Winterfütterung 2010/2011

Winterfütterung 2011/2012

Winterfütterung 2012/2013

Bestandsaufnahme Winterfütterung  15. März 2013

Die Winterfütterumng  2012/2013 hat viele Eindrücke, Farben und Emotionen  geweckt. Ich hätte sehr gerne mehr Zeit gehabt, mich damit zu beschäftigen - leider hat die Alltagsstruktur das nicht zugelassen.

An der Futterstelle in der Tanne, habe ich auch schon im letzten Jahr gefüttert.

Nur im Jahr zuvor, hatte ich mich etwas weiter in die Büsche geschlagen. Das war insgesamt ein wirklich schöner Platz, aber ich musste jeden Morgen und Abend mit der Leiter erst alles aufhängen und dann wieder abnehmen. Das war anstrengend und manchmal sehr kalt - das war aber nicht das Schlimmste!

 

Genervt hat mich sehr viel mehr, dass sich ein Sperber zu den Wintergästen gesellt hatte und ich beständig irgendwelche Federn vorfand. Das hält mein zartes Gemüt nicht so lange aus.

Außerdem konnten sich die Katzen bestens in den Büschen verstecken und ich musste jeden Morgen erst mit einem fürchterlichen Schrei  (bei dem Hans - Peter sicherlich aus dem Bett gefallen ist) die Katzen verscheuchen. Übrigens in erster Linie Nero, der dann leider selbst den Sommer nicht  überlebt hat!

Der Futterplatz an der Tanne ist wesentlich ruhiger - dennoch bin ich sehr zufrieden:

Über die gesamte Zeit waren unzählige Grünfinken, Buchfinken ... beiderlei Geschlechts vor Ort. Es gab jede Menge Kohlmeisen etwas weniger Blaumeisen und Sumpfmeisen.

Natürlich bevölkerte eine Schaar von Amseln und vor allem Feldsperlinge den Platz.

Schon eine ganze Weile fliegen drei Eichelhäher die Futterstelle an. Ich frage mich, ob es die Vögel sind, die an dem Tag, als Sophie nicht mehr nach Hause kam (1.07.2010), aus dem Nest geflogen sind?

Ich hatte Sophie gesucht und gerufen und hatte den kleinen Weg zur Kirche eingeschlagen. Da stand ein Baum, auf dem Sophie so gerne herum geturnt ist. Aber Sophie war nicht da - statt dessen saßen drei junge Eichelhäher auf dem Boden!

Es würde mich freuen, wenn es tatsächlich diese drei Eichelhäher wären!

 

Ja und meine kleinen Rotkehlchen halten sich dieses Jahr bedeckt. Mittlerweile sind aber wenigsten zwei vor Ort und warten morgens gemeinsam mit den Amseln schon auf mich. Rotkehlchen sind absolute Frühaufsteher. Da habe ich doch manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht in der Morgendämmerung an der Futterstelle bin. Die Rotkehlchen wirken so zart und zerbrechlich, dass ich denke, sie dürfen nicht so lange warten.

Dennoch ist das Fleisch manchmal so müde, dass es sich gegen den Geist durch setzt.

Ansonsten gehören zu den Dauergästen einige Elstern und Rabenkrähen. Sie kommen aber nur in kleiner Menge - sind auch nur morgens eine halbe Stunde da und fliegen dann wieder weiter. So kann ich das für die Kleinen gerade noch durch gehen lassen. Vermutlich holen sie sich nur ein paar Nüsse und können aber mit dem Rest des Vogelfutters nichts anfangen.

 

Mit dem erneuten Kälteeinbruch im März sind aber noch ein paar Schieper vorbei gekommen, die sich zumindest in diesem Jahr an der Futterstelle noch nicht haben blicken lassen.

So sah ich am 12. März einen Bergfinken munter zwischen seinen Kollegen  bei der Futtersuche.

Witzig finde ich, dass es auch ein Starenpaar bereits vor Ort gibt. Zunächst kam der Star alleine und ein paar Tage später sah ich sie dann gemeinsam - nachdem sich der Bauch vollgeschlagen war, wurde natürlich gleich das Hofbaumastloch inspiriert.

Mal sehen, wer in diesem Jahr als Sieger hervorgeht. Im letzten Jahr haben die Kleiber darin acht Junge zur Welt gebracht! Die sich natürlich auch regelmäßig wieder bei Muttern einfinden.

Zur Zeit ist auch noch ein Erlenzeisigpaar da - ein Trupp Goldammern und der Kernbeisser hat sich auch wieder eingefunden. Der ist aber in diesem Jahr ohne seine Frau unterwegs - ich habe sie jedenfalls noch nicht gesehen.

Erstmals hat sich in diesem Winter mein Buntspecht an die Futterstelle gewagt. Das hat mich sehr gefreut.

... und ebenfalls ein Eichhörnchen. Das war lustig anzusehen. Alle hatten großen Respekt und sahen in einiger Entfernung zu, wie sich das Eichhörnchen satt fraß.

 

Im vorletzten Jahr - noch an der alten Futterstelle - kamen regelmäßig auch die Gimpel - sowohl die Roten, als auch die Braunen. In diesem Jahr hat sich nur an einem Tag ein mutiges Gimpelmännchen an die Futterstelle getraut. Das verstehe ich eigentlich nicht.

Ist es ähnlich wie bei den Rotkelchen der Ort oder hat das andere Gründe?

Nun - das werde ich jetzt nicht erfahren, aber wir werden es im nächsten Winter weiter beobachten!

Es sind nur einige Tage vergangen, seitdem ich obige Eintragung gemacht habe: Aber heute habe ich festgestellt, dass sich inzwischen zwei Buntspechte eingefunden haben. Es sind allerdings beides Männchen. Das geht ja irgendwie leider nicht für die Brut.

Darüber hinaus hat das Erlenzeisigpaar Zuwachs bekommen - es sind nun  mindestens 3 Erlenzeisigpaare da.

Vorsichtig und wirklich schüchtern landen manchmal zwei Ringeltauben .....

 

Ja und es sind inzwischen  zwei Eichhörnchen!

 

Alle zusammen fressen mir langsam die Haare vom Kopf - aber es macht mir so viel Freude  .....   ich werde die Vogelfutterstelle im nächsten Jahr ausbauen und mir vieleicht einen kleinen Unterstand bauen.

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Heute haben wir Montag, den 25. igsten März - das Bild an der Futterstelle verändert sich ein wenig.

Trotz der wahnsinnigen Kälte und den zum Teil noch schneebedeckten, festgefrorenen Feldern sind die Goldammern weiter gezogen. Ich hätte vermutet, dass sie warten bis es doch etwas wärmer wird. Aber sicherlich hat ihnen mein Futter so gut getan, dass sie sich gestärkt an das Brutgeschäft erinnern konnten.

Auch sind etwas weniger Erlenzeisige da - wenn ich mich nicht irre.

Es ist manchmal schwierig zu prüfen, weil sie abwechselnd kommen und ich nicht weiß, ob es  immer der Gleiche ist.

Leider ist mir der "Fettblock" ausgegangen - es hat fast den Anschein, als mäkelten die Erlenzeisige herum. Sie waren immer morgens die Ersten, die da ran gingen. Einige Male konnten sie gar nicht warten, bis ich gegangen bin. Das wären schöne Bilder geworden - aber leider habe ich morgens um 6:30 Uhr noch nicht meinen Fotoapperat bei mir.

