bin dabei und kann mir das Live ansehen - dass ist eigentlich das Schönste.

Wir rasen also von Klein Rehberg aus durch die Nacht. Es ist stockfinster in Meck Pom und ich bin froh, dass ich nicht fahren muss. Besonders witzig finde ich Andreas Navi - es gibt Geräusche ab, wenn man zu schnell fährt, aber auch ... wenn es einen Blitzer gibt. Das gefällt mir ja! Ich glaube es ist eine Kuckuck und dann hört man das Geräusch einer aufgehenden Kasse. Soll wohl heißen, runter vom Gas ... sonst wird es teuer!

 

Mit dem ersten Morgenrot versprich der Tag wohl ganz nett zu werden. Alleine diese Fahrerei von der Nacht zum Tag macht schon einfach Spaß. So langsam füllt sich die Straße und die Leute fahren zur Arbeit. Das tut uns natürlich sehr leid - haben wir es doch um einiges besser getroffen und heute frei nehmen können.

 

Am Feldberg angekommen bin ich schon sehr aufgeregt. Es ist ein kleines Boot und auch nur eine kleine Teilnehmergruppe. Die besten Plätze sind natürlich den Herren mit den großen Objektiven vorbehalten. Beste Plätze, weil sie sich schnell in alle Richtungen bewegen können. Egal - damals konnte ich ja wirklich noch nicht mithalten - heute sähe das schon ein bisschen anders aus!

Imgrunde war der Sitzplatz letztlich aber gar nicht so wichtig, weil trotz aller Rufe sich die Seeadler nicht blicken ließen.  Ich fing richtig an zufrieren - morgens um 7:00 Uhr auf dem See - komplett eingefrorene Finger und ich befürchtete, auch schon aus diesem Grund kein Foto hinzubekommen.

Dadurch das die Adler sich aber so irre viel Zeit ließ, wurde es nicht nur kalt, sondern auch  meine Konzentration schwand zusehends. 

Ich beschäftigte mich mit den Möwen, die sich nicht so lange bitten ließen - das machte mir auch Spaß.  Sie hatten ein großes Interesse, vom Kuchen etwas abzubekommen, was Herrn Bollmann nicht so gefiel - seine Fische seien doch für die Möwen etwas zu edel!

Hier hatte die Möwe den Fisch eigentlich schon im Schnabel, ließ ihn dann aber doch fallen und setzte auch nicht noch einmal nach ...

Alle Fische, die Herr Bollmann geworfen hatte, um die Adler anzulocken, sammelte er dann schnell wieder ein...

 

 

Zwischenzeitlich kam auch ein Rotmilan zum Frühstück - er hielt seine Beute natürlich fest!

 

Aber Möwen sind ja nun echte Kämpfer  - schnell haben sie einen nächsten Fisch gefunden - ihn allerdings auch behalten zu können, ist wahrscheinlich eine große Leistung und nur den erfahrenene Vögeln vorbehalten. Hier wird die Möwe derart attackiert  - sie kann einem fast schon leid tun und natürlich ist der Fisch verloren. Blöd ist nur, dass ihn nun gar keiner bekommen hat!

 

 

Hier nun ein nächster Versuch und wenn ich mich richtig erinnere, geht es noch immer um den selben Fisch

 

Möwe lernt aber  auch dazu ...

Nicht lange fackeln - noch im Flug den Fisch runter würgen, dass ist das Beste ..


Um 8:40 Uhr lässt sich in der Ferne, ein erster Seeadler sehen. Wenn man bedenkt, dass wir seit 7:00 Uhr auf dem wasser sind, dann kann man sich vielleicht vorstellen, wie durchgefroren ich war. Herr Bollmann war auch schon recht verzweifelt, weil er uns natürlich für das Geld auch einen Seeadler bieten wollte. Geld gibt es natürlich nicht zrück!

Ja und dann ließ er sich blicken und ich hatte ihn in voller Konzentration im Sucher. Nur leider war er nicht gut aufgelegt oder hatte schon woanders gefrühstückt, denn er drehte hoch oben seine Runden und setzte sich dann zum Schlafen in einer der Bäume! Ja, und manchmal flog er auf den nächsten Baum. Es kam auch noch ein zweiter Adler, der aber auch keinen Bock hatte. Meine Konzentration war danach fast gar nicht mehr zu halten. Nicht weil ich enttäuscht war, das Gefühl kommt möglicherweise erst hinterher. Nein, weil es unglaublich anstrengend ist, über einen längeren Zeitraum auf ein mehr oder weniger unbewegliches Motiv zu starren - eigentlich gar nicht mehr damit rechnend das sich noch irgendwas tut.

