Freizeit 2024 - 3

 

 

 

17.03.2024            Behringer Heide

 

 

 

19.03.2024                        Bei den Moorfröschen

Mit den Moorfröschen ist das so eine Sache! Auf den ersten Blick könnte man meinen, sie machen was sie wollen ...

In den letzten jahren bin ich immer so Ende März ins Pietzmoor gefahren und dachte, ich müsste mal schauen, ob die Moorfrösche da sind. Es war jedoch weder ein Moorfrosch, noch sonst was im Pietzmoor Ende März zu sehen. Manchmal hatte ich das Glück, einen Menschen zu treffen, der so aussah, als könne er mir was zu den Moorfröschen sagen. Manchmal war es mir schon etwas unangenehm, eine Frage zu stellen, die sofort erkennen ließ, dass ich null Ahnung hatte.

 "Man könne das nie so genau abschätzen, wann sie da sind - in diesem Jahr sind sie allerdings zu spät ..."

Ärgerlich - ich hätte so gerne mal einen gesehen!

Letztes Jahr  hatte ich dann das große Vergnügen mit ihnen. Wieso ich damals pünktlich war, erinnere ich heute nicht mehr!

In diesem Jahr sah ich in FB einen Post, der darauf aufmerksam machte, dass die Moofrösche wieder da seien.

Es hieß, bei einer Info vom Sonntag - man habe 6 Frösche gesehen.  Das ist nun nicht so wahnsinnig motivierend. Also wartete ich noch bis Dienstag und fuhr dann ins Pietzmoor.

Schon bei der Parkplatzsuche war mir klar, dass ich richtig bin - ich musste mich an den Straßenrand drängen, um Paul überhaupt abstellen zu können. Das mache ich immer so ungerne, weil es im Ernstfall ganz sicherlich versicherungstechnische Probleme gibt. Aber ich wollte nicht wieder wegfahren und es ist letztlich auch gut gegangen.

Im nächsten Durchgang sah ich schon von Weitem mega viele Leute stehen und da viel mir ein, dass das schon im letzten Jahr so war. Man kan die Moorfrösche im Pietzmoor an nur einer einigen Stelle beobachten und da stapeln sich die Leute dann eben auch.

Früher haben mich diese Menschenmengen auf so dichtem Raum immer gestresst - heute denke ich mir, dass ich meinen Platz finden werde. Und so ist das dann auch - man trifft immer wieder nette Leute, mit denen man sich austauschen kann und Spaß hat. 

Erstaunlich finde ich, dass viele für die Moorfrösche  einen langen Anfahrtsweg in Kauf nehmen. So kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die irgendwo aus dem Rheinland kam. Vielleicht ist das Vergleichbar mir mir, wenn ich ins Ochsenmoor fahre ...

 

Der Moorfrosch genießt in seinem Leben für die Augen der Menschen ein eher  unscheinbares Dasein.  Nur ein paar Tage im Jahr wird das Moorfroschmännchen blau. Je nach Wetter - der Moorfrosch liebt Wärme und Sonne - verfärbt er sich in der Paarungszeit zwischen März  und April. Das tut er, um die Weibchen zu beeindrucken und um seine männlichen Konkurenten auszustechen.

Die Blaufärbung der Männchen variert - manche sind  nur an einigen Stellen blau - andere weisen eine leuchtend, intensive Blaufärbung auf.  Auch ist die Blaufärbung regional unterschiedlich bis hin,  dass sie in einigen Gewässern gar nicht blau werden. Die Blaufärbung hält nur wenige Tage  an, dass heißt, wenn sie da sind, muss man losgehen!

 

Manchmal scheint der Moorfrosch nicht zu wissen, wie das mit den Kindern geht. Auf dem obigen Bild  sitzt das Weibchen auf dem Männchen - das scheint also nur mal so eine erste Annäherung zu sein. Auch habe ich den Eindruck, dass die Weibchen etwas größer sind als die Männchen ...

 

 

Leider hatten sich die Moorfrösche in diesem Jahr ein sehr kleines Eckchen im Pietzmoor ausgesucht - sie waren schlecht zu sehen und ständig hatten sie  irgendwelche Grashalme vor der Nase.  So sehr ich mich auch bemühte, einen andern Platz  zu finden - die Ufervegetation ließ keinen Spielraum. So müssen diese Bilder reichen und im nächsten Jahr gibt es eine neue Chance!

 

 

Erdkröten haben keine Zähne - diese hier sieht aus, als käme sie gerade vom Zahnarzt - ich habe leider keine Erklärung gefunden

 

Begegnung

Paarung der Erdkröten

 

Ein Moorfrosch, so wie er ohne Blaufärbung aussieht ...