Naja, aber wie gesagt, "is sich alle"!

Nun habe ich, um die Enttäuschung etwas geringer zu halten, einen anderen Block genommen - dieser friert aber leider bei den Minustemperaturen schnell fest.

Ich werde sie doch wohl hoffentlich nicht auf den letzten Tagen verärgern?

Die Nachbarin hat schon Nachschub bestellt - der kommt aber frühestens Mittwoch!

Ja und dann traute ich doch gestern kaum meinen Augen, da haben sich Ende März doch tatsächlich noch zwei Bergfinken an der Futterstelle eingefunden. Das freut mich sehr - aber hoffentlich kommen sie nicht zu spät nach Hause.

Aber ich habe gelesen, dass auch unsere heimischen Vögel ihren Vogelzug wg. des Wintereinbruchs in Mitteleuropa unterbrochen haben oder aber gar nicht erst los geflogen sind. So ist das dann wohl eben - die Einen warten hier auf das Frühjahr - die Anderen dort!

Der Star ist scheinbar auch wieder alleine - er sitzt auf einem Ast am Hofbaumastloch und gibt die merkwürdigsten Geräusche von sich. Am Schönsten finde ich, wenn der Rüpel den Greifer nach macht - einige Male habe ich doch tatsächlich den Himmel bzw. die Baumkronen nach ihm  abgesucht.

Wenn der Star seine Muttersprache spricht, ist er auch wunderschön anzuhören - vielleicht auch, weil ich ihn nun so viele Monate entbehren musste.

 

Zugenommen haben die Buntspechte und auch die Eichelhäher. Es sind jetzt drei Buntspechte - mittlerweile ist auch ein Mädchen dabei.

...und gestern saßen aufgereiht wie auf einer Perlenkette  "meine" 5 Eichelhäher - damit wäre die Familie wieder vollzählig.

Also, ich weiß natürlich nicht, ob sie es sind - aber ich will es glauben.

 

Alle insgesamt fangen an ihr Sommerkleid zu bekommen - sie sehen schon sehr schön aus - ihre Farbenpracht und ihr fröhliches Gezwitscher helfen sehr in diese kalten Tage zu starten.

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Ich habe gerade gesehen, dass die beiden Stare doch noch da sind. Der Zweite sitzt bereits im Hofbaumastloch und schmeißt das Nistmaterial des Kleibers wieder heraus. Das wird ihn nicht freuen.

Als ich gestern kurz vor dem Dunkelheit das Vogelfutter herein geholt habe, wurde im Hofbaumastloch laut gesungen. Das hatte ich zuvor noch nicht gehört. Wahrscheinlich sind im Augenblick  die Stare eingezogen.

Wer aber letztlich das Hofbaumastloch zum Brüten benutzen darf, steht damit noch nicht fest!

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Heute ist der 29.igste März und die Vogelfutterstelle ist schneebedeckt! Für mich ist das ja vielleicht noch ganz schön, weil ich immer was zu sehen habe. Übrigens gucke ich sehr oft mit Minka zusammen - für sie ist das bestimmt wie ein ganz toller Kinofilm. "Die Vögel" von P. Biermann!

Heute habe ich einen zweiten Kernbeisser gesehen.

Gestern hat es einen kleinen Unfall bei den Schiepern gegeben - die machen aber auch Sachen! Hampeln da gemeinsam mit unzähligen Vögeln an dem Gestell für den Fettblock herum - der war ja nun inzwischen leer und ich hatte eine Kokosnuss hineingehängt. Plötzlich gerät  ein kleiner Feldsperling mit seinem Winzköpfchen zwischen Gestell und Metallvögelchen und verhakt sich derart, dass er nicht mehr raus kommt. Er hing da also und flatterte wie wild umher.

Ich bin dann raus und habe ihn befreit. Er ist sofort losgeflogen und es war totenstille an der Futterstelle - alle schienen sehr betroffen.

Heute morgen ist wieder der übliche Betrieb und ich hoffe, dass der kleine Pechvogel das Ganze gut überlebt hat.

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Der Grünspecht hat sich vorgestern auch noch einmal in die Nähe der Futterstelle gewagt. Aber er ist nicht am Vogelfutter interessiert. Er wühlt im Blattwerk, bis sein Kopf nicht mehr zu sehen ist - er versucht wohl irgendein Futter auf dem Boden zu finden. Normalerweise ernährt es sich ja gerne von Ameisen - aber ob er im Moment welche findet, wage ich ja zu bezweifeln.

Naja, ich habe heute noch ein paar mehr Erdnüsse und Rosinen gestreut - vielleicht mache ich ihm ja eine Freude. Mir würde er auch eine Freude mache, weil das Licht bei seinem Erscheinen vorgestern nicht gut war und ich einen hohen Isowert einstellen musste. Das straft sich doch immer eine wenig auf dem Bild. Heute sieht es so aus, als wolle die Sonne ein wenig scheinen - da kann ich natürlich auch andere Bilder machen.

Ich werde auf ihn warten!

Heute morgen, ist der Star dabei, dass vom Kleiber in akribischer Kleinarbeit zugekleiberte Hofbaumastloch wieder zu öffnen. Ich weiß auch nicht, ob er in diesem Jahr bei so viel Besuch überhaupt hier brütet oder ob er sich etwas anderes ruhigeres sucht. Gestern jedenfalls hat er es weiter versucht.

Bild aus dem letzten Jahr - in diesem Jahr gibt das Wetter solche Bilder nicht her. Noch nicht - jedenfalls!

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Heute ist der zweite April - wenn ich von der Hauptstraße abbiege ...  die kleine Lindenallee zum Hof entlang fahre, dann liegen letzte Schneereste links und rechts am Wegrand. Heute morgen bin ich raus gefahren und habe bei mir gedacht, dass Väterchen Frost, ob er denn nun will oder nicht, seine letzten Tage hier bei uns verlebt.

Es ist ein herrlicher Sonnenschein und alle Vögel sind aktiv. Auf dem Hof ist das Gezwitscher ein einziges Konzert und bei jedem Ton werde ich ein wenig hellhöriger.

Ich kann es kaum glauben, aber es ist immer noch ein Bergfink an der Futterstelle.

Aber zwischen all den bekannten "Mäusen" turnte heute ein kleiner Rotschopf dazwischen - ein Stieglitz!

Für manchen mag der Anblick eines Stieglitzs an der Futterstelle zum Alltag gehören - ich hatte noch nie Einen hier. Von daher hätte ich einen Jubelschrei los lassen können. - aber leider muss ich das Futter, welches sich die Mäuse tagtäglich schmecken lassen ja auch verdienen. Ich musste also los und kam erst wieder, als es dunkel wurde.

Sowohl gestern als auch heute habe ich eine Schaar Kiebitze am Himmel sehen können ... damit ist doch wohl nun wirklich alles klar, oder?

Leider ist das Bild nicht gut geworden. Dennoch möchte ich es in meine Sammlung  aufnehmen und ... es kann auch nicht jedes Bild gut werden.

Hier steht jedenfalls links vom Teller der Stieglitz und ein Stück weiter hinten der kleine Bergfink.

Also - ich bin nicht ganz sicher - aber ich glaube, dass heute (7.04.2013) das Bergfinkenpaar nicht mehr an der Futterstelle war. Das ist nun doch ein richtiger Abschied geworden - waren sie doch eine so lange Zeit mein Gast. Mögen sie heile nach Hause kommen und sich im nächsten Winter an meine Futterstelle erinnern.