 

 

Unglaublich witzig war das Bild, wo die kleine "Möwe Jonathan" im Übermut oder Größenwahn, dem Seeadler sagen wollte, dass das hier ihr Revier ist ...

 

Aber zunächst war der seeadler tatsächlich wieder weg und die Möwen stritten weiter um jedes Stückchen Fisch - allerdings ist sejr deutlich zu sehen, dass sie satt sind. Denn es schwimmen, durch die Versuche von Herrn Bollman den Adler zu locken, noch etliche Fische im See. Da sie aber satt sind, recht es ihnen jetzt aufzupassen, dass der Kontrahent es nicht wagt, den Fisch aus dem Wasser zu holen!

Ehrlich gesagt, wenn mir nicht so kalt gewesen wäre ... aber definitiv haben die Möwen einen guten Job gemacht und ich hatte echt meinen Spaß mit ihnen ...

 

Aber eine Möwe, ist halt auch nur eine Möwe und irgendwann reißt ihr der Geduldsfaden, weil der Kontrahent einfach nicht verschwindet - dann muss konkret gehandelt werden ...

 

 

"Mein Fisch..."

Nun, auch so eine Möwe hat es nicht leicht - der Kontrahent hat zwar eingesehen, dass er keine Schnitte hat ...

... aber wie  bekommt die Möwe nun den riesigen Fisch hinunter.

Herr Bollmann hatte ja im Ursprung nicht gedacht, das er heute zur Möwenfütterrung heraus fährt - sicherlich hätte  er sonst ein paar kleinere Fische mitgenommen ...

 

 

 

Wie die Geschichte nun zu Ende gegangen ist, habe ich leider nicht mehr verfolgt, weil plötzlich ein Rotmilan und auch einer der Seeadler am Himmel zu sehen war ...

und obwohl ich mich wieder - mit den letzten Kräften  - konzentrierte, kam der Seeadler für mich völlig unerwartet plötzlich  auf uns zugeschossen. Es war inzwischen 9:31 Uhr geworden. Ich habe nur versucht ihn grob im Sucher zu behalten und den Auslöser zu betätigen. Heute weiß ich, das ich meine Kamera völlig falsch eingestellt hatte - so konnte auch kein Bild gelingen.

Ich werde diese Sinne aber immer in meinem Kopf behalten - eine solche Geschwindigkeit hatte ich nicht erwartet - schon gar nicht weil er bislang kaum Interesse gezeigt hatte

 

 

Nach diesen ergreifenden Bilder, war ich völlig erschöpft - was für eine unglaubliche Show

Ich saß also da und verfolgte den seeadler mit meinen Augen, als ich durch die Rufe der Anderen bemerkte, dass postwendend der zweite Adler angesetzt hatte. Dafür reichte meine Kraft einfach nicht mehr - aber der Erinnerung wegen, setze ich auch diese (noch schlechteren Bilder) hier rein.

 

 

Keine Ahnung warum mein nächstes Bild diese Möwe war - offenbar war ich nicht mehr in der Lage, dem Seeadler im Wegflug zu folgen...

 

Um 9:43 Uhr scheinen die Seeadler auf den Geschmack gekommen zu sein - es gibt noch einen dritten Anlauf ...

 

Danach geht es wieder zurück und ich bin nicht traurig, weil ich befürchte, dass ich am Holzsitz festgefroren bin. Es war dennoch seinen Besuch wert - hat viel Spaß auch mit den Möwen gemacht und normalerweise habe ich bei solchen Aktionen auch echt Geduld.

Im Zuge dieser Bearbeitung habe ich mir nun noch einmal die Seite von Fred Bollman aufgerufen und festgestellt, dass er diese Touren nur noch von April bis August anbietet. Weiter schreibt er, dass mehr oger weniger regelmäßig auch zwei Fischadler zum Boot geflogen kommen. Das klingt echt spannend und ich wünsche mir, diese Tour noch einmal zu machen. Vielleicht im Juni - sicherlich, da ist es dann warscheinlich wärmer, aber möglicherweise regnet es - man hat einfach keine Garantie bei diesen Ausflügen. Dennoch werde ich mir das überlegen ...