 

 

25.03.2024    Meldorfer Speicherkoog / Helmsand und ein bisschen Katinger Watt

Wenn man früh am morgen in den Speicherkoog kommt, dann sieht man noch jede Menge Fasane herum laufen - überwiegend männliche Tiere. Sie sind nicht ganz so scheu, wie die Mädchen. Heute morgen stehen direkt 3 Mädchen eng zusammen - eigentlich vor mir !  Das Problem ist nur, das ich im Auto sitze. Durch die Windschutzscheibe lässt es sich nicht gut fotografieren und ich habe auch dort nicht den richtigen Winkel - wenn ich doch nur das Fenster ein Stück öffnen könnte!

Naja, ich hatte kaum den Gedanken zu Ende gedacht, da rasten sie auch schon los - nur das eine Mädchen konnte ich noch erwischen. Ich habe mich dann an die Seite gestellt, den Motor ausgemacht und darauf gehofft, dass sie sich wieder aus ihrem Gebüsch trauen. Nee - haben sie nicht und irgendwann bin ich dann weitergefahren. Sie lassen sich echt kaum austricksen ...

 

Meine Freundin, die Bachstelze, mit frischer Frisur  - eine der ersten Bachstelzen, die ich in diesem Frühjahr sehe. Sie überwintern in südlichen Ländern rund um das Mittelmeer und kommen nun in großen Schwärmen wieder zurück...

 

Kegelrobbe im Meldorfer Hafen ...

 

Am Odinsloch sehe ich den Trupp Säbelschnäbler schon von Weitem kommen. Nun kann ich ja leider mein Auto nicht einfach auf der Straße stehen lassen - es brauchte also einen Moment, bis ich mit meiner Kamera soweit war.  Auf dem Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen - wenn ich versucht hätte die Gruppe insgesamt auf's Bild zu bekommen, dann hätte man von en Vögeln nichts mehr gesehen - so finde ich das halbwegs gelungen ...

Die Säbelschnäbler sind mir ohnehin hat das Herz gewachsen - ich mag sie so gerne beobachten, wenn ihre Küken geschlüpft sind.  An 3 - 4 Tagen hat man eventuell Glück sie im Katinger Watt sehen zu können.  Der zuständige Nabu macht allerdings das Gebiet zu - heißt: das Tor zum Deich wird geschlossen! Immer wieder hat es Zwischenfälle mit Schaulustigen gegeben, die gar nicht begriffen haben, in welcher Aufregung die Altvögel waren. 

Ich denke, es ist eine gute Entscheidung, obwohl ich mich noch sehr gut erinnere, wie traurig ich in irgendeinem Jahr war, als ich feststellte, dass das Tor zum Deich zu war. Ich war eigens für die Säbelschnäbler angereist ...

 

Im März  und im April sieht man in den Vogelschutzgebieten viele fliegende Schwärme von unterschiedlichen Vögel - die Einen kommen, die Anderen fliegen fort. Eine schöne Zeit nach dem Winter - alles kommt wieder in Bewegung!

 

Auf dem Weg nach Helmsand...

Nachdem ich meinen neuen Strandrolley über den Deich gezogen hatte, sah ich die großen Schwärme von Ringelgänse, die derzeit hier Pause machen und dann weiter in ihr Brutgebiet  nach Sibirien ziehen.

Ich hatte davon schon gehört und mir vorgenommen, darauf zu achten - aber das war tatsächlich gar nicht nötig, denn sie waren nicht zu übersehen!

Zwischen ihnen auch ein paar Enten und auch Austernfischer, die hier im Watt nach Nahrung suchen. Ich bin ganz froh, dass wir ablaufendes oder langsam auflaufendes Wasser haben, denn ich habe natürlich wieder nicht daran gedacht, mich vorher mit den Gezeiten zu beschäftigen. Auf dem Rückweg war kein Watt mehr zu sehen und bei Flut sind die Vögel hier zumindest nicht mehr da ...

 

Noch ein paar letzte Spießenten in der Ferne, die sich auch noch schnell den Bauch voll futtern - ich mag das Watt gerne. Es gibt immer was zu sehen ...

 

Mit dem auflaufendem Wasser "stehen" die Ringelgänse vom Tisch auf und  fliegen weg. Keine Ahnung wohin - ich vermute, dass sie es sich jetzt mit vollgeschlagenem Bauch auf irgendwelchen Wiesen gemütlich machen und vielleicht zum Nachtisch noch etwas Gras fressen ...

 

Ich bin ein Knutt!