 

Anstelle der Bergfinken  habe ich heute die Heckenbraunelle zwischen dem Tannengestrüpp an der Futterstelle gesichtet.

Heute beginnt die Vogelfütterung für den Winter 2013/14

21.11.2013

Heute hat es den ersten Bodenfrost gegeben.

An meiner doch noch sehr kleinen Futterstelle ist schon reges Treiben! Es sind schon zwei Kleiber vor Ort, natürlich etliche Meisen inclusive zweier Sumpfmeisen und der Hit: Herr Buntspecht! Gestern wußte er sich nicht so recht zu benehmen, er verjagte fortlaufend die andern Vögelchen .. aber das ist ja man nur die Sorge, nicht ausreichend satt zu werden.

Also habe ich heute morgen das erste Tellerchen mit Fettfutter aufgestellt. Ich wünsche mir und meinen Vögelchen, dass wir gut über den Winter 2013/2014 kommen und dass wir voller Tatendrang .... jeder auf seine Weise ... in das nächste Frühjahr starten!

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1.12.2013

Mittelspecht

Sperbermädchen

2.12.2013

Nachdem ich nun gestern doch tatsächlich einen Mittelspecht an meiner Futterstelle hatte, habe ich mir natürlich große Mühe gegeben, seine Zeiten gewissermaßen zu erfahren. Es scheint so, als käme er immer ganz kurz gegen 10.00 Uhr und noch einmal zum Nachmittag - keine Arbeitnehmer freundlichen Zeiten!

Naja, es waren auch interessante andere Vögelchen da - meine 5 Eichelhäher vom vergangenen Jahr, ein Rotkehlchen... es kam nicht recht zum Fressen - darum muss ich mich noch einmal kümmern. Ein paar Elstern und auch schon das erste Eichhörnchen. Nicht zu vergessen die Amseln, auch ein paar Grün - und Buchfinken haben schon mal vorbei geschaut.

 

Mein lieb gewonnener Mittelspecht!

6.12.2013

Heute tobt Sturm Xaver über Norddeutschland - ich habe meinen Vogelbaum versucht ein wenig zu stützen - er soll blos nicht weg brechen!

Nun - bis jetzt steht er noch.

Heute ist der erste Schnee gefallen und sofort war die Futterstelle gut besucht.

Ein Gimpelmännchen, eine Goldammer, ein Rotkehlchen, natürlich mein Mittelspecht, diverse Amseln, Feldsperlinge, Blau - und Kohlmeisen, zwei Sumpfmeisen, meine Kleiber vom Hofbaumastloch, die Eichelhäher - es war ein nettes Bild!

Erika hat mir heute erzählt, das sie überlegen, den Hof zu verlassen. Das macht mich sehr traurig und ich denke, das ich dann auch nicht mehr hier bleiben will. Aber meine Futterstelle, die ja nun mittlerweile in ganz Hörpel bekannt ist und meine Katzen lassen mich hier nicht weg!

Gimpelmännchen
Gimpelmännchen

7.12.2013

10.12.2013

Heute hat doch mein Vermieter tatsächlich und allen Ernstes meinen Vogelbaum derart zusammen geschnitten, das nicht mehr viel von ihm übrig geblieben ist. Erstens sei das Totholz und müßte nicht mehr hier herum stehen und zweitens sähe er asozial aus. Ich hatte wg. des Sturms versucht, ihn ein wenig mit Brettern abzustützen und noch keine Zeit gefunden, diese wieder weg zu nehmen.
Für diese Beschränktheit finde ich keine Worte! Hoffentlich hat er meinen kleinen Mittelspecht, damit nicht verscheucht.
Ich weiß ja, dass ich nichts habe und nur zur Miete wohne, aber warum kann man mir nicht mal einen kleinen Baum lassen!

2.02.2014

Die Winterfütterung ist diesem Jahr gibt nicht viel her. Das ist ein wenig schade - aber so habe ich wenigstens Heizkosten gespart. In den letzten Tagen des großen Frostes, haben sich einige Goldammern , ein paar Grünfinken, die beiden Sumpfmeisen, natürlich die Kleiber, Feld- und Haussperling, jede Menge Amseln, einige Buchfinken und nicht zu vergessen die Kohl - und Blaumeisen, am Futterplatz versammelt.

Auch Kurt - wie Erika unseren Buntspecht während meiner Abwesenheit getauft hat - kam dieses Jahr recht regelmäßig.

Gestern - als ich kurz in das Regenwetter starrte, sah ich einen größeren Vogel, auf dem Futterplatz sitzen, den ich zunächst nicht zuordnen konnte. Ich also runter und das Fernglas vor die Augen gehalten. Da saß doch tatsächlich der Sperber inmitten meiner Körner und schien verwundert, dass er dort alleine sitzen musste.

Heute nun hatten wir +7 Grad - die Vögel schienen schier durch zudrehen. Die kleinen Meisen badeten in den Regenpfützen, der Kleiber schrie förmlich den ganzen Vormittag seine Freude über das schöne Wetter über den Hof. Es war ein Gezwitscher wie im Frühling - offenbar angezogen von dieser Lebensfreude ließ sich auch der Mittelspecht sehen. Er hing kurz am Fettblock - war dann aber schnell wieder fort. In gar nicht so weiter Ferne hörte ich auch den Grünspecht lachen - so sehr ich mir den Hals verdrehte - entdecken konnte ich ihn nicht!

 

Vielleicht kommen ja noch ein paar Bilder während der Winterfütterung zu stande. Der Blick auf den Wetterbericht sagt jedenfalls gegenteiliges. Nun - der nächste Winter kommt bestimmt und so freue ich mich jetzt erst einmal auf den Frühling.

Winterfütterung 2014/2015

In diesem Herbst löst die Vogelfütterung die Igelfutterstelle ab. Obwohl - so ganz stimmt das nicht. Heute Morgen - 14.11.2014 - musste ich früh zur Ausländerbehörde. Das bedeutete, dass ich die Igelfutterstelle noch im Dunkeln abbauen musste. Zum Glück, hatte ich meine Taschenlampe dabei und sah den kleinen Puschel, bevor ich die Obsthorde hoch nahm. Es war 6:30 Uhr und er schmatzte was das Zeug hielt! Vorsichtig zog ich mich zurück – später baute ich das Futter für die Vögel auf. 

Grün - und Bergfink

Die Winterfütterung 2014/2015 gibt - wie im letzten Jahr - nicht allzu viel her! Ganz zu Beginn hatte sich der Mittelspecht gezeigt - was mich irre gefreut hat. Aufgrund des milden Klimas - so vermute ich jedenfalls - hatte er dann aber im Verlauf des Winters keine Vogelfutterstelle nötig und hat sich deshalb auch nicht mehr gezeigt. 

Sehr sehr schade ist, dass es in diesem Winter keine Eichhörnchen gab. Es turnte irgendwann im Januar Eines über den Hof - auch für mehrere Tage - war dann aber wieder verschwunden. Hoffentlich ist es nicht  überfahren worden. Im Jahr zuvor hatte ich so viele Eichhörnchen an der Futterstelle - das hat richtig Spaß gemacht. Leider hat keines den Winter überlebt, weil rücksichtslose Autofahrer so durch den Ort  brettern müssen, dass sie nicht für ein  Eichhörnchen bremsen können. Manches Mal habe ich mich gefragt, ob sie noch bremsen können, wenn ein Kind über die Straße läuft. 