Heute meldet der Wetterbericht noch ein letztes Aufflackern des Sommers. Eigentlich hat es in der letzten Zeit nur geregnet - gestern nun und heute erwarten wir das Goldene Herbstwetter ...

Ich hatte gelesen, dass die Tigerkinder aus dem Hagenbecker Zoo endlich in die neu fertig gestellte Anlage gezogen sind. Erste Bilder kursierten im Netz. So was kann ich ja nun gar nicht aushalten.

Wäre ich doch so gerne häufiger zu Besuch gekommen - aber leider ließ es meine Zeit nicht zu!

Heute nun wollte ich meine Chance nicht wieder verpassen ...

Nach einer schlecht geschlafenen Nacht - manchmal holen mich meine Sorgen ein - stehe ich früh auf und starte mit Paul Richtung Stellingen. Das ist ja inzwischen auf der A7 ein regelrechtes Abenteuer. Aber ich komme an und kaufe die erste Eintrittskarte dieses Tages an der Kasse - nur die Leute mit dem Abo sind schneller.

Schon von Weitem sehe ich sie schlafen ...                                                                             

 

Dann aber geht es los - ich mache irre viele Bilder ... habe mega viel Spaß und es wird mit Bele ein rundum gelungener Tag ...

 

Das wirklich blöde Gequatsche der Eltern, die da versuchen  ihre Kinder bei Laune zu halten ... stört immer mal wieder. "Schau bloß mal, jetzt hebt er den Kopf ..." - "hast du gesehen, dass das Tigerkind das Bein gehoben hat"  und derlei  Blödsinn, hört man einfach irgendwann nicht mehr ...

 

Der Beginn einer längeren Geschichte ....

 

Die Mischung Mensch am Tigergehege ist sehr unterschiedlich ... es kommen Menschen vorbei, die die Tigerkinder überhaupt nicht sehen. Menschen, die nach recht kurzer Zeit ihren Weg fortsetzen ... Kinder, die herum schreien .. furchtbar nervige, fast schon irgendwie zwängige Mütter und natürlich die vollkommen Durchgeknallten, mit ihre Fotoapparaten und monströsen Objektiven.

Zu denen gehöre ich ....

... bereit für jedes Foto in vollem Einsatz zu kämpfen!

Aber hier nun scheint es ein Problem zu geben: Keiner weiß worum es geht!

Die Einen denken, dass die Tiger bald gefüttert werden ... steht also eine besondere Fotoszene an

andere wiederum denken gar nichts ....

Aber so leicht lasse ich mich nicht auf Irrwege leiten ... ich bleibe an meinem Platz stehen und vertraue auf mein Glück!

Und dann kommt ein Pfleger mit zwei Tüten des Weges ...

Ich ahne, was jetzt passiert ... der Pfleger wird versuchen diese beiden Tüten ins Gehege zu werfen.

 

So ist es dann auch  .... die Tüten landen im Wasser und müssen von der Tigermama "gerettet" werden! Sie sind gefüllt mit leckerem Frischfleisch  und die Tigermama bekommt richtig was zu tun ...

 

30.10.2017 ... in Dömitz

 

 

Durch einen Zufall gelingt es mir noch ein drittes Mal nach Hagenbeck zu kommen. Laut Bundeskasse Leipzig soll ich mich eigentlich an diesem Tag in Leipzig aufgehalten und meinen Wagen in irgendeinem Halteverbot  abgestellt haben. Es gäbe ein Beweisfoto! Na, da bin ich gespannt - weiß ich doch genau, dass ich an besagtem Tag zur angegebenen Uhrzeit in Hamburg Richtung Hagenbeck  unterwegs war.

 

Als ich bei den Tigern ankam, schliefen sie alle eingekuschelt um ihre Tigermama herum. Aber schon bald darauf wurden sie wach und ich habe den Rest des Tages an ihrem Gehege verbracht.

23.11.2017              Zwei Stunden Dahme

 

Gerne versucht Lani Yenti zu animieren - so ein bisschen macht Yenti auch mit - aber im Allgemeinen, weiß sie nicht so recht, warum sie ständig rennen sollte ...

 

Lani ist ganz in ihrem Element - sie läuft zur Hochform auf ...

 

17.12.2017      Irgendwo in der Heide - diesmal mit Frisby