Für die Bestimmung dieses Vogels, musste ich doch etwas Hilfe in Anspruch nehmen. Ich hatte Knutts schon auf Helgoland gesehen - da waren sie aber noch im Prachtkleid. Hier im Schlichtkleid und fotografisch nicht gut ins Bild gesetzt, konnte ich gar nichts mit ihm anfangen. Er dümpelte auch ganz alleine vor sich hin - das ist ja ein Ding!

Herauszufinden, woher er kommt und wohin sein Weg geht ist schwierig. Es gibt einmal die sibirische Population und einmal die grönländische/ kanadische Population. 

Die grönländische Population kommt aus Westeuropa und  trifft hier schon Februar / März ein  -  Anfang Mai fliegen sie über Island und Norwegen in ihr Brutgebiet.  Ihre Bestandszahl wird auf 450000 geschätzt. Aufgrund des Datums meines Besuches hier,  gehe ich davon aus, dass er zur grönländischen Population gehört. Da frage ich mich doch, warum er hier so alleine herum stochert - das könnte den Gänsen nichts passieren - egal von wo sie kommen und wohin sie wollen. Sie sind immer in  Schwärmen unterwegs - mal größer mal kleiner ...

 

Chillige  Brandgänse in der Sonne, auf dem letzten Stück trockenem Sand, bevor das Wasser wiederkommt ...

 

 

Ein kleiner Trupp Rotschenkel ...

 

Ich liebe diesen 1,5 Km langen Steindamm, entlang der Salzwiesen  - überall zwitschern Vögel und es ist eine besondere Ruhe.  Bei meinem jetzigen Besuch, fühlte ich mich allerdings etwas gestört, durch ein Paar, die ihren  Hund an einer mega langen Laufleine unbekümmert in die Salzwiesen rennen ließen.  

Ja, es waren noch ein paar Tage hin, bis zum 1.April und dennoch ärgert mich diese Unbekümmertheit oder vielleicht auch Ignoranz. Vielleicht gehen die Menschen davon aus, dass Vögel ja Flügel haben und jederzeit vor ihrem rennenden Hund wegfliegen können. Das ist sicherlich richtig  - aber mir fehlt zunehmend die Bereitschaft mancher Menschen sich einfach mal zurückzunehmen und anzuerkennen, dass auch andere Lebewesen ihre Daseinberechtigung haben  - das es Orte gibt, die sie nicht einvernehmen sollten und in denen sie zu Gast sind!

 

Ansonsten bin ich nur ein paar Menschen begegnet, die sich mit der Natur verbunden fühlten und ihr gegenüber entsprechenden Respekt aufgebracht haben - angenehme Menschen, mit denen ich gerne ins Gespräch komme ...

 

Am Ende des Steindamms hat man  direkt die Nordsee vor sich. Ein paar Austernfischer ziehen eine kleine Show ab und wie immer sind sie dabei nicht zu überhören 

Später gesellen sich noch ein paar Eiderenten dazu ...

 

Insgesamt wird  das Gebiet durch  die Ringelgänse  dominiert

 

 Nach ungefähr 4 Stunden bin ich wieder am Auto. Ich hatte Wind, Regen und Sonne, sodass ich meinen neuen Beachrolley gut ausprobieren konnte. Insgesamt bin ich zufrieden, hat doch die Schlepperei ein Ende und ich konnte sogar mein Spektiv mitnehmen. Ein wenig schwierig gestaltete sich das Gefährt, auf  unebenen Wegen oder z.B. auch den Deich rauf.  Ich habe hier  meine Sachen hochgetragen und sie dann erst im Rolley verstaut - aber vielleicht ist das ja auch eine Gewöhnungssache.

Als plötzlich Sturm aufkam und Regen einsetzte hatte ich etwas Mühe den Regenschutz zu befestigen - fast wäre ich mit ihm weggeflogen. Naja gut, das vielleicht nicht - aber es wäre schon ärgerlich gewesen, wenn er weggeflogen wäre. Den hätte ich nicht wieder einfangen können. Außerdem hätte ich es auch nicht gut gefunden, wenn das Teil da im Vogelgebiet herum fliegt und womöglich noch Schaden anrichtet.

Ein größeres Problem hatte ich aber mit meinem Schuhwerk - keine Ahnung warum, denn meine Schuhe waren gut eingetragen und ich benutze sie bestimmt schon 2 Jahre. Aber irgendetwas gefiel ihnen heute nicht und so war ich froh, wieder am Auto zu sein.

... und wie eigentlich immer, wenn ich fast nur noch hunpelnd am Ziel ankomme, muckert meine Hüfte, als hätte sie irgendetwas zu melden. Daran muss ich mich jetzt im Frühjahr erst wieder gewöhnen, dass ich auf längeren Touren immer meine Ibu's und etwas Wasser dabei habe.