Die erste Januarhälfte habe ich in der Sonne verbracht - als ich zurück kam, hat es hier eigentlich nur geregnet. Die Fütterung ist an solchen Tagen immer blöd, weil ich das Bild vor Augen habe, dass das Futter zu einem einzigen Brei zusammen matscht und für die Vögel nicht mehr zu genießen ist.

Das Bild im Februar war ähnlich. Regen, Regen und Regen! Einzige Veränderung betraf die Anzahl der Bergfinken an meiner Futterstelle.  Es war ein recht große Trupp vor Ort - ich denke, so um die 30ig Vögel werden es gewesen sein. Gestern nun - am 6.03.2015 - hat sich ihre Anzahl wesentlich minimiert. Es sind heute vielleicht noch 4 bis 6 Bergfinken da - also die Anderen haben sich auf die Heimreise gemacht. Nun wollte ich in diesem Jahr unbedingt noch ein vernünftiges Bild von den Bergfinken machen, bevor sie weg sind. Durch den anhaltenden regen und die dadurch verursachten miesen Lichtverhältnisse war nichts möglich. heute nun - Hoch Karin ist unterwegs - waren die Temperaturen einigermaßen, so das ich an meinem Beobachtungsposten nicht fest fror. Bin ich also raus und dachte mir, jetzt wird es Zeit. Die letzten Bergfinken werden sich in den nächsten Tagen verabschieden. Einige Bilder konnte ich machen - aber so recht zufrieden bin ich nicht. Sie werden wohl nächstes Jahr wieder kommen müssen. Ewig habe ich gesessen - sie kamen angeflogen, bemerkten dass ich vor Ort war und sind sofort wieder weg. Nachdem ich bestimmt 2 Stunden gesessen hatte, war entweder der Hunger so groß oder der Mut soweit angestiegen, dass sie doch einen kurzen Moment zum Fressen kamen. Ich war natürlich so aufgeregt, dass ich die Hälfte der Bilder verkackt habe und außerdem ist es gar nicht so einfach zwischenzeitlich nicht einzuschlafen. Immer wenn ein Vogel in die Nähe kam, spannte sich mein Rücken und natürlich fing die Nase an zu jucken. Sich nicht zu bewegen und alles im Zeitlupentempo zu machen - obwohl du aufgeregt bist ... ist höchste Konzentration.


Besonders gefreut hat mich heute eine kleine Gruppe von Kernbeißern. Sie hielten sich über den Vormittag bei mir auf und lebten auch schon mächtig ihre Frühlingsgefühle aus. Einen Einzelnen hatte ich immer mal wieder zu Besuch - aber eben nicht so viel. Ich wüsste gerne wo sie sich während der Brutzeit aufhalten! Das wäre spannend - ist mir aber noch in keinem Jahr geglückt heraus zu finden.


Auch fanden sich Herr und Frau Gimpel heute ein. 


Die Stare sind schon vor zwei Wochen zurück gekommen und versuchen, wie jedes Jahr -  das Hofbaumastloch  für sich zu bekommen. Auch wie jedes Jahr, haben aber auch die Kleiben daran Interesse und der Buntspecht ist ebenfalls  nicht abgeneigt. Schauen wir, wer dieses Jahr darin brütet. Im letzten Jahr waren es die Stare. Die Kleiber konnten das Loch durch die Trockenheit des Frühjahr nicht verschließen und mussten sich schließlich eine andere Behausung suchen. Leider befürchte ich, haben  die Starenkinder den Ausflug nicht überlebt. Sie haben in den Tagen zuvor einen solchen Lärm gemacht, das die Rabenkrähen auf sie aufmerksam wurden und bereits auf sie warteten. Einige Male habe ich sie verscheucht - da ich aber auch noch einer beruflichen Beschäftigung nach gehe - konnte ich nichts ausrichten.


Ansonsten ist das Bild recht identisch mit dem aus dem letzten Winter. Da gibt es die Blau- Kohl- und Sumpfmeise. Das Rotkehlchen, die Heckenbraunelle, die Amseln und Feldsperlinge. Einige wenige Grünfinken - das waren im letzten Jahr deutlich mehr! Naja und die Spechte  - hoffe, dass ich nun niemanden vergessen habe. Freue mich auf eine tolle Brutsaison im Jahr 2015 - die Kraniche kommen in großen Trupps bereits wieder zurück und auch etliche Störche haben ihren Horst bezogen.

Ich bin ein Gimpel!

Was 'n da los?


Kernbeißer 

3. April 2015

Noch immer ist an der Vogelfutterstelle reges Treiben.  Die Bergfinken sind nun wohl endgültig auf ihrer Heimreise - den Letzten habe ich vor ein paar Tagen allerdings noch gesehen. Wahrscheinlich war er auf der Durchreise. 

Ansonsten gibt es noch immer meine Rotkehlchen, heute war auch das Kernbeißerpaar zu Besuch und auch das Gimpelpärchen kommt regelmäßig. Die Stare bedienen sich am Fettblock und es sind eine ganze Menge Grünfinken vor Ort. da bin ich froh ... hatte ich mich doch gewundert, dass über eine längere zeit nur ein Paar vor Ort war. Gelegentlich - so auch heute morgen - kommt die Goldammer - ein Männchen, bringt ordentlich Farbe  zwischen den Sperlingen. Der Mittelspecht hat sich leider nicht mehr sehen lassen - ich hoffe, es geht ihm gut. Dafür gibt es ein neues Eichhörnchen und ich bete zum lieben Gott, dass es nicht gleich wieder überfahren wird.

Ja, Sturmtief Niclas hat hier für wüste Unordnung gesorgt. ich denke, dass ich den April über noch füttern werde und dann schauen wir weiter.

Es sind die ersten Bachstelzen da - leider kommen sie aber nicht an die Futterstelle - naja, mal abwarten.

Winterfütterung 2015/2016

Wir haben heute schon den letzten Tag des Jahres 2015 - meine Winterfütterung habe ich bereits Anfang des Monats begonnen - hat sich aber insgesamt noch nicht wirklich "gelohnt" - die Temperaturen liegen  den ganzen Dezember hindurch im zweistelligen Bereich und eigentlich regnet es nur - jedenfalls gefühlt!

Heute regnet es auch - aber die Temperaturen liegen am Gefrierpunkt - ich schaue eine Weile dem Treiben an der Futterstelle zu und entdecke einen Bergfinken - endlich, hatte ihn schon vermisst ... auch mein Freund der Kernbeisser ist da. Gimpel und Kleiber natürlich auch. Grün - und Buchfinken, die Meisenarten, Feldsperlinge ... wie jedes Jahr. Nicht zu vergessen, Kurt der Buntspecht! Bilder habe ich noch keine gemacht - das Wetter ist einfach zu schlecht.

Mal sehen, wie das mit dem Winter weiter geht und ob es noch ein paar nette Bilder geben kann!

Nachdem ich heute - 3.01-2016 - noch einen kleineren Trupp Kraniche über dem Hof hörte und erfuhr, dass dies den bevorstehenden Kälteeinbruch signalisiert, bin ich gespannt, wie es an der Futterstelle in den nächsten Tagen aussehen wird.

Heute hat das Amselmännchen gelernt in das große Vogelfutterhaus zu fliegen - jedesmal wenn ich nach dem rechten schaue, sitzt es auf dem Dach und verscheucht alles, was sich für "sein" Futter interessiert. Muss ich wohl anfangen, das Futter breiter zu verstreuen, damit alle was abbekommen.

 


                                                          Facebook Unterhaltung " Wildvögel im Garten" am 3. Januar 2016

Hallo ihr Lieben - heute nun hat der Winter Einzug gehalten - ich bin da mit meiner Freude eher immer etwas zwiespältig. Verbringe viel Zeit auf der Autobahn und das macht dann wirklich keinen Spaß mehr.Aber deshalb schreibe ich euch nicht an. Bestimmt ist meine Frage auch schon hundertmal gestellt worden - aber ich konnte dennoch nichts finden!
Also, bei diesen kalten Temperaturen räume ich meine Vogelfutterstelle beihnahe komplett am Abend ab und morgens vor der Arbeit wieder auf. Das ist mühsam - sind mir die Pieper aber wert!
Ich räume aber natürlich das Futter nur deshalb rein, um zu verhindern, dass es über Nacht festfriert. Nun ist es aber auch tagsüber so kalt, dass sehr wahrscheinlich alles nach kurzer Zeit gefroren ist. Dann können die Tschieper am Knödel, Fettblock oder wo auch immer sitzen und bekommen nichts heraus gepickt - wie könnte ich das besser machen?

Ramona Steckel gefällt das.
Kommentare
Corinna Weseloh Also meine kriegen da was raus auch wenns friert. Sogar die kleinen Blaumeisen. Und zusätzlich kannst du auch Streufutter anbieten. Ich lass mein Futter auch nachts draußen.
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Winkelmann Gabriele brauchste nicht abräumen
Petra Biermann Ehrlich ? - Ich dachte nicht, dass das geht, bekomme ich kaum den Fingernagel rein! Also nun - muss er ja auch nicht - aber so zur Kontrolle - dachte ich!
Petra Biermann Na, das sind ja tolle Aussichten - kann ich länger schlafen!
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Winkelmann Gabriele bin dafür bekannt, dass ich nicht lüge „grin“-Emoticon
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Petra Biermann Das freut mich ... hahaha
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Ramona Steckel Ich hole auch nix rein „smile“-Emoticon. Das Haferflocken-Fettfutter gefriert eh nicht richtig...das Körnerfutter ist auch ziemlich trocken. Ansonsten hab ich die Knödel im Halter in den Baum gehängt und etwas Tannengrün drüber damit sie nicht zu nass werden und der...Mehr anzeigen
Winkelmann Gabriele Haferflocken sind ja eigentlich immer entweder geröstet oder sowieso Fettfutter. Die Idee mit dem Tannenreisig ist genial.Wieder was gelernt „grin“-Emoticon
Petra Biermann Ja - den Sperber habe ich auch ab und an hier - ich kann das nicht verhindern, dass er die Tschieper sieht
Petra Biermanns Foto.
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Roland Rogers Das ist das Sperber Weibchen, vorsicht, sie ist verdammt flink
Petra Biermann Ja - neulich ist sie ganz plötzlich da gewesen und jagte einen Singvogel - der ist im Zick Zack zwischen den Bäumen - Sperber hinter her - letztlich ist der Singvogel in einem Busch entkommen - ich war froh - auch wenn ich weiß, dass der Sperbel leben will.
Petra Biermann Sage mir bitte noch, woran du das Weibchen erkennst?
Roland Rogers an der Groesse und Haltung !
Petra Biermann
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Ja, nun hat man mir ja versichert, dass ich Knödel und Co. über Nacht ruhig draußen lassen kann - aber ich weiß nicht. Komme ich heute nach Hause - 7 Grad minus und das Vogelhäuschen mit Schnee und darin gefrorenen Körnern bedeckt – das kann es doch nicht sein! Also  - ich hole wieder alles rein ... Vogelhäuschen tauen jetzt im Wohnzimmer auf!

Morgen soll es den ganzen Tag schneien  - doof

Ich werde noch ein weiteres Tellerchen hinaus stellen, damit alle satt werden über den Tag

Heute morgen hatte ich insgesamt 3 Vogelhäuschen und zwei Tellerchen gefüllt – zusätzlich zu den Knödeln, Fettblöcken und derer Dinge mehr!

Das nenne ich Appetit – aber im Laufe des Tages, kommen sicherlich einige 100 Vögel vorbei – vielleicht sind es immer dieselben, das weiß ich natürlich nicht

 

… aber die leeren Häuschen und Tellerchen zeigen mir, dass es sehr viele sind! 

Hier ein Bild aus dem Dezember 2015 - als sie es noch nicht nötig hatten.

Heute nun - Dienstag, 5. Januar - hat es bestimmt 15cm Schnee gegeben - morgen wird es auch noch mal den ganzen Tag schneien und ich habe keine Zeit mich auch nur 10 Minuten mit meiner Vogelfutterstelle zu beschäftigen - das tut mir mega leid. Gerade in der "Schneezeit" kommen sie alle - kommen Vögel, die man sonst nie zu Gesicht bekommt und ich habe keine Zeit, weil ich das Geld verdienen muss, was  die Ankunft dieser vielen verschieden Vögelchen überhaupt erst möglich macht.

Am Wochenende, wenn ich Zeit hätte ... sind Temperaturen im Plusbereich angesagt und Regen

... leider wird die weiße Pracht sehr schnell zu Matsche werden und dann tauen

... das betrübt mich!


21.01.2016

Habe ich vor einigen Tagen gelesen, dass sich die Rabenvögel in dieser kalten Jahreszeit über ein bisschen frisches Fleisch – sie sind Allesfresser – freuen würden. Also habe ich bei Ehlers aus der Tiefkühltruhe eine Packung Hühnerklein gekauft. Da es aber an diesem Tag nicht kalt genug war, um ein solch köstliches Mahl  zu verteilen, habe ich es erst mal in den Kühlschrank getan. Schön in schwarzer Plastikschale mit Deckel – Inhalt nicht zu erkennen.

…. und dann kam die Nacht – eisig kalt – Minus 10 Grad!

Habe ich also mein Hühnerklein aufgetaut über Nacht und es am Morgen schön in der schwarzen Plastikschale auf den Rasen an meiner Futterstelle aufgebaut.

Die Elstern machen sich durch ihren Gesang schnell bemerkbar – sitzen in den Baumkronen und werfen einen ersten Blick auf die Futterstelle.  Scheinbar ist ihnen das schwarze Teil nicht geheuer – sie fliegen hin und her – landen im gewissen Abstand  und entscheiden sich letztlich für den Abflug!

Das Ende dieser Geschichte ist, dass ich die Schale wieder rein hole – ist mir einfach zu riskant, sie den ganzen Tag draußen stehen zu lassen, während ich ins Irrenhaus fahre.

Nun ist ja die Plastikschale ohne Deckel und ich kann mich einfach nicht überwinden sie wieder in den Kühlschrank zu stellen. Ich stelle sie ans geöffnete Badezimmerfenster und hoffe, dass nichts einfriert.

Am nächsten Morgen muss ich vor Sonnenaufgang das Haus verlassen – ich lasse die Schale am Fenster stehen und fange langsam an mich zu ärgern, dass ich sie überhaupt auf gemacht habe!

Es kommt der nächste morgen – wieder sehr kalt!