Bis zu meinem Urlaub müssen all diese Probleme behoben sein ...

 

Ich fahre noch ins Katinger Watt, um zu schauen, ob sich seit meinem letzten Besuch dort irgendetwas verändert hat.

 

Im Katinger Watt gibt es keine Ringelgänse - hier dominieren die Weißwangengänse in großer Zahl ...

 

Letzter Stop am Eidersperrwerk ...

 

Die Silbermöwe ruhte ganz friedlich so vor sich hin - ohne erkennbaren Grund flog die Lachmöwe in hohem Tempo recht niedrig über sie hinweg. Ein Verhalten, dass die Lachmöwen an den Tag legen, wenn sie einen Freind verscheuchen wollen. Hier in dieser Situation und vor allem zu dieser Zeit erschloss sich mir hier ihre regelrechten Attacken auf die Silbermöwe nicht. Immer wieder flog sie sie an, bis die Silbermöwe schließlich so genervt war, dass sie von dannen zog ...

 

06.04.2024  

Es gibt so Tage, die zunächst unerträglich scheinen und die dann doch plötzlich zu einem ganz besonderen Tag  werden. So ein Tag ist heute!

Es mag albern erscheinen, dass ich bei 25 Grad nicht so gerne mit meinen Winterreifen nach Fehmarn fahren möchte. Ich hatte mir große Mühe gegeben, meinen "Schrauber" davon zu überzeugen, dass es an der Zeit wird, meine Reifen zu wechseln - mein kluger Schrauber, gab sich genauso große Mühe, mich davon zu überzeugen, dass es Mitte April noch schneien könnte ...

... nun, ich versuche meinen Druck nicht so rüber kommen zu lassen ...

Aber ich ärgere mich wie blöd - würde ich doch so gerne am Wochenende mit Paul on Tour gehen ...

                                              ... und ich kann es auch nicht mehr ertragen, für meine  Wünsche ständig diskutieren zu müssen ...

 

... und was soll ich sagen? Sofort spüre ich das innere Kind in mir : "Halt blos den Mund - sonst rastet der noch aus und schmeißt mir meine Sommerreifen vor die Tür - was soll ich dann machen!"

 

Mit diesem Druck im Bauch schlafe ich mega schlecht - ich wache Samstag morgen um 4:30  Uhr auf  und nichts geht mehr...

 

Ich weiß gar nicht warum, ich mir verboten habe, mit meinen Winterreifen los zu fahren - das Wetter war mega. Aber ich bin gefangen in mir!

Nein, das stimmt ja so nicht. Ich weiß genau, warum ich mir verboten hatte mit den Winterreifen loszufahren und das nicht nur jetzt am Wochenende, sondern schon ab Ostern. Seit Ostern möchte ich die Reifen wechseln und mein Schrauber hat keine Zeit, wie er sagt. Ich hingegen, wollte bei Temperaturen um 25 Grad mir nicht die Winterreifen platt fahren.

 

Ich quäle mich über den Vormittag - und es ist niemand auf dem Hof - nur der "Dicke", der die Arbeiten für Christhard erledigt ....

 

... ich latsche so über den Hof  "fuddel hier und da und nichts ist richtig" - schmuse  mit Chrunchie - als gegen 13:30 Uhr der Sperber  an meiner Vogelfutterstelle eine Spatzen erlegt ...

 

Jetzt  weiß ich, dass ich hier weg muss - ich habe Angst, den Schrei des Spatzen nicht aus dem Kopf zu bekommen...

 

Ich brauche keine 10 Minuten um Paul zu starten  und ihm zu versprechen, dass wir Montag seine Reifen wechseln...

 

Ich brauche keine 30 Minuten um mich schon wieder mit der Sperrung des Elbtunnels  konfrontiert zu sehen ...

Es wird eine anstrengende Fahrt - nahezu 3 Stunden brauche ich zum Duvenstedet Brook  und als dann noch kurz vor dem Ziel die Straße dicht ist ohne jegliche Umleitungsmöglichkeit , ist mir das wurscht. Ich fahre an der Absprerrung vorbei und sehe mich wenige Minuten  später am Ziel ...

 

Erste Begenung im Duvenstedter Brook ...

09.04.2024

Paul braucht neue Bremsen und so kommt es, dass wir noch immer nicht losfahren können.  Imgrunde bin ich mega sauer, aber es ist ja nun auch nicht zu ändern und so versuche ich das Beste daraus zu machen. Kurze Strecken werden wir schon noch schaffen!