Da die Elstern ja offenbar Angst vor der Plastikschale hatten, hole ich nun die einzelnen Stücke heraus und verteile sie im Garten. Ist auch nicht so einfach, aber ich beruhige mich damit, dass es mir die Tschieper danken werden. Heute nun aber, lassen sie sich gar nicht erst  blicken – ich weiß nicht, ob sie gedacht haben, meine Abreise  Richtung Hamburg abzuwarten – aber egal…  ich war so gespannt – bin immer wieder zum Fenster gelaufen und nichts … die Fleischstücke lagen da und nichts weiter!

Als ich los musste, habe ich alle Fleischstücke vom Rasen wieder aufgesammelt und zum zweiten Mal überkam mich ein wenig der Ärger  - ist doch echt scheiße! 

Was sollte ich nun damit machen – auf keinen Fall kommt mir der Scheiß weiter ins Haus. Mein erster Gedanke war, es einfach in die Tonne zu schmeißen und gut ist es.

Aber dann dachte ich, wie Scheiße ist das denn für das Huhn. War ohnehin schon alles blöd und zum Schluss auch noch in die Tonne geschmissen!!!

Ich beschloss es auf ein Feld zu werfen.

Gesagt – getan – als ich kurz nach meiner „Tat“  eine Hundehalterin ankommen sah – sie hatte ihren Hund natürlich nicht angeleint – bin ich einfach nur noch ins Auto gesprungen und weg gefahren. Sicherlich habe ich einen Moment überlegt, ob ich die Fleischstücke ein drittes Mal in die verkackte Schale zurück lege –aber nein, ich will jetzt nichts mehr damit zu tun haben.

 

… und eines weiß ich genau, so etwas kaufe ich im Leben nicht noch einmal!

22. Januar 2016 - Das Thermometer zeigt heute Morgen Minus 14 Grad an.  Meine Vogelfutterstelle ist gegen 7:30 Uhr fertig aufgebaut  - ca. 10 Minuten später kreischen und beharken sich dort zwischen 30 und 40ig Amseln. Bei ihnen ist immer Aufregung, sodass sie weit zu hören sind. Immerzu halte ich nach dem Sperber Ausschau – ich weiß, er will auch leben, aber bitte nicht an meiner Vogelfutterstelle.

Ich suche „mein“ kleines Rotkehlchen – finde es aber nicht. Es ist auch Frühaufsteher und häufig morgens mit den Amseln als erstes am Futterplatz. Heute Morgen sehe ich es nicht – dafür turnt ein hübsches Goldammermännchen dazwischen.

Es ist die Zeit, in der ich mit Kira und Oskar kämpfen muss. Kira geht nicht an die Futterstelle – sie sucht sich ihre Beute an anderer Stelle – macht mich auch nicht glücklicher. Aber auch sie muss bei diesen Temperaturen warten bis es hell wird, damit die Tschieper erst mal  ankommen können und eine Chance haben zu fliehen.  Oskar lasse ich gar nicht mehr über den Tag heraus – er geht an die Futterstelle ohne sich um mein Gemecker zu kümmern. Das nervt ihn natürlich sehr – er jammert ohne Ende – manchmal setze ich ihn ans Fenster, dann kann er sich das Treiben von drinnen anschauen. Er ist dabei so konzentriert, dass er das Jammern vergisst. „Gewusst wie“! Aber das klappt natürlich auch nur für einen Augenblick – wie gut, dass ich dann das Haus verlassen kann, um ins Irrenhaus zu fahren.

Mittlerweile ist es hell geworden und ich kann die Natur sehen.  Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes festgefroren. Die Büsche und Baumkronen sind vom Frost weiß … ein sehr schönes Bild! Würde sich ein Fotospaziergang ganz sicherlich lohnen – aber leider habe ich keine Zeit. Morgen – Wochenende -  fängt es an zu tauen und am Sonntag soll es im Plusbereich wieder regnen.

So ist es schon beim letzten Wintereinbruch, als so viel Schnee gefallen ist, gewesen. Ganze Woche war alles weiß – pünktlich zum Wochenende setzte das Tauwetter ein.

 

In der Tat ist das ein Punkt auf den ich mich freue, wenn ich auf Rente bin. Ich kann spontan reagieren auf dass was mir wichtig ist und Freude macht!

28.01.2016

Nachdem es nun wirklich richtig fetten Frost und auch Schnee gegeben hatte, ist alles in wenigen Stunden wieder weg getaut. Seitdem haben wir Temperaturen in zweistelligem Bereich und warten auf die Ankunft der Störche. Die ersten – las ich – sind bereits aus ihrem Winterquartier zurück gekommen.

Naja – zugegeben … es  war nur eine kleine Vorhut von der auch gar nicht so recht klar war, ob sie überhaupt gezogen waren oder einfach nur von Süd- nach Norddeutschland geflogen waren. Wie dem auch sei, Winter lässt sich das nicht nennen und so ist auch an der Vogelfutterstelle nicht viel los.

Gestern hatte ich noch eine Ammer gesehen – das war es dann aber auch. Nur meine treuen Finken und Meisen, Amseln und Elstern bleiben da – allerdings auch deutlich weniger! Schade!

Das düstere und regnerische Wetter gibt leider auch keine Fotografie her. Manchmal hat man ja Glück und am Nachmittag kommt ein wenig die Sonne heraus – aber dann bin ich entweder nicht zu Hause oder die Tschieper vergnügen sich gerade wo anders.

 

Mal sehen, ob es aus dieser Winterfütterung noch ein paar brauchbare Bilder geben wird!

4.02.2016

Heute hat sich der erste Star zur Vogefutterstelle gesellt - erst hat er sein Haus im Hofbaumastloch inspiriert - den Kleiber verscheucht und dann ist er zum essen geflogen. das ist ja nun dieses jahr wirklich sehr früh - wer weiß, ob er überhaupt in den Süden geflogen war!

Ansonsten wird der Trupp Erlenzeisige an der Futterstelle im größer - in den Jahren zuvor waren es höchstens zwei - dieses Jahr sind es bestimmt schon 10 Vögel.  Dafür habe ich den Bergfinken schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen - vielleicht ist er ja auch schon in Richtung Heimat geflogen. Die Temperaturen signalisieren einfach keinen Winter!

Überwiegend regnet und stürmt es - so kommen dieses Jahr wohl keine Bilder mehr zustande!

Heute Morgen nun stehe ich wieder mit meinem Fernglas am Fenster und schaue was sich an der Vogelfutterstelle so tut!

Einer der Stare war ja bereits gestern auf dem Hof gelandet – ich saß am Schreibtisch und hörte seinen Gesang – wunderschön … sofort war mir klar …. Er ist da!

Dieses Zwitschern ist unglaublich schön – sie sitzen an den warmen Sommerabenden auf dem Giebel eines Scheunendaches und singen so melodisch  in den Abend hinein – einfach nur schön!

Die Wiese an meiner Futterstelle ist voller Vögel – ich staune!

Es ist unmöglich irgendetwas zu zählen – aber ich schätze, dass es inzwischen 30 Erlenzeisige sind, ganz viele Grünfinken … bestimmt an die 50ig – unzählige Meisen und Feldsperlinge – der Bergfink und der Kernbeißer dazwischen – Ringeltauben, Elstern und Eichelhäher, das zarte Rotkehlchen , die Buchfinken … ein unglaubliches Gewühl bunter Vögel!

 

Insgesamt werden es an die 200Vögel oder mehr sein, die im Pulk plötzlich vom Himmel fallen und die auf das Kreischen eines einzelnen Vogels in ganz kurzer Zeit wieder verschwunden sind. 

Vogelfutterstelle Elster in Februar 2010

Aus den 30ig Erlenzeisigen sind im Laufe des Februars bestimmt 200 geworden. Sie fallen regelrecht über die Futterstelle hinein und ich habe den Eindruck, dass sie die anderen Tschieper von der Vogelfutterstelle fernhalten. Nur vereinzelt kommen die Meisen noch, ab und an sehe ich eine Goldammert, natürlich ist auch Kurt da - aber es ist ein noch nie dagewesenes Bild. Erlenzeisige wohin das Auge blickt. Siesitzen in den Bäumen und sind nicht zu überhören - ich hoffe sehr, dass das keinen Ärger gibt. Die Bergfingen waren leider in diesem Winter nicht da - nur ganz am Anfang ein einziger Vogel ... 

So sieht die Vogelfutterstelle in jedem Jahr ein bisschen anders aus ...

25. März 2016

In den nächsten Tagen werde ich die Vogelfutterstelle schließen. Wir haben zwar nicht unbedingt schönes Wetter, aber immerhin tagsüber so um die 7 Grad plus. Ausschlaggebend für das Beenden sind  allerdings Kira und Oskar. Es ist mir weitestgehend gelungen, sie tagsüber drinnen zu behalten, aber nun wird es doch schwierig.

So werde ich also jetzt die Reste hinstellen über Ostern und dann ist gut. Es braucht ja auch immer noch etwas Zeit, bis sie dann tatsächlich verschwunden sind.

Hätte ich einen eigenen Garten und keine Katzen wäre es mein Traum einmal  die Ganzjahresfütterung auszuprobieren und zu schauen, was sich da so bewegt!

Aber das wird wohl ein Traum bleiben …. aus den unterschiedlichsten Gründen!

Die Winterfütterung dieses Jahr war völlig anders, als in den Jahren zuvor. Als ich anfing, sah es zunächst aus wie immer. Die Meisen, die Kleiber, die Amseln und Spechte etc. waren schon früh da.

Hin und wieder kam ein Bergfink, eine Goldammer der Kernbeißer sogar ein Teichhuhn!

Ich weiß gar nicht mehr so genau wann dieser Wahnsinnstrupp an Erlenzeisigen eintraf. Anfangs habe ich mich echt gefreut – es waren sicherlich 100 Vögel. Aber es war so, als schienen sie  sich gegenseitig zu rufen, innerhalb weniger Tage verdoppelte sich ihre Anzahl und vermehrte sich weiter und ich konnte gar nicht so viel Futter anschleppen, wie sie weg fraßen. Die wirklich große Menge Futter, die ich morgens rausstellte, war gegen Mittag leer bis auf den letzten Krümel. Das wäre aber letztlich gar nicht so schlimm gewesen – diese  Zeisige sind wunderschön und das Bild hat mir gut gefallen.  Aber Sorge machte mir der Höllenlärm, den sie von früh bis spät machten. Ich wartete eigentlich nur noch auf irgendwelche Beschwerden.

Hinzu kam das sie durch ihre großen Trupps alles andere an der Futterstelle verscheuchten.  Nur Kurt, der kleine Buntspecht, ließ sich von ihnen nicht aufhalten. Aber ansonsten blieben sogar die ansonsten  so gefräßigen Feldsperlinge weg.

Nun nachdem ich das Fütter rapide herunter gefahren habe, scheinen es weniger zu werden. Ich beobachtete in den letzten Tagen auch wieder die Grünfinken und sogar eine Schwanzmeise fühlte sich heimisch und am aller meisten freute mich der Besuch zweier  Eichhörnchen. Sie mögen bitte auf sich aufpassen. Aber ich sah sie auch schon auf der Straße von rechts nach links rennen, wenn ich mit Paula nach Hause kam. Sie haben selbst in so einem kleinen Dorf keine große Überlebenschance!

 

Schade


Winterfütterung 2016 / 2017

Anfang November setzte dieses Jahr der erste richtige Frost ein.  Bei nächtlichen Temperaturen von  -8 Grad, habe ich dann schnell das erste Häuschen aufgebaut. Leider haben die Tschiper er gar nicht bemerkt. Nun fast 14 tage später ist der frost vorbei - wir haben wieder Temperaturen von +10 Grad. Trotzdem wollte ich das Häuschen nun nicht mehr rein holen. Und das war wohl eine richtige Entscheidung. Heute Samstag - bin ich zu hause und kann ausgiebig schauen was sich an der  Vogelfutterstelle tut und da sind sie alle da. Noch nicht so zahlreich, aber ja, es sind Grün- und Buntfinken... ein kleiner Bergfing, Blau- , Kohl- und Sumpfmeisen - der schicke Kleiber und Kurt sah ich auch schon im Geäst. Ich wünsche mir eine schöne Zeit mit der Vogelfutterstelle und das wir alle gut durch den Winter kommen.

Wir haben jetzt schon Mitte Dezember - zweimal bereits heftigen Frost, aber die Vogelfutterstelle läuft nur mühsam an. Das ist für die Kosten gut, aber für das Auge schade. Kein Bergfing, kein Kernbeisser - aber zu meiner riesengroßen Freude hockte heute früh der Mittelspecht im Futterhäuschen. Das freut mich doch sehr.

Die Winterfütterung in diesem Jahr ist sehr mager. Immer wieder suche ich im Internet nach Erklärungen: 

Antwort 1: Die Tschieper finden noch jede Menge natürliches Futter 

Antwort 2: Es ist in diesem Jahr, auf Grund der Wetterverhältnisse im Sommer nicht genügend Nachwuchs gezeugt worden

Antwort 3: Irgendetwas stimmt hier nicht

Wir schreiben mittlerweile 9. Januar 2017 - die Situation am Vogelhäuschen hat sich nicht verändert.  Nur sehr wenige Vögel kommen!

Nun stehe ich ja jeden morgen beim Zähneputzen am Fenster und beobachte das Treiben an der Vogelfutterstelle.  Nun heute ... endlich ... wir haben wieder eine sehr kalte Wetterperiode und schreiben den 17. Januar 2017, kommt etwas Bewegung in meine Fütterung. Es kommen mehrere Buntspechte - es ist immer wieder ein Erlebnis, wie sie ihr Futter gegenüber dem Konkurrenten verteidigen. Ich freue mich auch riesig den Mittelspecht  begrüßen zu können.  Neben den Spechten, kommen etliche andere Vögel - meist, bis jetzt nur vereinzelt - aber sie sind da! 

Heute morgen war nun endlich ein Kernbeißer zu sehen, die Goldammer, immerhin zwei Berkfinken - ca. 20 Grünfinken - ebenso viele Amseln .... etliche Buchfinken, Elstern - Eichelhäher .. eigentlich fehlt jetzt nur noch der  Gimpel. 

Was mich besonders freut ist die Tatsache, das es wieder ein Eichhörnchen gibt - leider werden sie oft von Autos getötet und ich befürchte, das ein Eichhörnchen im letzten Jahr von Oskar aus dem Leben gerissen wurde. Als ich es auf der Terrasse sah, bin ich sofort wieder in meine Wohnung zurück gegangen. Mein Hirn arbeitete und irgendwann hatte ich klar, dass ich dieses Eichhörnchen  wegräumen muss ... wenn ich nicht noch schlimmere Anblicke ertragen möchte. Den Augenblick, als ich mit meiner kleinen Schippe raus ging, möchte ich nicht weiter beschreiben ...   

Ich wünsche mir so sehr, dass dieses Eichhörnchen ein bisschen älter wird ...

Nun gibt es in meiner Winterfütterung einen riesigen Sprung - wir haben heute schon den 16. Februar 2017. In diesem Jahr gibt es nichts außergewöhnliches an der Futterstelle zu melden. Es sind weit weniger Vögel insgesamt da und auch fehlt die Vielfalt.  Zwei Kernbeißer waren da, ein oder zwei Goldammern , ein Bergfink etc. Auch sah ich mal ein Eichhörnchen in der Nähe ...

heute allerdings entdecke ich einen Gast, den ich sonst hier noch in keinem Winter an der Futterstelle begrüßen durfte, obwohl es sie in der Nachbarschaft durchaus gibt. Es ist die heimische Schwanzmeise - das freut mich! Hoffentlich bleibt sie ein paar Tage.

Vor ein paar Tagen simste mich meine Nachbarin an und fragte mich, ob sie jetzt bekloppt geworden sei oder ob tatsächlich der Star am Hofbaumastloch sitzen würde. nein sie ist nicht bekloppt geworden. Er ist seit ungefähr einer knappen Woche wieder da und hat sogleich sein Revier wieder in Beschlag genommen. Für Kurt ist das nicht so schlimm - er hat in diesem Winter offenbar ein neues Zuhause gefunden gehabt. Im Hofbaumastloch verbrachte er seine Nächte jedenfalls in diesem Winter nicht.

Heute stehe ich mit meinem Fernglas und schaue auf die Vogelfutterstelle, als plötzlich „Kurt“ vom Himmel gefallen kommt. Er bleibt im Laub sitzen und ich ahne böses. Als der Nachbar ganz dicht an ihm vorbei geht und er nicht wegfliegt, weiß ich, dass er Hilfe benötigt. Aber was ist zu tun?

Letztlich fällt mir die Wildtierauffangstation in Soltau ein. Ich setzte den kleinen Specht in einen Karton – er wehrt sich nicht, schreit aber, was das Zeug hält.

Noch nie ist Kurt in menschlicher Obhut gewesen und Auto gefahren – ich habe keine Ahnung, ob er die Aufregung überleben wird. Andererseits bin ich ganz sicher, dass die medizinische Versorgung  seine einzige Chance ist zu überleben.

Ich fahre los – verfahre mich endlos … armer „Kurt“! Nach beinahe  eineinhalb Stunden komme ich in der Wildtierauffangstation an und habe Glück. Es ist jemand vor Ort. Kurt, mein kleiner  Specht wird untersucht und es stellt sich heraus, dass er entweder eine Gehirnerschütterung hat, weil er irgendwo gegen geflogen ist oder aber, das er Gift zu sich genommen hat, z. B. durch Insekten. Das mit den Insekten kann ich mir um diese Jahreszeit noch nicht vorstellen, weil ja wohl noch niemand sein Unkrautvertilgungsmittel durch die Gegend sprüht. Hoffe ich auf eine Gehirnerschütterung, von der es sich erholt.

 

Ich bitte zig Mal darum, mich zu benachrichtigen – Kurt soll wieder in seine ihm vertraute Umgebung zurück. Heute nun sind drei Tage vergangen, ich habe nichts gehört. Ich ärgere mich sehr, weil ich meine Festnetznummer angegeben habe, unter der der Anrufbeantworter nicht funktioniert. Ich habe nach meinem Irrtum sofort noch einmal angerufen und  meine Handynummer  mitgeteilt.  Ich wünsche mir so sehr, etwas zu hören.

Winterfütterung 2017 /2018

In diesem Jahr ist alles anders!

 

Christhard war im Herbst 2017 im Baumfällerrausch  und hat alles umgenietet, was er irgendwie störend fand. Vorausgegangen war, ein heftiger Sturm bei dem ein Baum  aus dem Boden gerissen wurde und über den Rasen flog.

Manni, der gerade noch rechtzeitig in seiner Haustür verschwinden konnte, hatte den ganzen Tag über zu berichten ...

Die Männer waren richtig in ihrem Element ...

Dann kam der Morgen als Christhard bei mir klingelte und mir sagte, ich möge mein Auto vom Hof nehmen - er würde drei Bäume fällen wollen.  Ich ließ mir noch kurz erklären, welche Bäume es wohl betrifft, um abzuchecken, wo ich Paul parken könnte.  Er zeigte auf Bäume, die für mich nicht soooo wichtig waren und ich atmete durch. Scheinbar drohte keine Katastrophe ...

Als ich am Abend nach Hause kam,  traute ich meinen Augen nicht ... alles war zerstört - unendlich viele Bäume lagen mit ihren schönen Kronen kreuz und quer über dem Rasen. Als ich realisierte, das der Baum mit dem Astloch  auch hingerichtet worden war, konnte ich noch nicht einmal mehr Entsetzen spüren. Unzählige Stare haben in ihm gebrütet. Meist hatten sie sich mit dem Kleiber gestritten, wer denn nun das Haus beziehen durfte. In einem Jahr hatte auch der Buntspecht ordentlich mitgemischt. Nun lag der Baum gespalten und komplett "geschlachtet" auf dem Rasen!

In diesem gesamten Massaker hat Christhard auch meine Vogelfutterstelle zerstört ...

Ich lief umher und versuchte irgendwo einen Ast zu finden, an dem ich meine Futtersäule hätte aufhängen können. Vergebens ...

Ich habe schließlich hinter der Garage einen Platz gefunden. Er war so gelegen, dass ich ihn nicht mehr sehen konnte und  er war auch wirklich alles andere als irgendwie schön. Aber ich wollte die Vögelchen in diesem Jahr nicht vergebens suchen lassen  ... nur weil das kranke Hirn, irgendwelche Machtgelüste ausleben musste.  Bilder existieren von dieser  Stelle nicht ...

Parallel dazu ergab sich die traurige Gelegenheit bei einer sehr guten Freundin eine neue Vogelfutterstelle zu öffnen.  Hier konnte ich nur am Wochenende ab und an schauen, was sich so tut. Aber es war eine wirklich super schöne Futterstelle für die Vögelchen.

Am 11. März 2018 habe ich den größten Teil der Futterstelle abgebaut, weil sich ein Sperber dort eingenistet hatte und ich nicht mehr länger zuschauen wollte, wie er sich die Vögelchen holte.

Heute habe ich noch mal meine geliebte Tannenmeise gesehen - und auch die Haubenmeise war noch da. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Hätte ich mich doch sehr geärgert, wenn der Sperber sie weg geholt hätte.

 

 

Wie jedes Jahr wird es nun doch schwierig. Das Geld für das Vogelfutter geht aus - jeden Tag schaue ich aus dem Fenster und hoffe darauf, das die Wetterverhältnisse es zulassen, nun doch langsam an das Ende der Vogelfütterung zu denken.

Heute morgen stehe ich auf und habe nicht den Eindruck, dass es ein guter Zeitpunkt ist ... aufzuhören!

Trotz der extrem niedrigen Geldreserven kaufe ich neues Futter. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Tschieper auch ohne meine Hilfe durch den Winter kämen ... da sagt jeder irgendwas anderes ...

Aber sie sind mir an mein Herz gewachsen und  ...

wenn ich aufhöre, auf mein Herz zu hören oder wenn es mir womöglich nicht mehr wichtig ist, dass zu Ende zu bringen was ich mit so viel Liebe begonnen habe ...

 

                                                                                               dann fange ich mich an zu fürchten!